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Nano Assault Neo: Review

  Nintendo Wii U 

Nanoplastisch

Fast schon unverschämt ist die Optik von Nano Assault Neo ausgefallen. Unverschämt gut, um das klarzustellen. Es ist uns unerklärlich, wie es die Shin'en-Jungs geschafft haben, einen gerade mal 81 Megabyte (!) grossen Download-Titel so gut aussehen zu lassen. Sicherlich, die Entwickler haben es schon zu WiiWare-Zeiten irgendwie fertiggebracht, praktisch vollwertige Spiele in ein noch kleineres und nur 40 Megabyte grosses Gewand zu quetschen - aber die Plastizität und den Detailreichtum der zellularen Umgebungen müsst ihr schon mit euren eigenen Augen gesehen haben. Der schiere Wahnsinn. Gepaart mit dem treibenden Soundtrack wird euch ausserdem kaum auffallen, dass die Umgebungen alle einen ähnlichen Grundaufbau aufweisen - was nicht heisst, dass die Oberflächen alle gleich aussehen. Ganz im Gegenteil: Mal müsst ihr euch durch ein enges Geflecht aus Knospen kämpfen, mal vor plötzlich auftauchenden organischen Gefechtstürmen in Acht nehmen - und anderswo bekommt ihr eine verkraterte Oberfläche zu Gesicht.

Damit auch der Mehrspielerspass nicht zu kurz kommt, haben die Entwickler einen Zwei-Spieler-Modus integriert. Spieler 1 zockt dabei auf seinem Gamepad, während Spieler 2 das Geschehen auf der gesamten TV-Fläche für sich in Anspruch nehmen darf - unterstützt werden wiederum allerei Controller-Peripherien, wobei wir zum Wii U Pro-Controller oder dem Classic Controller (Pro) der Wii raten. Gedaddelt werden darf aber optional auch mit Wiimote und Nunchuck.

Nano Assault Neo Bild

Nano-Umfang?

Sicherlich, mit insgesamt 16 recht überschaubaren Levels plus Bonustunneln und einem Zwei-Spieler-Modus hält sich der reine spielerische Umfang in Grenzen. Highscore-Jäger werden sich aber dennoch am Vorhandensein eines zusätzlichen Arcade-Modus, in dem ihr gezielt jeden einzelnen und zuvor freigespielten Level noch perfektionieren und somit auch in den internationalen Ranglisten aufsteigen könnt, erfreuen. Und wer den finalen Boss geschafft hat, bekommt noch einen zusätzlichen Survivor-Modus spendiert, in dem ihr, dreimal dürft ihr raten, genau ein einziges Leben zur Verfügung habt, um das gesamte Spiel durchzuspielen. Gut getan hätte dem Titel womöglich ein Endlosmodus, der den Spieler bei zunehmendem Fortschritt mit einem immer härter werdenden Schwierigkeitsgrad, den man auch im Zwei-Spieler-Modus noch etwas hätte hochschrauben dürfen, peinigt. Und auch ein onlinetauglicher Mehrspielerpart wäre hier kaum fehl am Platz gewesen.

Im Endeffekt ist es denn auch die Jagd nach dem Highscore, die den grossen Reiz von Nano Assault Neo ausmacht und den geneigten Shooter-Fan immer wieder ins Reich der Nanoviren zurückholt. Grundsätzlich darf man sich aber bezüglich des Umfangs kaum beklagen, kostet der Titel doch vergleichsweise günstige 9,99 Euro und bietet dazu das womöglich schönste grafische Gewand aller derzeit erhältlichen Wii U-Spiele. Hut ab vor eurem technischen Können, Shin'en. Wenn wir uns allerdings etwas wünschen dürften: Vielleicht überrascht ihr uns in Zukunft mit ein paar frischen Levels und optional auch ein paar zusätzlichen Raumschiffen sowie Extrawaffen?

Nun tun sich Shooter-Fans aber den Gefallen und nehmen Nano Assault Neo im eShop etwas genauer unter die Lupe!

Nano Assault Neo
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Andy Wyss am 05 Dez 2012 @ 13:00
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