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Trauma Center - Second Opinion: Review

  Wii 

Etwas über ein Jahr ist es her, dass angehende Hobbychirurgen auf dem DS das Skalpell schwingen durften und in der OP-Simulation Trauma Center fleissig an Patienten herumgeschnitten haben. Das innovative Konzept kam damals trotz einer recht überzogenen Story und dem gewöhnungsbedürftigen Japano-Anime-Stil auch hierzulande sehr gut an und so ist es eigentlich keine Überraschung, dass mit Second Opinion nun ein Nachfolger in den Startlöchern steht, diesmal allerdings für die Wii. Ob das Hantieren mit dem Skalpell auch mit Hilfe der Wiimote gut oder gar noch besser von der Hand geht als mit dem Stylus, haben wir in einer ausführlichen Famulatur im Hope Krankenhaus in Erfahrung gebracht.

Mensch, ganz schön spät geworden!

Was eine Famulatur ist? Seid ihr denn keine Ärzte? Famulatur nennt der Mediziner ein viermonatiges Praktikum im Krankenhaus oder einer Arztpraxis. So, nun aber genug mit dem unnützen Wissen. Trauma Center spielt im Jahr 2018, also in der nicht mehr ganz so fernen Zukunft. Ihr schlüpft in die Rolle des jungen Chirurgen Derek Styles, der am hoch angesehenen Hope-Krankenhaus in Angeles Bay seine ersten Schritte als ausgebildeter Arzt macht. Das... Augenblick bitte. Styles? 2018? Hope-Krankenhaus? Ha, erwischt. Tatsächlich handelt es sich bei Trauma Center: Second Opinion nämlich nicht um einen Nachfolger zum erfolgreichen DS-Titel, sondern vielmehr um ein Remake des Handheld-Spiels.

Das wird spätestens dann klar, wenn ihr merkt, dass sich die ersten Eingriffe und die grundlegende Story nicht von der Handheld-Fassung unterscheiden. Eine etwas erweiterte Geschichte, eine Hand voll neuer Operationen und eine fernsehtauglich aufgebohrte Grafik sind also die grössten Unterschiede zum Handheld-Original. Wobei, nicht ganz. Die Steuerung des Titels verteilt sich nun auf die Wiimote und das angeschlossene Nunchuk und geht damit noch einmal deutlich besser von der Hand als bei der schon ordentlichen DS-Fassung.

Die Story des Spiels wird euch in gezeichneten Standbildern zwischen den operativen Eingriffen erklärt. Eine Sprachausgabe oder ausschweifende Animationen gibt es, wie schon auf dem DS, leider nicht. Alle Gespräche werden als Texteinblendungen dargestellt. Zugegeben, da wäre für die Wii sicherlich mehr drin gewesen. Die Geschichte um Dr. Styles und seine Kollegen ähnelt der DS-Story frappierend, ihr erfahrt also nach und nach etwas aus der Vergangenheit des Klinikdirektors und müsst es im späteren Spielverlauf mit einer übernatürlichen Infektion aufnehmen, die ebenso übernatürliche Fähigkeiten von Dr. Styles voraussetzt.

Ihr seht, die Geschichte driftet im Spielverlauf auf ein gewisses Akte X-Niveau ab. Doch auch zu Beginn des Spiels, wenn alles noch weitgehend natürlich abläuft, ist die Story gespickt mit Klischees, überzeichneten Anime-Emotionen und einer viel zu grossen Portion Pathos, wie sie sämtliche versammelten Arzt-Serien dieser Welt nicht übertreffen könnten. Hier würde sich der eine oder andere Spieler sicherlich über eine etwas amerikanisierte und realistischere Story mehr freuen. Und dennoch ist die Erzählform sehr dicht und lässt bis zum Schluss den Spannungsbogen steigen.

Setz' den Lichtpunkt an!


Um uns nicht zu sehr in den Story-Wirren des Hope Hospitals zu verheddern, stehen im stur linearen Spielablauf mit schöner Regelmässigkeit diverse chirurgische Eingriffe auf dem Programm. Beginnt das Spiel mit der Behandlung eines scherbenreichen Fenstersturzes noch recht entspannt, gilt es schon bald, kleine Tumore aus der Magenwand oder der Bauchspeicheldrüse zu entfernen. Die ersten beiden Eingriffe dienen dabei als Tutorial, in dem euch die scheidende Oberschwester Schritt für Schritt durch die Eingriffe leitet.

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Tobias Kuehnlein

Trauma-Center---Second-Opinion


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Tobias Kuehnlein am 21 Aug 2007 @ 21:00
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