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Tony Hawk's Downhill Jam: Review

  Wii 

Herausforderungen, Tricks und Eliminierungen

Neben den Standardrennen gibt es noch Slalomfahrten, Trickrennen, Eliminierungen, Herausforderungen und Spezialläufe. Erstere sind einfach erklärt: Ihr fahrt gegen die ablaufenden Zeit und müsst über die Strecke verteilte blaue Ringe einsammeln, um euch ein Zeitpolster zu verschaffen. Fahrt ihr nicht genau durch alle Ringe, kann es sehr schnell vorkommen, dass ihr das Rennen vergeigt. Im Test empfanden wir diese Rennen als eher frustrierend, da die relative Freiheit bei der Abfahrt durch die teils rigorose Checkpoint-Platzierung doch arg eingeschränkt wird. Fast das gleiche gilt für die Trickrennen, bei denen ihr einfach den Berg hinunterfahrt und Tricks ausführt. Gerade in späteren Levels ist es enorm schwierig, die astronomischen Punktevorgaben zu erreichen, wenn man nicht alle Zeitlupenringe und Modifikatoren erwischt. Die Zeitlupenringe bringen euch beim Durchfahren oder -springen eine Art Bullet Time, während der ihr massig Tricks aneinander reihen könnt, auch weil sie meist praktisch an Abgründen platziert sind.

Im Modus Eliminierungen werden nach dem K.O.-Prinzip nach und nach die jeweils letzten Fahrer ausgeschaltet. Bei den Herausforderungen hingegen schaltet ihr durch das Schlagen eines bestimmten Skaters dessen Modell frei. Spezialläufe sind wiederum komplett neu - hier müsst ihr innerhalb eines Zeitlimits so viele Passanten wie möglich umschubsen oder so viel Streckenrandbebauung wie möglich zerstören.

Burnout ohne Motor

Gerade hier scheint der Burnout-Charakter von Downhill Jam durch, der sich auch darin fortsetzt, dass man für die jeweiligen Rennen Punkte erhält, die dann weitere Ränge und Städte sowie Konzeptgrafiken und neue Bretter mit besseren Eigenschaften freischalten. Die Strecken hingegen sind auf zehn begrenzt, darunter sind neben den eingangs erwähnten Perlen wie San Francisco auch Hong Kong, Edinburgh und die Alpen. Hong Kong zeichnet sich durch atmosphärisch dunkle Strecken aus, Edinburgh bietet eine Burg und die angrenzende Altstadt. Zunächst befahrt ihr immer nur einen kleinen Abschnitt, aber nach und nach schaltet ihr immer mehr von der jeweiligen Strecke frei, bis ihr komplett von A bis Z durchrauschen könnt, was wirklich Laune macht - man sollte sich anfangs von der scheinbaren Kürze der Rennen nicht abschrecken lassen. Auch ist für Abwechslung gesorgt - in Edinburgh rauscht ihr zum Beispiel durch die Altstadt, dann durch Burghöfe und schliesslich durch die Katakomben; in Hong Kong zunächst durch den Wald, dann durch die Stadt und über Dschunken durch den Hafen.

Manuals wurden übrigens entfernt, aber sind auch nicht nötig, denn mit etwas Übung ist es ein Leichtes, nahezu immer auf irgendeinem Geländer oder einer Kante zu grinden, des Öfteren geht es auch über Schienen und Stromleitungen dem Streckenende entgegen. Und wenn man auf den Geraden ein paar Sprünge zwischen den Grinds hinlegt, stabilisiert sich auch der Skater wieder, wodurch man dann ohne Probleme die Balance länger halten kann, was vor allem bei Kurven zum Vorteil wird.

Hübsch, aber veraltet

Grafisch kann das Spiel überzeugen, auch wenn es kein Oberkracher ist. Die Fussgänger und Skater sind detailliert dargestellt und der jeweiligen Umgebung angepasst - auf Macchu Picchu trefft ihr so zum Beispiel auf Rucksacktouristen, die im Gänsemarsch den Berg hinaufklettern; in Hong Kong auf Geschäftsleute und in Rio de Janeiro schubst ihr auf Balkons grillende Familien von selbigen. Vor allem am Anfang der Strecke habt ihr oft einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt, welche euch regelrecht zu Füssen zu liegen scheint. Man hat praktisch nie das Gefühl, auf einer eingeengten Strecke zu rasen, sondern lediglich den einzig logischen Weg bergab zu nehmen. Zu bemängeln bleibt nur, dass die Autos etwas blass und detaillos texturiert und modelliert sind, und dass es bei der Steuerung oft vorkommt, dass man nach einem Sprung den Berg hinaufskatete, was aber durch Druck auf die Minustaste behoben werden kann.

Tony Hawk's Downhill Jam
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Wille Zante am 19 Dez 2006 @ 01:35
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