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Spider-Man 3: Review

  Wii 

Zum dritten Mal schwingt sich die fleischgewordene Comicfigur Spider-Man derzeit über die grosse Kinoleinwand. Der Mann mit den Spinnenseilen darf dabei allein für seinen dritten Film bereits den besten Filmstart aller Zeiten und den teuersten Film aller Zeiten in seinem Rekordbüchlein verewigen. Ob sich der blau-rote und neuerdings zwischenzeitlich auch mal schwarze Superheld auch für das beste Spiel zu einem Kinofilm verantwortlich zeigen darf, haben wir herausgefunden. Wir haben uns mit Spidey auf der Wii durch New York geschwungen und haben Muskelkater... schon wieder.

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Nun, ganz so schlimm ist es diesmal mit der körperlichen Betätigung nicht. Denn obwohl die Wii-Version des Spiels die Möglichkeiten der speziellen Steuerung sehr stark ausnutzt, hält sich die körperliche Anstrengung wahrlich in Grenzen. Akrobatische Meisterleistungen, wie sie der Mann im hautengen Kostüm vollführt, werden zweifelsfrei nicht verlangt. Aber dazu später mehr.

Wer parallel zum zweiten Kinofilm Spider-Man 2 auf einer Konsole gespielt hat, wird sich schnell heimisch fühlen. Das grundlegende Spielprinzip des Vorgängers ist nämlich weitestgehend gleich geblieben. Wieder steht euch ganz Manhattan zur freien Verfügung, was im Klartext bedeutet, dass ihr rennen, springen und schwingen könnt, wohin ihr wollt. In die spielerischen Schranken verwiesen werdet ihr in eurer Bewegungsfreiheit nur durch die Dichte und Höhe der Häuser um euch herum. Denn was im Film nicht immer ganz logisch erscheint, wird im Spiel strikt befolgt: wo kein Haus der entsprechenden Höhe ist, kann kein Spinnenseil kleben und Spidey kann sich demzufolge auch nicht schwingenderweise fortbewegen. Natürlich kann sich der Superheld auch im Klettern an Hauswänden versuchen und, auch wenn das kaum genutzt wird, sich ganz profan zu Fuss durch die Strassen bewegen. Die sind im Übrigen immer gut besucht, egal ob Tag oder Nacht. Es fahren Autos, Krankenwagen und Taxen durch die Gegend und zahlreiche Fussgänger säumen die Gehwege. Und dennoch wirkt das Manhattan im Spiel reichlich trostlos. Es fehlt die akustisch nervtötende Rush Hour mit röhrenden Motoren und den Hupkonzerten genervter Fahrer, es fehlt das geschäftige Treiben, die ganze Stadt ist einfach viel zu heimlich, still und leise. Vermutlich haben die Entwickler zu spät gemerkt, dass man Spidey kein Radio mitgeben kann, dessen Musik dieses Atmosphäreloch überspielen könnte.


Spider-Man 3
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Tobias Kuehnlein


Spider-Man-3


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Tobias Kuehnlein am 11 Mai 2007 @ 09:00
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