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Chibi-Robo!: Review

  Nintendo GameCube 

Über den Tisch flitzt ein Metall-Männlein. Auf dem Kopf trägt es einen grossen Stromstecker oder zieht diesen einfach hinter sich her. Löffel werden geholt, Krümel weggeworfen, Tassen umgestülpt und Schubladen geöffnet. Der Chibi-Robo ist ein Alleskönner, er hilft und will Freude bereiten. Während die Technik unserem heutigen Standard weit voraus zu sein scheint, so bleibt dennoch die Akku-Leistung hinter dem eines Handys zurück. Der Chibi-Robo muss sich nämlich mehrmals täglich selbst an einer Steckdose aufladen.

Aufräumen und Putzen sind Tätigkeiten, die niemand gerne verrichtet. Was muss einem Entwickler also durch den Kopf gehen, wenn er genau dieses Thema als Inhalt für ein Videospiel verwendet? In Chibi-Robo übernimmt der Spieler die Rolle eines kleinen Haushaltroboters, der nur eine Aufgabe hat, nämlich seine Besitzer glücklich zu machen. Die Besitzer sind in diesem Fall die Sandersons. Der etwas faule und arbeitslose Mr. Sanderson, die tüchtige Mrs. Sanderson, ihre Tochter Jenny, welche einen Knacks zu haben scheint und der Hund Tao. Zu Jennys Geburtstag erblickt der kleine Roboter erstmals das Licht der Welt und wird gleich darauf in den harten Arbeitsalltag geworfen. Telly, ein fliegender Fernsehmonitor, ist Chibi-Robos Freund, Helfer und Überwacher zugleich. Alle wichtigen Informationen kommen von dieser Maschine, die noch kleiner als der Roboter selbst ist.

Chibi-Robos Aufgabe ist es, im Wohnzimmer und später auch in den weiteren Räumen, für Ordnung zu sorgen. Auf dem Boden findet er Pfotenabdrücke des Hundes, die er mit einer Zahnbürste ganz einfach wegschrubbt. An zahlreichen anderen Stellen liegen leere Verpackungs-Schachteln, Bonbon-Papiere, Keks-Reste oder anderer Unrat. Diese Dinge werden einfach durch Drücken des A-Knopfes aufgesammelt und am besten noch im Verlauf des Tages zum Mülleimer gebracht. Für jede Arbeit erhält man Happy-Punkte, die den Spieler auf einer speziellen Rangliste der besten Chibi-Robos nach oben klettern lässt. Dazu bekommt man auch Chibs, mit denen man sich bestimmte Dinge kaufen kann.

Der kleine Roboter kann nachts und tagsüber arbeiten, allerdings ist seine Laufzeit auf lediglich fünf Minuten Spielzeit beschränkt. Wenn der Spieler genügend Chibs gesammelt hat, kann er die Arbeitszeit von fünf auf zehn und von dort noch einmal auf fünfzehn Minuten pro Tageszeit erhöhen. Begrenzt wird die Einsatzzeit allerdings nicht nur durch den Tag und Nacht-Rhythmus, sondern vor allem auch durch die eigene Chibi-Batterie. Diese entlädt sich zu Beginn ziemlich schnell und Chibi-Robo muss den Stecker, den er immer hinter sich herzieht, bei Bedarf schnellstmöglich zu einer Steckdose bringen, damit seine Batterie wieder aufgeladen werden kann. In der rechten unteren Ecke wird so etwas wie ein Schrittmesser angezeigt, der wie ein Countdown von einer bestimmten Zahl rückwärts auf Null zählt. Wird der Nullpunkt erreicht, bricht der kleine Roboter auf der Stelle zusammen und er findet sich in seinem Chibi-Haus wieder, ohne aber ernsthafte Konsequenzen davonzutragen. Zu Beginn sind diese beiden Begrenzungen doch etwas nervig, denn die Zeit ist kurz und Chibi-Robo ziemlich klein, so dass es doch etwas dauert, bis ein Raum durchquert wird. Ebenfalls etwas nervig ist es, wenn man sich gerade mit einem Auftrag beschäftigt und diesen noch beenden möchte. Denn sobald der Tag um ist, wird alles abgebrochen und man darf am nächsten Tag wieder von vorne anfangen.

Chibi-Robo!
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Severin Auer

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Severin Auer am 17 Jul 2006 @ 00:50
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