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Madworld: Review

  Wii 

Die hohe Verbreitung der Wii-Konsole scheint langsam Früchte zu tragen: In letzter Zeit treten die schnell zusammengeschusterten Schrottspiele und die hastigen PlayStation 2-Ports in den Hintergrund, während die Bühne vermehrt eigenständigen, originellen Titeln überlassen wird. SEGA schlägt da in die brutale Kerbe, und zwar nicht mit einer blutigen Sonic-Ausgabe, sondern vielmehr mit rot tropfendem Zombiegeballer, siehe House of the Dead: Overkill und ganz aktuell MadWorld mit nur drei Farben. Schwarz. Weiss. Und Rot. Vor allem für MadWorld wurde kräftig die Werbetrommel gerührt. Handelt es sich hier um einen neuen Energieschub für das Wii-System oder nur um einen müden Manhunt-Abklatsch? Ihr erfahrt es in unserem Review!

Eine Stadt in Angst, äh, Schwarz und Weiss

Varrigan City ist vermutlich mal eine ganz normale Stadt gewesen, vielleicht sogar mit mehr als zwei Farben im Repertoire und vor allem nicht so blutig. Vielleicht funktionierten die Brücken sogar und es gab keine perverse Killershow, die dort gedreht wurde. All das spielt keine Rolle, denn die Handlung setzt da an, wo das Chaos loslegt. Von der Aussenwelt abgeschnitten, wird in dem auf einer Insel angesiedelten Stadtzentrum ein tödliches Virus freigesetzt.

Das Gegenmittel erhält nur, wer in der an Running Man erinnernden Killer-TV-Show mitspielt. Einer, der nicht nur das eigene Überleben sichern, sondern auch etwas Licht ins Dunkel bringen will, ist Jack, der Mann mit der Kettensäge im Arm und der Kippe im Mundwinkel. Ach ja, einen Knopf im Ohr hat er auch, über den er Kontakt zu seinen Sponsoren hält, die ihm den Aufenthalt finanzieren, so er denn genug Leute abmurkst.

Madworld Bild

Super Big Blood Brothers

Aber: Was wie eine 08/15-"Die Zukunft wird von Big Brother und Blut regiert"-Fantasie klingt, entwickelt im Laufe der Geschichte einiges an Gehalt und vermag es sogar, den Zocker zu überraschen. Damit das auch nach dem Lesen des Reviews gelingt, wollen wir ab hier nichts weiter zur Story verraten.

Dafür bietet die Grafik auf der Oberfläche genug Anreiz, sich mit dem Spiel auseinanderzusetzen. Wie schon tausendfach angekündigt, wurde MadWorld ein Schwarz-Weiss-Anstrich verpasst, was keineswegs monoton, sondern sehr prägnant und stilbewusst wirkt. In jedem Abschnitt kann man ein klares Themenspektrum erkennen, ob man nun durch Chinatown stapft oder in einer Militärbasis Aliens meuchelt. Dazu gibt es dann noch etliche rote Blutfontänen, die dank des gelungenen Partikelsystems nie fehl am Platze wirken.

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Wille Zante


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Wille Zante am 26 Mrz 2009 @ 08:01
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