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Splatoon: Review

  Nintendo Wii U 

Nintendos Mut zu neuen Spielideen und -konzepten kommt gefühlt eine halbe Ewigkeit zu spät. Schon zu Hochzeiten der Wii versprach der Traditionskonzern frischen Wind in verstaubten Software-Regalen. Mit Splatoon wird das Versprechen endlich auf der Wii U eingelöst. Trotz kleinerer Defizite gehört das Spiel zum Besten und Frischesten, was es aktuell gibt.

Teenager-Calamari mit Shotgun

Splatoon einzuordnen, ist schwierig, weil Nintendo einerseits bewährte Qualitäten hauseigener Jump 'n' Runs einfliessen lässt, andererseits aber auch dem an Spielen nicht gerade armen Ballerspiel-Genre neue Impulse verleiht. Grob geht es darum, als Tintenfisch-Teenager-Hybrid in einem von zwei Teams eine kunterbunte Arena mit der eigenen Farbe vollzuklecksen, nebenbei Gegner durch Farbknarrenbeschuss aus dem Spiel zu katapultieren und das eigene Viererteam durch das hektische und schnelle Chaos zu koordinieren, um Territorien zu erobern. Der Kniff: Bereiche, die in der Farbe eures Teams erstrahlen, ermöglichen es, die etwas langsame Teenager-Form via Knopfdruck abzustreifen und als Tintenfisch flott durch die Farbmassen zu gleiten. In der Gestalt können euch Feinde nur schwerlich erkennen, und eben diese lassen sich so gezielt in Hinterhalte locken, um das gegnerische Team zu überraschen.

Startprobleme

Die Matches in Splatoon dauern nur wenige Minuten – während in Battlefield epische Schlachten über mehrere Stunden der Regelfall sein können, seid ihr hier schnellstens in der nächsten Partie. Splatoon kämpfte wie auch die Konkurrenz anfangs mit den Servern. Statt dass diese aber aus allen Nähten barsten, herrschte zum Start gähnende Langeweile, da Spieler entweder nicht in der Anzahl gefunden wurden, um ein Spiel starten zu können, oder aber der Server Nintendo-Zocker ohne Angabe von Gründen aus der Match-Suche schmiss.

Splatoon Bild
Nach etwas mehr als einem Monat sind diese Probleme behoben, von wöchentlichen Serverwartungen abgesehen. Die Designentscheidung, Sprach-Chats nicht zuzulassen, ist aber zweifelhaft. Auch, weil ohne Koordination euer Team untergeht.

Breite Auswahl an Waffen

Nach jeder gewonnenen Partie gibt es eine bestimmte Anzahl an Punkten, die ihr euch zuvor durch die Einnahme gewisser Territorien oder Abschüsse angehäuft habt. Diese werden einerseits in eure Stufe investiert – je höher sie ist, desto mehr Auswahl habt ihr bei Waffen oder Deko-Accessoires, die euch wiederum neue Items und Fähigkeiten ermöglichen. Die Wahl des richtigen Kalibers ist in Splatoon von höchster Wichtigkeit, denn mit der Spritzpistole zu Beginn lässt sich kaum ein Blumentopf gewinnen. Neben Maschinenpistolen, Scharfschützengewehren und Gatling-Kanonen stehen als "Nahkampfwaffe"“ auch breite Farbrolle bereit, die über den Boden gedrückt werden und alles plattwalzen, was ihnen in die Quere kommt. Diese Waffe ist, auch nach einem Monat, noch übermächtig – praktisch helfen gegen diese Spieler nur Farbgranaten, deren Explosionsradius ausreicht, um etwas breiter aufgestellte Ansammlungen an Feinden sofort in den Bildschirmtod zu reissen.

Jede der Waffen kann aufgestuft werden – mehr Schaden, eine schnellere Schussfolge, ein grösserer Farbtank. Interessanter als die mit Farbe gefüllten Schiessprügel sind die Klamotten der Tintenfisch-Teenager. Diese dienen nicht nur der optischen Belustigung, sondern halten je nach Stil andere Perks bereit, die eure Siegchancen im Eifer des Gefechts erhöhen, wobei diese unabhängig der Waffenwahl wirken.

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Daniel Wendorf

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Daniel Wendorf am 30 Jun 2015 @ 13:11
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