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Geheimakte Tunguska: Review

  Wii 

Eine Story wie aus einem Buch, spannend nacherzählt, dies boten Ende der Neunziger Jahre die LucasArts-Adventures, welche zudem zu den meistgekauften Spiele damals zählten. Knapp zwanzig Jahre später ist das Genre der reinen Adventures fast ausgestorben, insbesondere die Konsoleros mussten seit jeher auf diese Gattung fast vollständig verzichten. Umso schöner, dass ein erfolgreiches PC-Adventure nach einer Überarbeitung auch für die Wii erscheint. Ob die

Geheimakte Tunguska

uns überzeugt, lest ihr in unserem Test.

Was wirklich vor gut einhundert Jahren in der Region Tunguska passierte, ist unklar. Angeblich soll es einen Meteoriteneinschlag gegeben haben, welcher eine gewaltige Explosion zur Folge hatte. Im Adventure Geheimakte Tunguska löst ihr das Geheimnis, welches den Forschern bis heute Rätsel aufgibt. Für die Entwickler von Fusionsphere Systems und Keen war das Tunguska-Ereignis aus dem Jahr 1908 ein gefundenes Fressen, denn noch hatte sich niemand spielerisch an die sagenumwitterte Explosion herangewagt. Und was böte sich mehr an als ein klassisches Adventure?

Das Spiel beginnt gleich in der ersten Szene mit viel Dynamik. Die attraktive Nina Kalenkow durchsucht das Labor ihres Vaters, der offenbar verschwunden ist. Der Wissenschaftler scheint entführt worden zu sein, wie sich nach den ersten Nachforschungen herausstellt. Auf die Hilfe der Polizei müssen wir verzichten und gehen fortan selbst auf die Suche nach ihm. Lediglich der Assistent ihres Vaters hilft Nina im späteren Verlauf bei der abenteuerlichen Suche, die euch von Moskau nach Sibirien bis hin nach Kuba und Irland und selbst nach Asien verschlägt.

Unterhaltsamer Rätselspass mit Pfiff

Dabei gilt es viele verschiedene Rätsel zu lösen, wen wundert's? Das Bemerkenswerte an Geheimakte Tunguska: Die Knobeleien machen viel Freude, sind zu einem Grossteil logisch aufgebaut. Selbst ein knallvolles Inventar lässt euch nicht verzweifeln, denn mit ein wenig Einsatz eurer grauen Zellen stellt ihr schnell fest, welcher Gegenstand oder welche Kombination der vorhandenen Utensilien euch in der Umgebung wohl weiterbringen könnte. Klebeband, Tüte, Stiel und Henkel eines Eimers vorhanden? Na prima, da basteln wir uns einen Käscher und sammeln das Mobiltelefon ein, welches die Katze soeben auf dem Baum verloren hat.

Geheimakte Tunguska Bild
"Wie um Himmels Willen kriege ich nur dieses Motorrad an..."


Katze auf dem Baum mit Handy? Nun, keine Sorge, das hat schon alles seinen Grund, vertraut uns einfach. Die Kreativität der Rätsel ist während der gesamten Spieldauer durchweg unterhaltsam und fordert euch in angenehmer Art und Weise. Sie gewinnen zwar keinen Innovationspreis der Spielhistorie, lassen euch aber andererseits auch nicht verzweifeln, weil ihr um drei Ecken denken müsst, bevor ihr auf des Rätsels Lösung kommt. Der Schwierigkeitsgrad bewegt sich auf einem ausbalancierten Niveau, Frustmomente gibt es nur selten.

Dies liegt auch an der sehr guten Handhabung des Spiels. Zum einen werden sämtliche Fortschritte eurer Reise in einem Tagebuch aufgezeichnet und sogar bebildert. Wer vor einem besonders kniffligen Rätsel steht, kann sich hier einen Lösungsansatz aufzeigen lassen. Um stundenlange Pixelsuche in den Umgebungen zu vermeiden, haben euch die Entwickler eine nützliche Hilfefunktion eingebaut. Per Druck auf den Knopf 1 werden euch sämtliche Ausgänge und Hot-Spots im jeweiligen Bildschirm angezeigt. Übersehen könnt ihr daher nichts. Dies mag für erfahrene Pixeljäger verpönt sein, doch Einsteiger freuen sich über diese Hilfe, denn nichts ist ärgerlicher als in einem Spiel nicht weiterkommen zu können, nur weil man ein kleines Objekt nicht finden konnte.

Geheimakte Tunguska
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Daniel Amstutz


Geheimakte-Tunguska


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Daniel Amstutz am 05 Mai 2008 @ 23:16
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