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Harvest Moon - Magical Melody: Review

  Wii 

Harvest Moon ist eine jener Serien, die sich nie gross in den Vordergrund drängen. Trotzdem erscheinen jährlich neue Ableger für die unterschiedlichsten Konsolen. Die Bauernsimulation ist sicherlich eher ein Liebhaberstück als ein Must-Have-Titel. Trotzdem muss man Harvest Moon, das in Japan erstmals 1996 auf dem Super Nintendo das Licht der Welt erblickte, einen wichtigen Platz in der Videospiel-Geschichte zugestehen. Mit Magical Melody für die Wii-Konsole bringt man die Serie vorerst aber noch nicht auf eine neue Stufe, sondern portiert ganz einfach den bereits zwei Jahre alten GameCube-Titel, der es damals nicht bis nach Europa geschafft hat.

Inhaltlich beweist Harvest Moon selten viel Innovationskraft, viel lieber setzt man auf die bewährten Strukturen. Der Spieler übernimmt also einen kleinen Bauernhof, den er im Verlauf des Abenteuers vergrössern und ihm zu neuer Frische verhelfen soll. In Magical Melody stehen vier unterschiedliche Standorte zur Auswahl, die alle mit positiven und negativen Eigenschaften belegt sind. Der Spieler muss bereits zu Beginn eine Entscheidung treffen, ob er sich für den fruchtbaren Boden in der Dorfmitte und damit auch für enge Platzverhältnisse entscheidet oder ob es ihn an die See zieht, wo er viel Platz hat, aber dem Wachstum mit Dünger nachhelfen muss.

Ist der Standort erst einmal geklärt, geht es auch bereits daran, den Boden vom Unkraut zu befreien, ihn zu pflügen und mit Samen zu bestücken, die wiederum täglich gewässert werden müssen. Egal, ob Rüben, Kartoffeln oder Apfelsinen, je nach Jahreszeit können unterschiedliche Gemüse- und Obstsorten angepflanzt, geerntet und anschliessend verkauft werden. Hat man sich erst einmal etwas Geld zur Seite gelegt, kann man bald darauf auch in die Viehzucht einsteigen. Angefangen bei den Eier legenden Hühnern, bis hin zu Kühen und Pferden stehen dem jungen Bauer einige Spezialisierungsmöglichkeiten zur Auswahl bereit.

Verbunden ist die tägliche Feldarbeit und die Tierpflege natürlich mit grossem Zeitaufwand. Was auf dem Papier nach einfacher und schnell erfüllter Arbeit klingt, ist in Wahrheit aufwendiger, als man zuerst glauben mag. Vor der Feldarbeit bestückt man einen kleinen Rucksack mit Sense, Harke und Giesskanne und marschiert beim ersten Sonnenstrahl aufs Feld. Nach wenigen Minuten ist bereits Mittag und die Spielfigur am Rande des körperlichen Zusammenbruchs. Höchste Zeit für einen Snack, der wieder Energie für den Nachmittag gibt - schliesslich müssen irgendwann auch noch die Tiere versorgt werden. So ist man als Bauer besonders den Regentagen nicht abgeneigt, da die Natur einen Teil der Mühseligkeit erledigt.

Fällt die Arbeit an bestimmten Tagen nicht ganz so hart aus, hat man zahlreiche Möglichkeiten, sich anderweitig zu unterhalten. Ausflüge in den nahe gelegenen Wald, die Suche nach seltenen Blumen, Pilzen und Edelsteinen oder einige gemütliche Anglerstunden lenken einerseits vom Bauernalltag ab, bringen andererseits aber auch ein willkommenes Nebeneinkommen. Was bis hierhin nach einem abgeschiedenen Einsiedler-Leben aussieht, muss an dieser Stelle aber relativiert werden.

Harvest Moon - Magical Melody
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Severin Auer

Harvest-Moon---Magical-Melody


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Severin Auer am 31 Mai 2008 @ 13:12
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