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Star Wars - The Clone Wars: Review

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Der Zeichentrickfilm Clone Wars war eine herbe Enttäuschung für alle Star Wars-Fans. Neben der praktisch kaum vorhandenen Geschichte wurden Charaktere verhunzt und sogar die schlechte zweite Episode der Star Wars-Saga unterboten. Bei dem Spiel sieht das nicht anders aus.

Ich bin dein Vater!

Es geht doch nichts über eine gepflegte Runde Star Wars. Sei es am Rechner, an der Konsole oder am Fernseher, das berühmteste Neuzeitmärchen der Welt hat auch nach über 30 Jahren trotz der eher mittelmässigen zweiten Saga nichts von seiner Faszination verloren. Und schon seit dem 1977 erschienenen Krieg der Sterne gibt es allerlei Merchandise zu den Filmen. Darunter sind auch diverse Videospiele, mal gut, mal schlecht. Mit Star Wars: The Clone Wars: Lichtschwert-Duelle hat LucasArts ein Action-Spiel entwickelt, welches sich eher in der Mitte einreiht.

Dabei sind die Voraussetzungen gar nicht mal so schlecht: Lichtschwert-Duelle beschränkt sich, wie der Name bereits andeutet, lediglich auf das Aufeinandertreffen zweier Jedi. In klassischer Beat 'em Up-Tradition schlüpft ihr dabei abwechselnd in die Rolle von Obi-Wan Kenobi, Anakin Skywalker sowie seiner Schülerin Ahsoka Tano und verprügelt nacheinander Asajj Ventress, Count Dooku und General Grievous. Und damit ihr euch nicht auf den Gegner oder gar auf euren eigenen Charakter einstellen könnt, werden alle möglichen Kombinationen fröhlich durchgewechselt. Obi-Wan gegen Dooku, Anakin gegen Dooku, Ahsoka gegen Assaj, Anakin gegen Assaj und so weiter. Das sorgt aufgrund der wenigen Charaktere allerdings nicht wirklich für Abwechslung und ist schon nach wenigen Minuten demotivierend, weil repetitiv.

Vor allem aber nerven die ständigen Einzeiler, die von den Charakteren zum Besten gegeben werden. Diese sind zwar von den Synchronsprechern der Filme gesprochen, allerdings hilft das bei dem unterirdischen Niveau und vor allem bei der Wiederholrate von circa drei Sprüchen pro Minute auch nicht viel weiter. Ebenfalls negativ fällt auf, dass die Sprüche stellenweise keinen Bezug auf das bereits Gesagte haben. Da werden Themen aufgegriffen, die noch gar nicht gefallen sind. So wirkt das gesamte Spielgeschehen bizarr und unzusammenhängend.

Schnell, zum nächsten Kapitel!

Apropos unzusammenhängend: Lichtschwert-Duelle setzt mitten in der Geschichte des Clone Wars-Kinofilms ein und lässt euch zunächst den Sohn von Jabba dem Hutten retten. Wer nun denkt, dass der Film bereits eine inhaltliche Katastrophe war, wird hier eines Besseren belehrt. In einer wahnwitzigen Geschwindigkeit wechselt das Spiel die Umgebungen und huscht zu nächsten Kapiteln. Zwischen den Kämpfen erzählt ein überambitionierter Sprecher knapp die geschichtlichen Zusammenhänge und schon wird wieder gekämpft. Dabei sind die Aufeinandertreffen so wahnwitzig konstruiert, dass euch irgendwann egal ist, wie wer gegen wen wo antritt. Kämpft ihr in der einen Sekunde noch mit Anakin gegen Dooku auf Tatooine, seid ihr im nächsten Augenblick schon in die Rolle von Obi-Wan geschlüpft, um auf einem Raumschiff gegen eben jenen Dooku anzutreten. Zusammenhänge lassen sich daher nur schwer feststellen und Atmosphäre wird gar nicht erst aufgebaut. Lediglich der unfreiwillig lustige Sprecher heitert das Spielgeschehen mit seiner übertriebenen Aussprache auf. Beispiel: "Kann Oooobi-Waan Kenoobi gegen den bösen Count Doooku tatsächlich gewiiinnnen?"

Star Wars - The Clone Wars
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Patrik Nordsiek

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Patrik Nordsiek am 05 Dez 2008 @ 01:04
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