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Wii Music: Review

  Wii 

Seit Jahren kämpfen Videospiele darum, als Kulturgut und nicht immer nur als verdummendes Spielzeug wahrgenommen zu werden. Dieses Ziel wurde in Deutschland mit dem Beschluss des Kulturrats, Videospiele als kulturelles Gut zu fördern, zumindest offiziell, endlich erreicht und so fragt man sich heute: Wo sind denn dann die kulturellen Spiele? Hier haben wir eins: Wii Music.

Die nüchternen Fakten

Was muss ein Musikspiel bieten, um Spass zu machen? Guitar Hero hat es vorgemacht: Das Nachspielen der Noten von besonders schweren, aber auch beliebten Rocksongs konnte in Verbindung mit dem genialen Gitarrencontroller Massen überzeugen. Das Wohnzimmer rockte ordentlich mit und ein Partyspiel ward geboren, welches nicht mehr fehlen darf. Rock Band revolutionierte zwar nicht, entwickelte das Konzept dafür aber signifikant weiter.

Und jetzt kommt Wii Music: Die Instrumente werden per Gestensteuerung bedient, eine feste Notenvorgabe gibt es nicht. Auch Feedback, ein Highscore oder ein Ziel sind nicht vorhanden. So fragt man sich zu Beginn, was überhaupt zu machen ist. Schnell kommt man an den Punkt, wo der klassische Ansatz eines Spiels überhaupt nicht mehr greift, denn wenn man die nüchternen Fakten einfach mal aufzählt, bleibt nicht viel übrig.

Direkt zu Beginn sei dabei die eher unterdurchschnittliche Tonqualität der Instrumente zu nennen. Durch eine schwache MIDI-Bank klingen gerade die Saiteninstrumente blechern und wenig erfrischend. Schlag-, Tasten- und Blasinstrumente können allerdings gerade noch überzeugen. Auch die Songauswahl klingt auf den ersten Blick nicht gerade berauschend. Nur wenige und gar keine aktuellen Popsongs. Kein Kracher, nur volkstümliche Lieder, die schleppend daherkommen. Wer hier schon das Weite sucht, kann getrost die Finger von Wii Music lassen.

Sei kreativ!

Der wahre Reizfaktor des Spiels liegt allerdings nicht in der Songauswahl, nicht in den Spielmodi und auch nicht in der schlechten Tonqualität; wobei Letztere wirklich sehr schade ist. Wii Music ist mehr als nur ein Spiel und will auch wesentlich mehr vom Spieler: seine Kreativität. Der grosse Unterschied zu den Grössen des Genres liegt darin, dass man nicht nachspielt, sondern selber spielt. Trifft man bei Guitar Hero die falsche Taste kommt ein "Knööt" aus den Boxen. Verspielt sich der Rock Band-Drummer, gibt es nur Wirrwarr.

Wii Music
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Patrik Nordsiek

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Sieht bescheuert aus und macht Spaß: Die Alm!

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Patrik Nordsiek am 09 Dez 2008 @ 15:43
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