GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

StarFox - Assault: Review

  Nintendo GameCube 

StarFox ist wohl eine der unterschätztesten Marken die Nintendo zu bieten hat. Alles begann auf dem SNES und erreichte den ersten Höhepunkt auf dem N64 mit dem überaus gelungenen "Lylat Wars". In "StarFox Adventures" betrat Fox McCloud erstmals die Oberfläche eines Planeten und lieferte sich keine Weltraumschlachten, sondern beschränkte sich auf die Strapazen eines Action-Adventures. Dies war zugleich der letzte Rare-Titel für Nintendos Würfel und für den neuesten Teil wurden die Japaner von Namco angeheuert.



Hohe Erwartungen

Viele werden sich noch an "Lylat Wars" für den N64 erinnern, das sie stundenlang gezockt haben. Wie einige andere Starttitel für den 64-Biter (zum Beispiel Wave Race, Mario64) erreichten die Weltraumschlachten mit Fox, Falco, Slippy und Peppy, geradezu Kultstatus. Das an frühere Tage angelehnte Spielprinzip, bei dem nicht missionsweise gespeichert werden konnte, sondern der Spieler sich 45 Minuten Zeit nehmen musste, um den Endgegner zu sehen, fand grossen Anklang. Zudem gab es die Möglichkeit, sich vor jeder Mission für einen bestimmten Schwierigkeitsgrad zu entscheiden. Dabei waren die Missionen untereinander nicht gleich, sondern jeweils unterschiedlich und forderten den Spieler immer wieder heraus, auch andere Wege zu erforschen. Dazu kam eine unglaublich gute Steuerung, fordernde Gegner, Waffen und Upgrade-Systeme. Was hat man nun in die neue Generation gerettet?

Fliegen und fahren, doch gehen ist noch schöner?

Fox McCloud darf sich in StarFox: Assault nicht nur in das Cockpit seines Airwings setzen und einen panzerartigen Landmaster steuern, sondern er kann die Planetenoberfläche auch zu Fuss erkunden, womit sich das Spiel vom Arcade- zum Third-Person-Shooter wandelt. Nachdem sich unser Protagonist erst auf seine fliegerischen Fähigkeiten besinnt und versucht, an alte Tage anzuknüpfen, wird das Bild kurz darauf bei den ersten Bodeneinsätzen getrübt. Irgendwie lässt sich das dumpfe Gefühl nicht richtig beschreiben, nachdem man die zweite Mission begonnen hat. Es herrscht ein organisiertes Chaos von Metallrobotern die versuchen, euch das Leben schwer zu machen. Ihr steuert eine zappelige Figur durch grosse Areale mit ständigen Blick auf einen übersichtlichen Radarschirm. Mit eurem Plasmagewehr hoppelt ihr über grosse Plätze und zielt mit einem überdimensionalen Fadenkreuz auf die Gegnerhorden. Durch Halten des Schiess-Knopfes könnt ihr die Durchschlagskraft erhöhen und ein "Lock"-Modus wird aktiviert, der das Geschoss zielsuchend auf das gewählte Objekt leitet. Weiter gibt es eine Art Maschinengewehr, ein Scharfschützengewehr und einen Raketenwerfer, neben Granaten und Haftminen. Leider kommen diese Waffen viel zu selten zum Einsatz und wer es sich nicht zu kompliziert machen will, kommt auch mit der Standard-Waffe sehr gut zurecht.

Bestimmte Gegner können allerdings nicht mit Handfeuerwaffen zerstört werden und ihr müsst einen Landmaster besteigen. Dieses panzerartige Gefährt hat eine starke Durchschlagskraft und kann für kurze Zeit in der Luft schweben und Mauern überwinden. Die Steuerung des Landmasters ist aber schrecklich ausgefallen. Fahren, steuern und dabei gleichzeitig die Kanone ausrichten ist nicht möglich. Zwar könnt ihr mit dem Metallkasten sogar "strafen", doch fällt auch hier ein gleichzeitiges Zielen völlig weg. Wird das Gefährt verschrottet, findet ihr an einer bestimmten Stelle im Level sofort ein neues. Warum sollte man also sorgfältig mit dem Landmaster umgehen? Ihr lasst ihn in Wände fahren, hovert auf alle Kanten, zwängt ihn in enge Spalten und jagt ihn direkt in die Feindeshorden. Das alles sieht so unnatürlich aus, dass man sich fragen darf, ob sich die Entwickler Gedanken über Fahrphysik gemacht haben. Insgesamt gestaltet sich die ganze Steuerung des Landmasters so unrealistisch und unbequem, dass ihr ihn schon bald stehen lasst und wieder zu Fuss unterwegs seid.

Was schlussendlich noch übrig bleibt, ist das Fliegen des Airwings, was den Spieler endlich wieder an frühere Zeiten denken lässt. Wiederum kann der Spieler bremsen, boosten, Schlaufen fliegen, Loopings drehen, sich neigen, Bomben sammeln und natürlich das Lasergeschütz einsetzen. Die Flugmissionen sind dann auch das Beste und Interessanteste am Spiel. Allerdings sollte man das Spiel in einer höheren Schwierigkeitsstufe in Angriff nehmen, um eine echte Herausforderung zu haben.

StarFox - Assault
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?


Severin Auer

StarFox---Assault


StarFox---Assault


StarFox---Assault


StarFox---Assault


Severin Auer am 08 Jun 2005 @ 15:38
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen