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FIFA 08: Review

  Wii 

Spielmechanik

In Punkto Realismus kann sich das Spielgeschehen durchaus sehen lassen. Nicht immer ist es einfach, sich an den Strafraum heranzukombinieren, doch wer den Sechzehner geknackt hat, trifft auch das Tor mit grosser Wahrscheinlichkeit. Erfreulich ist, dass man mit bestimmten Spielern auch durchaus einmal hinter dem Sechzehner einen Torschuss wagen kann. Auch das Flügelspiel wurde gut umgesetzt. Die Mitspieler laufen an der Seitenlinie nach vorne und können angespielt werden, wodurch man Flanken vor das Tor schlagen kann. Die Flanken müssen schon ziemlich genau platziert werden, denn ansonsten pflückt der Torhüter den Ball aus der Luft. Apropos Torhüter: Negativ fällt hier auf, dass es etwas zu oft vorkommt, dass dem Torhüter der Ball zwischen den Beinen hindurch und anschliessend unglücklich ins Tor rollt.

Auch in der Verteidigung hat man realistisches Zweikampfverhalten geschaffen. Die Spieler zerren und ziehen am Trikot. Wer von der Seite auf den Ballführenden zusprintet, rennt diesen auch mal um und bekommt dafür die gelbe Karte. Tacklings von hinten werden hingegen gnadenlos mit Rot bestraft. Hat der Gegner die letzte Verteidigungslinie durchbrochen, kann man den Torwart heraussprinten lassen, um das Schlimmste zu verhindern.

Natürlich gibt es auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten. Vom Konter und Pressing bis hin zur Überzahl im Strafraum sind die wichtigsten Grund-Taktiken wieder mit dabei. Auf dem Platz kann man zusätzlich die Trainer-Anweisungen Offensive, Verteidigung oder Neutral umsetzen. Neben vielen vorgegebenen Mannschaftsaufstellungen ist es möglich, eine ganz eigene zu entwickeln, dabei kann man auch die Laufwege der Teammitglieder festlegen.

Das Spielgeschehen wird von zwei Moderatoren kommentiert. Erstaunlich viele Fussballer kennen die beiden beim Namen, auch wenn es mit der Aussprache manchmal etwas hapert und es etwas unrealistisch ist, wenn zwei Deutsche die koreanische Liga kommentieren. Auch wenn hier versucht wurde, ein Fernseh-Feeling zu erreichen, indem bestimmte Duelle wie zum Beispiel Real Madrid gegen den FC Barcelona besonders anmoderiert werden, so verblasst der positive Eindruck spätestens während des Spiels. Denn irgendwie hinken die Moderatoren mit ihren Kommentaren, gerade wenn es schnell geht, etwas hintendrein. Dazu kommen Sprüche, die speziell auf bestimmte Spieler zugeschnitten, manchmal fehl am Platz wirken. So wird Ronaldinho für seine Dribblings gelobt, obwohl dieser gerade definitiv nichts Aussergewöhnliches in der Richtung gemacht hat.

Spielmodi

FIFA 08 für die Wii-Konsole bietet das, was man von EA eigentlich erwartet. Leider hat das Spiel aber doch zwei grobe Schönheitsfehler. Der auf den anderen Konsolen vorhandene neue "Be a Pro"-Modus fehlt einerseits komplett und andererseits fehlt doch tatsächlich der Manager-Modus, der sogar der NDS-Version beiliegt. Gerade für den Einzelspieler war dieser Modus immer eine gelungene Abwechslung. Trotzdem kann man eine Saison in den unterschiedlichen Ligen in Angriff nehmen, nur halt eben ohne ausführliche Bewertung. Die Spiele kann man simulieren oder sie selbst bestreiten. Auch die verschiedenen Pokal-Turniere kann man spielen oder selbst nach Wunsch erstellen.

In der Wii-Version gibt es zusätzlich drei Minispiele. Beim Jonglieren folgt man einem Rhythmus und versucht die auf dem Bildschirm angezeigten Knöpfe und Bewegungen zu wiederholen. Das Minispiel Anstoss fordert den Spieler dazu auf, durch Schwenken der Wiimote den Torwart zu überwinden. Schlussendlich bleibt noch die Kickersimulation, in der die Wiimote als drehbare Stange agiert. Die Stangen drehen sich gleichzeitig, während man sie mit dem Steuerkreuz verschiebt. Alle Minispiele liefern etwas seichte Unterhaltung und sind nicht mehr als ein kurzer Zeitvertreib. Erfreulich ist, dass man die eigenen Miis in diesen Spielen einsetzen kann.

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Severin Auer am 17 Okt 2007 @ 02:13
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