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Cruis'n: Review

  Wii 

Midways Arcade-Hit der Neunziger, Cruis'n USA, wurde noch vor der Jahrtausendwende auf dem Nintendo 64 veröffentlicht. Es gab keine herkömmlichen Rundkurse, vielmehr durfte man auf lang gezogenen Strecken durch das Land der unbegrenzten Möglichkeiten rasen. Im Nacken hatte man nicht nur seine Gegner, sondern auch die Uhr. Innerhalb einer bestimmten Zeit musste der nächste Checkpoint erreicht werden. Cruis'n USA war kein herausragendes, dafür aber zugängliches und bald darauf auch ein kultiges Spiel. Zehn Jahre später wird die viel versprechende Franchise von Midway wieder ausgegraben und deren Name auf eine kleine Mogelpackung gepresst.

Kaum hat man die Spiele-Disc eingelegt, wird deutlich, dass Midway sich nicht wirklich darum bemüht hat, ein Cruis'n-Spiel zu entwickeln. Nachdem die Firma die Lizenz für The Fast and the Furious verloren hatte, wollte man die angestrebte Arcade-Umsetzung aber nicht einfach in den Müll werfen und bringt nun diese mit dem Cruis'n-Logo auf den Markt. Was sich schlussendlich hinter diesem Paket verbirgt, ist ein kleines Trauerspiel. An jener Stelle, an der man am meisten hätte falsch machen können, der Steuerung mit den Bewegungssensoren, wurde aber erstaunlicherweise saubere Arbeit abliefert. Doch nun zurück zum Anfang.

Insgesamt stehen ein Dutzend unterschiedliche Strecken zur Auswahl bereit. Diese führen den Spieler über fantasievolle Kurse, die sich mit ihrer Grundidee an bekannte Schauplätze anlehnen. Dazu gehört neben China Town auch der New Yorker Times Square und die Golden Gate Bridge. Hat man sich für eine Strecke entschieden, muss man noch ein Auto auswählen. Ebenfalls zwölf Rennwagen sind vorhanden, wobei man einige erst im Verlauf der Rennen frei schalten wird. Äusserlich unterscheiden sich die verspiegelten und eckigen Fortbewegungsmittel zwar, auf der Strecke spürt man aber keinen Unterschied. Egal, ob man sich gerade in einem Dodge Charger oder einem Toyota Supra befindet.

Ein überdimensionaler Motor auf der Kühlerhaube soll mehr Schub bringen und spezielle Reifen eine bessere Strassenlage. Der Heckspoiler mehr Geschwindigkeit und das installierte Unterlicht eine besondere Ästhetik. Das Fahrverhalten verändert sich dabei aber nicht spürbar. Für jedes Rennen, das der Spieler mindestens auf dem dritten Platz beendet, bekommt er eine Siegesprämie zugesprochen. Diese wandert direkt auf ein Konto, auf das man aber keinen Zugriff hat. Aufmotzen kann man das eigene Auto nämlich gratis. Nach jedem Rennen darf man einen der oben genannten Punkte aussuchen, der verbessert werden soll. Währendessen liegt das Geld auf der Bank und kommt erst dann zum Zuge, wenn der Kontostand eine bestimmte Grenze erreicht hat und dadurch neue Wagen zugänglich gemacht werden. Ein einfaches Punktesystem hätte hier weniger Erwartungen geschürt.

Insgesamt gibt es nur zwei Spielmodi, die sich aber kaum voneinander unterscheiden. Die Meisterschaft dient dazu, alle vorhandenen Strecken freizuschalten, während im Arcade-Modus gezielt eine bestimmte Strecke ausgewählt werden kann. Der Spieler versucht innerhalb des Zeitlimits, die Checkpoints abzufahren und seine Gegner abzuhängen. Während ersteres kaum Schwierigkeiten bereitet, denn knapp wird die Zeit nie, so ist die KI der Gegner doch etwas unrealistisch ausgefallen. Auch wenn man zu Beginn Hindernisse umfährt und zwanzig Sekunden hinter den Ersten zurückfällt, so kann man ihn gegen Ende meist doch noch einholen. Umgekehrt kann man eine saubere, schnelle Fahrt hinlegen und kurz vor Ende einen kleinen Fehler machen, um auf der Ziellinie noch abgefangen zu werden. Ärgerlich und unfair.

Cruis'n
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Severin Auer


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Severin Auer am 26 Mrz 2008 @ 23:55
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