GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

PES 2009: Review

  Wii 

Mit einem völlig neuen Ansatz und dem Mut, das Spiel komplett zu verändern, konnte Konami letztes Jahr mit der Wii-Version von Pro Evolution Soccer auftrumpfen. Für Fans der HD-Versionen war es zwar ein enttäuschendes Jahr, doch die Edition für die Nintendo-Konsole überzeugt weiterhin.

Point and Click

Wie schon beim Vorgänger setzt Konami auch dieses Jahr wieder voll auf die speziell für die Wii angepasste Steuerung, die eine Mischung aus Rasenschach und Action verspricht. Mit der Wiimote zeichnet ihr auf dem Bildschirm eure Vorgaben und gebt euren Akteuren Befehle, wo sie hinzulaufen oder hinzuschiessen haben. Der Analogstick am Nunchuk dient zur Kontrolle des ballführenden Spielers, was allerdings auch ausschliesslich mit der Wiimote funktioniert. Durch diese neuartige Weise, Fussball zu spielen, habt ihr die Möglichkeit, aufwändige Taktikspielereien auszutüfteln und dem Spiel eine wesentlich taktischere Richtung zu geben. Gerade das laufintensive System des vielzitierten modernen Fussballs ist mit der feineren Steuerung wesentlich besser umzusetzen als bei den klassischen Gamepad-Varianten des PCs oder der HD-Konsolen.

Doch das neuartige Konzept zeigte auch einige Kinderkrankheiten auf, die den Spielfluss in PES 2008 doch arg gestört haben. Ein wesentlicher Kritikpunkt von uns im letzten Jahr war die diffizile Defensivarbeit, die durch die wenig kluge Abwehr-KI zustande kam. Hat sich daran etwas verändert? Jein, denn die Abwehr ist zwar tatsächlich intelligenter geworden, doch noch immer sind plötzlich eklatante Löcher in den Defensivreihen, die man manuell stopfen muss, damit die Null stehenbleibt. Zwar ist es auch gleichzeitig eine Herausforderung, und es wäre sicherlich langweilig, wenn die KI alle Situationen im Griff hätte, doch viel zu häufig scheinen die Gegner mühelos durch die eigenen Reihen zu tanzen, wie Grafite es erst letztens mit der Bayern-Abwehr machte. Besonders, wenn die Mann- und Raumdeckung nicht explizit festgelegt wurden, schwimmt das Team, und es ist besonders schwer, den Ball aus den eigenen Strafraum zu bekommen. Etwas mehr, wenn auch nicht viel, Eigendynamik hätte hier nicht geschadet.

Neue Schusstechnik

Apropos "Die Null steht": Sie steht hinten nicht immer, dafür aber vorne auch nicht mehr. Ebenfalls ein Kritikpunkt war die indirekte Schusstechnik der Spieler. In der 2008er-Version konntet ihr lediglich durch Schütteln des Nunchuks einen Schuss abgeben. Wohin der Torversuch letztendlich flog, hing nur von der Technik des Spielers sowie seiner Position ab. Wesentlich direkter funktioniert das dieses Jahr. So könnt ihr immer noch durch Schütteln einen Schuss wagen oder aber mit dem Pointer auf das Tor zielen und mit dem B-Knopf abziehen. Ein doppeltes Drücken der Taste löst einen Lupfer aus. Zwar entscheidet der Spieler beim einfachen Auslösen des Schusses noch immer selbst, ob es ein flacher oder ein mittelhoher Versuch wird, dennoch ist so wesentlich mehr Kontrolle möglich. Allerdings funktioniert diese Möglichkeit lediglich, wenn das gegnerische Tor auch zu sehen ist und ihr den Cursor auf das Netz richten könnt. In allen anderen Fällen dient der B-Knopf dem Passspiel.

PES 2009
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?


Patrik Nordsiek


PES-2009


PES-2009


PES-2009


PES-2009


Patrik Nordsiek am 16 Apr 2009 @ 09:30
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen