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Pool Party: Review

  Wii 

Die Wii - eine innovative Spielekonsole. Segen oder Fluch? Schaut man sich Spiele wie Pool Party an, so kommt man zu der Vermutung, dass eher Letzteres gilt. Warum das Billard-Spiel so schlecht abschneidet, erfahrt ihr hier im Test.

Wonderstick?

Pool Party kommt mit einer verhältnismässig grossen Verpackung daher. Der Grund dafür liegt im Wonderstick, einem weiteren Accessoire, welches ein realistischeres Spielvergnügen vermitteln soll. Das kleine Plastikqueue, in den die Wiimote gelegt werden soll, kommt dreiteilig daher und muss zunächst zusammengeschraubt werden. Ist dies erledigt, lässt man sich zunächst von der etwas anders aussehenden Abbildung auf der Verpackung nicht verwirren und steckt die Fernbedienung einfach rein. Wer sich danach verwundert die Augen reibt, weil kein Signal bei der Wii ankommt, dem kann geholfen werden: Egal, wie sehr man sich anstrengt, der Plastikstock dreht entweder eine halbe Umdrehung zu wenig oder zu viel. So oder so wird damit der Infrarotsender der Wiimote verdeckt, was zu den Störungen führt. Damit es funktioniert, darf man das Queue einfach nicht richtig zusammendrehen. Ein wahres Wunderwerk!

Braucht man das?

Nachdem man sich also lang genug mit dem Wonderstick aufgehalten hat, kommt man endlich ins Spiel. Doch so viel vorweg: Das Plastikaccessoire legt man nach dem ersten Stoss wieder weg. Das liegt vor allem am Spiel selbst, denn Pool Party nutzt von den innovativen Steuerungsmöglichkeiten der Wii eigentlich nichts. Das Queue bewegt man entweder mit dem Analogstick auf dem Nunchuk oder mit dem D-Pad. Dabei fällt auf, dass der Stick viel zu langsam und das Steuerkreuz viel zu sensibel reagiert. Gerade bei den horizontalen Bewegungen wird das überdeutlich, was spätestens nach fünf Minuten nervt und stört. Drückt man den A-Knopf, kann man das Queue auch frei mit der Fernbedienung bewegen. Da die Sensibilität einfach viel zu hoch ist, funktioniert das allerdings so schlecht, dass man schnell wieder auf die klassische Methode umsteigt. Mit der 1-Taste kann man noch Effet einstellen. Eine halbtransparente Linie zeigt die voraussichtliche Laufbahn der weissen Kugel an.

Doch kommen wir zum Schlag und damit zum ernüchternden Aspekt von Pool Party. Mit der Wiimote hätte man wunderbar einen Queue simulieren und anhand der eigenen Kraft und Genauigkeit die Effektivität des Stosses berechnen können. So hätte der Wonderstick auch seine Daseinsberechtigung gehabt, damit die Fernbedienung ruhiger in der Hand liegt. Aber nichts da: Per Analogstick definiert man die Stärke des Schlages und mit einer raschen Bewegung des Controllers in Richtung Fernseher löst man den Schlag aus. Dabei ist es egal, wie stark, schwach oder genau man ist, das Queue wird mit der voreingestellten Richtung und Kraft in Bewegung gesetzt. Das ist nicht nur langweilig, sondern auch nervig, denn wenn man so ignorant mit den Möglichkeiten der Konsole umgeht, hätte man den Stoss auch einfach per Knopf auslösen lassen können. Somit ist auch der Gebrauch des Wondersticks einfach nur überflüssig.

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Patrik Nordsiek

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Patrik Nordsiek am 12 Sep 2008 @ 11:25
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