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Fifa Street 2: Review

  Nintendo GameCube 

Nicht mehr lange dauert es bis zur WM 2006. Die Russen siegen im U-17 EM-Finale, Hakan darf nicht mit zur WM, der FC Zürich ist Schweizer Meister, der 1. FC Köln steigt wieder mal ab und am Mittwoch spielt Barcelona gegen Arsenal im Champions League-Finale. Fussball macht einen grossen Teil unseres Lebens aus, warum sollte man sich auch noch an der Spielkonsole mit dem runden Leder auseinander setzen? Weil es Spass macht!

Stil vor Technik

Auf dem Rasen spielen die Fussball-Profis anständig, sicher und abgeklärt. Doch was passiert, wenn die Stars abseits vom Spielfeld einen Ball zwischen die Füsse bekommen? Dass Ronaldinho zauberhafte Tricks auf Lager hat, das weiss mittlerweile schon fast jeder. Doch mit Fifa Street erhalten nun endlich auch die anderen Fussballer die Chance, sich zu profilieren. Keine langen Laufwege, keine Auslinie und kein Schiedsrichter. Strassenfussball lautet das Motto! Zwei Teams mit je drei Spielern und einem Torwart treten auf dem Asphalt gegeneinander an. Bekannte Stars mischen sich mit namenlosen Strassenspielern zu gefährlichen Teams. Natürlich bleibt das Toreschiessen ein wichtiger Punkt, doch viel wichtiger ist das Dribbeln, Jonglieren und Ausspielen der Gegner. Dafür bekommt der Spieler nämlich Punkte und arbeitet sich immer näher an die Möglichkeit eines "Gamebreakers" heran. "Gamebreaker" bedeutet, dass der Spieler sich in die Mitte des Spielfeldes bewegen und anschliessend einen Schuss, egal aus welcher Lage, aufs Tor abfeuern kann, der schon fast mit hundertprozentiger Sicherheit seinen Weg ins Tor finden wird. Dabei muss man lediglich darauf achten, dass sich kein Mit- oder Gegenspieler in der direkten Schussbahn befindet. Wer stark in Rücklage geraten ist oder aufs Ganze gehen möchte, kann versuchen, die Gegner einzeln auszudribbeln, während der Gamebreaker-Modus aktiviert ist. Gelingt dies bei einem oder mehreren, wird die Wirkung des Gamebreaker verstärkt. Ein anschliessendes Tor kann sogar doppelt gezählt werden und der Gegner muss damit rechnen, dass ihm ein Punkt abgezogen wird.

Das Motto ist klar: Stil vor Technik. Mit dem gelben Analogstick werden die Tricks in Verbindung mit anderen Knöpfen ausgeführt. Passen wird mit dem A- und Schiessen mit dem B-Knopf ausgeführt. Hohe Pässe sind natürlich auch möglich, was dem Spieler erlaubt, den Ball sehr schnell zirkulieren zu lassen. Optisch sind die Tricks wirklich wunderbar anzusehen. Der Ball wird auf den Füssen jongliert, geschoben, gestreichelt und gekickt. Der Vielfalt an Tricks scheint kaum eine Grenze gesetzt zu sein, dafür hapert es manchmal mit der Ausführung selbiger. Negativ fällt das Verhalten der Verteidiger auf. Natürlich sieht es beim ersten und zweiten Mal grandios aus, wenn man dem Gegner einen Tunello schieben kann, doch spätestens beim dritten übertriebenen Umfallen der Gegenspieler wie Kegel auf der Kegelbahn, beginnt man es etwas lächerlich zu finden. Vor allem, wenn man später machtlos dabei zusehen muss, wie die eigenen Mitspieler immer wieder aufs Neue Bekanntschaft mit dem Boden schliessen. Das Motto: Stil vor Technik spiegelt sich also nicht nur im Gameplay, sondern auch in der Präsentation. Wunderschön anzusehen, doch die KI treibt einen schon manchmal fast in den Wahnsinn.

Fifa Street 2
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Severin Auer

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Severin Auer am 17 Mai 2006 @ 01:06
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