GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Final Fantasy CC - Crystal Bearers: Review

  Wii 

Fast sieben Jahre sind nun schon seit dem Erscheinen von Final Fantasy Crystal Chronicles für den GameCube ins Land gezogen - seit jeher hat die Serie auf der Wii und dem Nintendo DS versucht, in mehreren Genres Fuss zu fassen. Der letzte Vertreter Echoes of Time bewies deutlich, dass Square Enix mehr mit der Serie anzufangen weiss, als sie nur als östliches Rollenspiel zu verpacken. The Crystal Bearers für Wii geht aber noch mal deutlich andere Wege, will düsterer sowie erwachsener sein als die Vorgänger und sich allein auf Action konzentrieren. Ob dieses Vorhaben geglückt ist oder die Magie der Kristallträger den Titel im Stich gelassen hat, erfahrt ihr in unserem Test. - (Test von Mirco Ruppelt)

Totgeglaubte leben länger

Über 1000 Jahre sind seit dem GameCube-Abenteuer bereits vergangen - eine lange Zeit, in der sich einiges geändert hat. Die Yukes, eines der ältesten und rätselhaftesten Völker, sind von der Erdoberfläche verschwunden und gelten heute als ausgestorben. Ihre einst so beliebte Magie hat sich in einen Mythos verwandelt, und so bestimmt der technische Fortschritt das Denken und Handeln auf der Erde. Nur wenige Menschen verfügen noch über die Macht, Magie in unterschiedlicher Form einzusetzen, werden aber von der Bevölkerung geächtet und von der Regierung gejagt - man nennt sie die Kristallträger.

Und genau solch ein Kristallträger ist auch Layle, in dessen Rolle ihr schlüpft. Anders als bisher gewohnt, liegt das Augenmerk nun auf dem Solomodus, und auch von dem Gedanken einer steuerbaren Party müsst ihr euch verabschieden und einzig mit Layle als spielbaren Charakter vorliebnehmen. Mit dem Auftreten einer geheimnisvollen Person, die mehr über den Kristall der Urahnen zu wissen scheint und somit die Geschichte der vier Kristallsplitter ins Rollen bringt, ist auch schon der Startpfiff für die spannende, aber wenig komplexe Story gegeben.

Von Minispielen und verschenkten Möglichkeiten

Das Spiel beginnt wie von der Serie gewohnt mit mehr oder weniger aufwendigen Zwischensequenzen, die aber allesamt in Spielgrafik die Story vorantreiben und sich leider nicht in schicker Renderoptik präsentieren. Wer jetzt aber denkt, dass er bei diesen Szenen zum Zuschauen verdammt wird, hat weit gefehlt - The Crystal Bearers lässt euch immer wieder an kleineren Minispielchen teilhaben, die eure Aufmerksamkeit erfordern. So kommt es anfangs Schlag auf Schlag und euer Flugschiff wird angegriffen, welches ihr mit wildem Fernbedienungsgefuchtel und gezieltem Anvisieren vorm Absturz und somit dem virtuellen Ableben eurer Crew bewahren müsst. Dabei könnt ihr je nach Geschick und Timing Punkte sammeln, für die ihr im besten Falle sogar Medaillen freischaltet. Aber dazu später mehr.

Doch so schnell wie die Story anfangs an Fahrt gewinnt, so allein lässt man euch im Grossteil des Spielverlaufs. Obwohl das Spiel sich gänzlich vom Rollenspiel losgesagt hat, findet ihr euch in einer grossen, frei begehbaren Spielwelt wieder, die euch im Verlaufe des Abenteuers aufgrund fehlender Hinweise und einer sinnlosen, weil extrem ungenauen Karte zum Verhängnis wird und ihr euch auf dem Weg zu bestimmen Quest-Gebern oder storyrelevanten Orten verlaufen werdet. Das wäre ja nicht weiter tragisch, würde man unterwegs ordentlich unterhalten werden; allerdings macht euch die neue Spielausrichtung hier einen Strich durch die Rechnung.

Final Fantasy CC - Crystal Bearers
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?


Severin Auer

Final-Fantasy-CC---Crystal-Bearers


Final-Fantasy-CC---Crystal-Bearers


Final-Fantasy-CC---Crystal-Bearers


Final-Fantasy-CC---Crystal-Bearers


Severin Auer am 15 Mrz 2010 @ 15:29
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen