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Fragile Dreams - Ruins of the Moon: Review

  Wii 

Das Gefühl von Traurigkeit kommt in Videospielen viel zu selten zum Einsatz. Einfach mal schlucken zu müssen, weil von einer Geschichte oder einem Schicksal berührt worden, und sich auch mal eine Träne aus dem Augenwinkel wischen zu können, diese Gefühlswelten werden doch kaum bedient im Zeitalter der bunten Gute-Laune-Welt. Wer darüber nur müde lächeln kann, braucht jetzt nicht weiterzulesen, für den ist das melancholische Fragile Dreams kein Titel, mit dem er sich länger als eine Einleitung beschäftigen sollte.

Einsamkeit, davor fürchten wir uns doch alle. Seto ist nach einer nicht bekannten Katastrophe vielleicht der letzte überlebende Mensch auf dem Planeten. Als der alte Mann, mit dem er zusammenlebte, stirbt, begibt er sich auf die Suche nach weiteren Mitmenschen, die ihm vielleicht neue Hoffnung geben könnten. Ein Brief seines Ziehvaters deutet an, in welche Richtung er dafür reisen sollte. Doch die Reise ist nicht ungefährlich, denn neben wilden Tieren begegnet er auf seinem Weg zu einem grossen, roten Turm auch Geistern und anderen merkwürdigen Wesen. Nach einer Weile trifft Seto auf ein silberhaariges junges Mädchen, dessen Aura ihn sofort in den Bann zieht. Dummerweise verschwindet die junge Schönheit auch direkt wieder und Seto rennt ihr hinterher, verliert aber ihre Spur sehr schnell.

Das Entwicklerstudio Tri-Crescendo hat eine schöne, oft melancholisch wirkende Geschichte ersonnen, die ihr miterleben dürft. Wer gerne Emotionen in einem Videospiel erleben möchte, bekommt mit diesem Titel genau das richtige Produkt für schöne Spielabende. Wir wollen euch nicht zu viel verraten, was angesichts des Erlebten zugegebenermassen sehr schwerfällt. Doch es würde einen Grossteil der Faszination des Spiels verderben, wenn wir auch nur ansatzweise eine Mission beschreiben, daher lassen wir das an dieser Stelle auch sein.

Lediglich die Art und Weise der Erzählstruktur wollen wir versuchen zu vermitteln. Wie bereits beschrieben, begegnet ihr einigen Wesen aus der Geisterwelt. Wie in asiatischer Kultur üblich, müssen diese Geister nicht immer bösartig ein. Also werdet ihr oftmals aufgefordert zu helfen. Dabei erlebt ihr natürlich so manche Überraschung, Wendung und stellenweise auch richtig etwas für das Herz!

Auch die Spielwelt selbst hat uns hervorragend gefallen. Die vielen verlassenen Gebäude, die zerstörten Strassen, ein unheimlicher Vergnügungspark und gigantische Ruinen, in denen man sich bewegt, weisen so viele schöne Details, Farbgebungen und Lichteffekte auf, dass man sich einfach wohlfühlen muss. Obwohl alle diese Orte von einer Düsternis förmlich eingehüllt werden. Viele Glühwürmchen sind da stellenweise als einzig verlässliche Lichtquelle vorhanden. So manch gefundener Gegenstand hat seine eigene, oft sehr traurige Geschichte zu erzählen. Dafür ruht ihr euch bei einem Lagerfeuer aus und untersucht das Objekt. Doch nicht nur das, manche Gegenstände geben ihre Geschichte erst vollumfänglich frei, wenn ihr eine ganze Reihe miteinander verknüpfter Dinge finden konntet.

Fragile Dreams - Ruins of the Moon
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Birgit Grunow

Fragile-Dreams---Ruins-of-the-Moon


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Birgit Grunow am 03 Mai 2010 @ 19:08
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