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The Conduit: Review

  Wii 

Die Wii ist eine Konsole, die neue Zielgruppen erschliesst und eine neue Spezies der Spieler fördert. Doch was ist mit den alteingesessenen Zockern? Wer kümmert sich um die? Mit The Conduit kommt nun endlich etwas für den klassischen Gamer.

Die Sache mit der Grafik

Wenn man alteingesessene Nintendo-Fans fragt, was sie vermissen, dann werden sie grösstenteils die gleiche Antwort geben: Spiele für die Hardcoregamer! Auch wenn es mehr klassische Spiele für die Wii gibt, als man annimmt, so fällt vor allem die Lücke bei den Shootern auf. Ob das an der Zielgruppe der Konsole oder an den technischen Limitationen des Fuchtelspielzeugs liegt, ist nicht wirklich klar. Fakt ist, dass die Grafik auf der Wii selten an die grafische Brillanz der aktuellen Konsolen- und PC-Generation heranreichen kann. Und gerade bei Shootern ist die Grafik ein Kernpunkt der Faszination, glaubt man den Absatzzahlen.

Mit The Conduit kommt nach Metroid Prime und Medal of Honor nun endlich wieder ein Vertreter der bösen Gewaltspiele auf die Wii. Und schon zu Beginn der Entwicklung wurde der Fokus auf die Grafik gelegt. High Voltage Games will sich mit der visuellen Präsentation an der PS3 und der Xbox 360 orientieren, hiess es seitens des Herstellers. Und tatsächlich schaffen es die Entwickler, eine beeindruckende grafische Kulisse zu basteln. Zwar sieht The Conduit längst nicht so gut aus wie die starken Vertreter der anderen Konsolen, doch auf Nintendos Konsole hat man bisher keine vergleichbar guten und schönen Effekte gesehen. Die Modelle sind detailliert, Texturen und Lichteffekte wirken stimmig sowie qualitativ hochwertig. The Conduit schafft es tatsächlich, die technische Messlatte ein Stückchen höher zu legen.

Dennoch sieht die Grafik im von SEGA vertriebenen Shooter nicht uneingeschränkt gut aus. So sind es neben einigen verwaschenen Texturen vor allem die Designs, die den eingangs guten Eindruck verwässern. Gerade die ausserirdischen Gegner und die Umgebung sind dermassen langweilig designt, dass man den Eindruck bekommt, dass hier nicht viel Zeit investiert wurde. Alles hat man schon mal gesehen, nichts Überraschendes und kaum Schönes erblickt das Auge. Mit einem derart guten technischen Grundgerüst im Rücken hätte High Voltage Games ein durchweg gutaussehendes Spiel erstellen können. So bleibt The Conduit lediglich ein effektvolles Spiel und zeigt das Zusammenwirken von Design und Technik.

Standardkost...wie schön!

Genau wie bei den Designs scheint der Leitspruch von High Voltage Games gewesen zu sein, keine Experimente einzugehen. So wirken nicht nur Aliens, Marines und andere Gegner witzlos, sondern auch das Leveldesign. Die Aufgaben, die das Spiel an den Spieler richtet, sind nicht wirklich fordernd, geschweige denn überraschend oder innovativ. Stattdessen erwartet einen der pure Shooter. Linear, schnell und vor allem repetitiv. Doch so altmodisch wie das klingt, so neu ist es doch für die Wii. Ähnlich hirnlos, aber spassig wie Serious Sam seinerzeit auf dem PC präsentiert sich The Conduit auf Nintendos Casual-Konsole. Bei dem restlichen Programm ist aber genau das einzigartig und, so ironisch das auch klingen mag, fast schon innovativ.

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Patrik Nordsiek

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Patrik Nordsiek am 05 Aug 2009 @ 00:23
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