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The Legend of Zelda - Skyward Sword: Review

  Wii 

Auch optisch hat sich im Vergleich zu den Vorgängern einiges getan. Skyward Sword darf getrost als Mixtur zwischen Wind Waker (Cel Shading) und Twilight Princess (realistische Optik) bezeichnet werden. Die Mischung passt hervorragend und lässt das Spiel zum Teil wie ein lebendiges Aquarell wirken. Insgesamt wirkt die Grafik also sehr stimmig, deckt bei genauerem Hinsehen aber auch die Grenzen der Wii auf. Von nahem wirken viele Texturen verwaschen, weit entfernte Objekte gar leicht pixelig. Mankos, die wir dem optisch ansonsten hochwertigen und farbenfrohen Spiel aber gerne verzeihen. Besonders aber ein Gebiet, die Ranelle-Wüste, die dritte bereisbare Erdregion, fällt hier besonders stark ab. Es herrscht optische Tristesse, und grau-braune Farbtöne bestimmen praktisch den gesamten Levelkomplex.

Das ist schade, besonders auch im Hinblick auf die Tatsache, dass alle Erdregionen öfters besucht werden müssen - womit auch ein allseits bekanntes Phänomen namens Backtracking bei Skyward Sword ein Thema ist. Zwar gibt es mehr als nur drei Tempelanlagen, diese befinden sich allerdings allesamt in den drei bereisbaren Erdregionen. Flüssig läuft das Geschehen aber zu jeder Zeit, nennenswerte Ruckler liessen sich in unserem Testausflug nicht feststellen.

Auf Dunkelfürst Ghirahim werdet ihr öfters treffen
The Legend of Zelda - Skyward Sword Bild

Links ständige Begleiter: Ausdauer und Phai

Eine der tiefgreifendsten Neuerungen in Skyward Sword präsentiert sich als Ausdaueranzeige, über die Link neuerdings verfügt. Sie kommt zum Vorschein, sobald unser Held rennt, an Pflanzen hochkrabbelt, taucht oder Spezialfähigkeiten wie die Drehattacke einsetzt. Das wiederum verleiht dem Spiel eine taktische Note, denn ist eure Ausdauer aufgebraucht, seid ihr in Kämpfen schutzlos, bewegt euch markant langsamer, fallt herunter oder werdet vom Treibsand verschluckt. Wer also über Treibsand rennt, sollte zusehen, so schnell wie möglich wieder festen Boden unter den Füssen zu haben. Und wer bei Kämpfen zu viel Ausdauer verbrät, sollte eine Weile um den Gegner herumtänzeln, damit sich die Leiste wieder auflädt.

Link ist übrigens auch in Skyward Sword niemals alleine unterwegs. Wurde er in Ocarina of Time noch durch eine Fee und in Twilight Princess durch das Schattengeschöpf Midna begleitet, steht ihm jetzt ein Wesen namens Phai zur Seite, welches den Knauf seines Schwertes behaust und jederzeit per Knopfdruck gerufen werden kann. Phai verrät zwar jeweils hilfreiche Hinweise, wirkt insgesamt aber so starr und seelenlos wie ein Eispflock. Kein Vergleich zu Midna aus Twilight Princess, die mit ihrer positiv nervigen und frechen Art dem Spiel eine besondere Note verliehen hat. Phais gefühllose Art dagegen lässt uns kalt. Mit sinnfreien Sätzen wie "Die Wahrscheinlichkeit, dass sich Zelda dort aufhält, beträgt 85 %", gewinnt der Charakter wahrlich keinen Blumentopf. Natürlich befindet sich Zelda dort. Sie befindet sich immer "dort". Ausserdem wollen sterile und kalte Prozentzahlen nicht so recht ins Zelda-Universum passen. An die Herren Aonuma und Miyamoto: Das lasst ihr für den nächsten Ableger lieber bleiben.

The Legend of Zelda - Skyward Sword
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Andy Wyss am 20 Nov 2011 @ 15:46
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