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Wii Fit: im Praxistest Reportage

  Wii 

Videospiele sind nicht gleich Videospiele. Dies hat Nintendo mit der Einführung seines DS und vor allem mit der Wii eindrucksvoll bewiesen. Besonderen Erfolg hatte das japanische Unternehmen in den letzten Jahren mit Spielen für jedermann. Dr. Kawashima trainierte das Hirn und Endless Ocean entführte in die Tiefen des Meeres. Mit

Wii Fit

hat Nintendo nun eines der grössten Probleme der hiesigen Gesellschaft ins Visier genommen: Die Fitness. Wii Fit soll helfen, die Muskeln auf- und überschüssiges Fett abzubauen. Ob es in unserer Redaktion wirkte?

Ja, ich gebe es ja zu. Der Winter war wieder einmal ausgelassen in jeder Beziehung. Sichtbar wurde dies im Frühsommer leider auch auf der Waage. Ein paar Kilos mehr auf den Rippen als noch letzten November - und schon ist man wieder bedrohlich nahe am Übergewicht. So kann es nicht weitergehen!

Da war ich sehr erfreut über das Angebot vom Schweizer Nintendo-Vertreter, ob ich denn nicht einmal über eine längere Zeit Wii Fit ausprobieren möchte. Na klar, da musste ich zuschlagen. Schon der erste Test aus der Feder meines Redaktionskollegen Trento hatte mich neugierig gemacht (Zum Special). Zudem hat mir meine Waage zu verstehen gegeben, endlich damit anzufangen und etwas für mein Äusseres zu tun. Ein paar Tage später hielt ich die Verpackung in den Händen. Grösser als sonst, da dem Spiel noch das so genannte Balance Board beigepackt ist. Dieses rechtfertigt übrigens auch den um 60% höheren Kaufpreis als bei anderen Wii-Titeln.

Wii Fit Bild
Das für grosse Füsse etwas kleine Balance Board


Spiel rein und schon müssen erste Übungen vollbracht werden. Ermittelt werden nach einem Balanceakt mein Gewicht und der Body-Mass-Index sowie das virtuelle Alter in Echtzeit. Die erste Ernüchterung stand mir ins Gesicht geschrieben, war mein ermitteltes körperliches Alter doch knapp eineinhalb Jahrzehnte älter, als ich es in Wirklichkeit bin. "Doofes Gerät", dachte ich, "dem zeig ich es jetzt!".

Erste Einstellungen werden getätigt. Wie viele Kilos möchte ich innert zwei Wochen oder mehr verlieren? Nun gut, vier Kilos in knapp vier Wochen sollten machbar sein. Meine Eingabe hatte zur Folge, dass ein auf mich zugeschnittenes Training errechnet wurde. Insgesamt vierzig verschiedene Übungen sind vorhanden, welche jeweils einem der vier Bereiche Yoga, Muskelübungen, Aerobic oder Balancespiele angehören. Nicht alle Übungen sind von Beginn weg frei zugänglich, die Entwickler haben sich als kleinen Motivationsschub das so genannte "Schweinchen Fit" ausgedacht. Im Training verdiente Münzen werden darin einbezahlt und mit den Münzen können neue Übungen gekauft werden. Clever!

Wii Fit Bild
Die Kopfballabwehr stärkt die Beinmuskulatur...


Die ersten Stunden waren äusserst interessant. Es gibt Übungen, bei welchen ein wahlweise männlicher oder weiblicher virtueller Trainer alles zum Nachahmen vormacht, so darf balanciert werden, was das Zeug hält oder man verhält sich ruhig, aber stocksteif auf dem Board. Andere Übungen verlangen vom Spieler, die Wiimote in eine Hosentasche zu stecken und sich zu bewegen, eine Simulation des Joggings. Wieder andere simulieren Skisportarten auf eine witzige Art und Weise. Beim Skispringen oder Skifahren muss man seinen Mii durch die geschickte Verlagerung des eigenen Gewichts ins Ziel steuern, ohne dabei die Markierungen zu verpassen. Ebenfalls spassig und auch anstrengend ist das Muskeltraining. Es wird dem Spieler einiges geboten.

Wii Fit Bild

Technisch ist Wii Fit übrigens knapp genügend, sind doch Grafik wie auch Sound auf ein Minimum beschränkt. Passend zu den Übungen sind sie aber allemal, so dass kein echter Kritikpunkt gefunden werden konnte.

Wii Fit
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Daniel Amstutz

 
Daniel Amstutz am 29 Mai 2008 @ 13:38
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