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Ice Age 2 - Jetzt taut's: Review

  Wii 

Die Eiszeit in unseren Gefilden ist schon längst vorbei und nach diesem warmen Winter denken auch schon viele gar nicht mehr an Schnee und erfreuen sich am wunderbaren Wetter. Auf Nintendos Wii kehrt die Eiszeit jedoch in Form von Ice Age 2 zurück. Ob das Spiel zum gleichnamigen Film punkten kann, erfahrt ihr in unserem Test.

Mittlerweile stieg der Animationsfilm Ice Age auf den Olymp der CGI-basierten Filme. Die toll animierten und perfekt inszenierten Charaktere schlugen in die Fan-Herzen ein wie eine Bombe. Nun erschien zum zweiten Teil auch ein gleichnamiges Jump 'n' Run. Dieses Mal schlüpft ihr jedoch nicht in die Rolle von Manni, Sid oder Diego, sondern in die Haut des geheimen Lieblings: Klar, die Rede ist vom abgedrehten und in Nüsse vernarrten Scrat. Mit diesem stürzt ihr euch in die Wii-Umsetzung und seid immer auf der Suche nach jeder Menge Nüsse. Der Titel erschien im vorigen Jahr bereits für zahlreiche andere Plattformen wie zum Beispiel die PlayStation 2. Seitdem ist einige Zeit vergangen und es hat sich inhaltlich nichts geändert. Lediglich die Steuerung wurde an Wii-Verhältnisse angepasst.

Wenn ihr dann endlich mit dem kleinen Nager in der eisigen Welt angekommen seid, geht es in bester Jump 'n' Run-Manier darum, Kastanien, Eicheln und Walnüsse - welche für bestimmte Ziele benötigt werden - in den verschiedensten und gefährlichsten Plätze zu sammeln. Des Weiteren müsst ihr während der Suche noch etliche Gegner ausschalten und das eine oder andere Minispiel bewältigen. Diese Palette an Aufgaben beschreibt grob das Spielprinzip. Wenn ihr jetzt denkt, dies wäre langweilig, habt ihr euch getäuscht. Der Wechsel zwischen den verschiedenen Aufgabenbereichen ist den Entwicklern recht gut gelungen und die Übergänge wurden gut integriert. So dürft ihr euch bei den Aufgaben selbst aussuchen, wann und wie ihr welche Aufgabe zu welcher Zeit löst. Dennoch gestaltet sich der Titel recht linear. So müsst ihr in den Minispielen zum Beispiel unter Zeitdruck Eicheln einsammeln und dürft euch dabei nicht von Diego erwischen lassen, müsst verschiedenfarbige Vogeleier zurück in die passenden Nester bringen oder ihr schiesst nervige Affen mit Steinen ab. Ab und an stehen euch auch die anderen Helden während der Minispiele zur Verfügung. Ihr seht schon, für Abwechslung ist gesorgt.

So dürft ihr unter anderem mit Sid auf einer Eisrutsche - eine der lustigsten Herausforderungen - Gefahren ausweichen und dabei Punkte sammeln oder mit Diego zum Opossumklatschen antreten. An Kreativität hat es dem lieben Entwicklerteam nicht gemangelt. Jedoch hätte ein wenig Kreativität bei der Steuerung nicht geschadet, denn diese wurde nur recht spartanisch umgesetzt. Wie bei vielen anderen Titeln dirigiert ihr auch hier mit dem Nunchuk-Controller den abgedrehten Scrat durch die unterschiedlichen Gebiete. Die Wiimote hingegen kommt eher selten zum Einsatz. Wenn ihr beispielsweise eine Nuss ausgraben müsst, bewegt ihr die Wiimote hin und her oder bei Attacken müsst ihr einen Doppelsprung vollführen und danach die Fernbedienung nach unten ziehen. Klingt einfach, ist es auch. Jedoch wird hier das volle Potential nicht ausgeschöpft - etwas schade.

Was jedoch sehr schade ist, ist dass die automatische Kamera in manchen Situationen aus der Eiszeit stammt, denn oft werden genau die Bereiche ausgeblendet, die wichtig für das weitere Vorgehen sind. Besonders ärgerlich ist dies an den kniffligen Stellen wo ihr immer höher von einer Ebene zur anderen springen müsst. Hier hilft manchmal nur blosses Ausprobieren. Die Entwickler hatten wirklich lange Zeit und hätten dieses essentielle Feature verbessern können - schade!

Grafisch wäre sicherlich auch mehr drin gewesen, aber wie schon die anderen Versionen reisst sich Ice Age 2 auch auf Nintendos Wii kein Bein aus. Die einzelnen Umgebungen wirken etwas lieblos zusammengewürfelt, dafür ist das Ganze aber auch quietschbunt und dürfte genau den Sehnerv der jüngeren Spieler treffen. Immerhin ist der Wiedererkennungswert sehr hoch, sodass ihr eure Lieblinge sofort wieder erkennt. So ist Scrat genauso niedlich wie in der Filmvorlage und auch die anderen Helden könnten direkt dem Film entsprungen sein.

Musikalisch geht der Titel auch in Ordnung. Der Soundtrack dudelt so vor sich hin ohne euch auf die Nerven zu gehen, das ständige Gequietsche von Scrat entlockt euch immer wieder einen Schmunzler und auch sonst passt im Grossen und Ganzen alles. Einzig das Fehlen der Originalstimmen schmerzt ein wenig - hier wäre das Original wünschenswert gewesen.

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Daniel Hanin

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Daniel Hanin am 12 Mrz 2007 @ 01:14
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