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Dance Party Pop Hits: Review

  Wii 

Lange bevor Guitar Hero die Chart-Listen stürmte, machte ein anderes Genre schon Unfug mit Musik: die Tanzmattenspiele! Fröhlich herumhüpfende Partygäste aller Art haben Spass mit Dance Dance Revolution, Space Channel 5 oder Samba de Amigo. Nun will nordic games mit Dance Party: Pop Hits das Genre wiederbeleben. Schaffen es die Nordmannen?

Wer ist Maria Wedig?

Auf dem Cover der Dance Party: Pop Hits-Verpackung prangt eine braungelockte Dame und grinst sich in unser Gewissen. Maria Wedig, Soapstar aus Leidenschaft, wirbt für das Tanzmattenspiel und "empfiehlt" es. Wofür sie das Spiel empfiehlt, wird leider nicht bekannt, ist aber auch egal. Die D-Prominenz jedenfalls scheint Dance Party zu mögen, da kann doch nicht viel schiefgehen, oder? Und wie, doch zunächst die Fakten: Die Pop Hits kommen zum günstigen Preis von 40 Euro mit Tanzmatte in euer Wohnzimmer und haben damit schon mal ein Kaufargument auf ihrer Seite. Jetzt müsste nur noch das Spiel halbwegs stimmen und schon gäbe es einen neuen Preis-Leistungs-Sieger in der Kategorie Tanzmattenspiele.

Die Drei von der Hit-Tankstelle

Leider kann nordic games allerdings genau im Kern nicht punkten. Während die mitgelieferte Tanzmatte noch qualitativ sehr gut und auch nett designt ist, enttäuscht das Spiel auf voller Linie. Die drei angepriesenen Pophits "Murder on the Dancefloor", "Push the Button" und "Some Kind of Rush" sind die einzigen bekannten Songs. Darüber hinaus gibt es lediglich zwölf unbekannte Tanzlieder. Nun wäre es ja eigentlich nicht so schlimm, dass die restlichen Songs nur unbekannt sind, wenn die Qualität stimmen würde. Doch hier fällt Dance Party: Pop Hits gnadenlos durch. Als Pop gepriesen, bietet nordic games hier lediglich langweilige, inspirationslose sowie monotone Dance-Stücke, die mit ihrem sturen Vierviertel-Beat zwar tanzbar, allerdings auch durchweg einschläfernd sind.

Abgesehen von der mangelnden Qualität der Song-Auswahl muss erwähnt werden, dass mit 15 Stücken auch quantitativ wenig geboten wird. Bereits nach knapp zwei Stunden hat man jeden Titel bereits getanzt, die Langzeitmotivation ist quasi nicht gegeben. Dazu kommt, dass die Entwickler scheinbar einen seltsamen Hang zum Offbeat hatten oder die Pfeile auf dem Bildschirm ungenau in Richtung Spieler fliegen. So dürft ihr relativ häufig zwischen den Bassdrumschlägen tanzen. Gerade bei den ganzen Dance-Titeln sorgt das für Verwunderung, da der Körper sich eigentlich auf ein geradliniges Tanzen einstellt.

Langweilige Präsentation

Wenn die Musik nicht stimmt, dann sollte man die Sache wenigstens gut verpacken können. Doch auch hier gibt es leider nichts Positives zu berichten. Während die Menüs noch als neutral beschrieben werden können, geht spätestens beim Tanzen der Hut hoch. Grösstenteils dunkle, fast schon düstere Bühnen werden mit grob modellierten Tänzern bestückt, die hölzern ihre Schritte runterrasseln, die weder zum Lied noch zum Takt oder Tempo passen. Die Animationen sind darüber hinaus nicht nur schlecht, sondern auch arm an Abwechslung.

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Patrik Nordsiek

Tags:
Tanzen

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Patrik Nordsiek am 01 Jul 2009 @ 16:12
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