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No More Heroes: Event-Reportage Special

  Wii 

Die Angriffe mit dem Beam-Katana lassen sich durch blosses Drücken des A-Knopfes sehr einfach ausführen - hier kommt schon mal richtiges Arcade-Feeling auf. Hat man ein paar Mal richtig heftig zugeschlagen, kommen die Bewegungssensoren der Controller-Einheiten zum Einsatz. Je nach dem, in welcher Körperhaltung sich unser Held gerade befindet, werden vom Spiel Bewegungsabläufe vorgegeben. Diese werden dann meistens mit der Wiimote nachgeahmt - bei einigen todbringenden Abschlussmanövern wird auch mal zusätzlich das Nunchuk benötigt.

Nettes Detail am Rande: Zwischendurch wurde die Action durch einen Telefonanruf einer Kundin des Auftragskillers unterbrochen. Das Gespräch konnte man dann stilecht über den eingebauten Lautsprecher in der Wiimote mitverfolgen.

Killer7 vs. No More Heroes

Die beiden Spiele stammen aus dem selben Entwicklerhause, können den selben geistigen Vater vorweisen und heben sich beide wohltuend durch ihren eigenwilligen Grafikstil von der Masse ab. Und doch gibt es da einen gewaltigen Unterschied: Killer7 war vom Aufbau her eher mit einem Schienen-Shooter vergleichbar. Die Umgebungen waren nicht frei begehbar - es konnte lediglich die Laufrichtung vorgegeben werden. No More Heroes geht da andere Wege und wandelt auf den Spuren von Grand Theft Auto, ohne allerdings dessen Tragweite zu erreichen. Doch das will das Spiel auch gar nicht.

V.l.n.r.: Masafumi Takada, Ettore Trento, Suda 51, Andy Wyss
No More Heroes Bild
In der fiktiven kalifornischen Stadt Santa Destroy kann sich der Spieler frei zu Fuss oder auf Wunsch auch mit dem futuristisch angehauchten Motorrad namens Schpel Tiger bewegen. Auf einer Karte werden dann ähnlich der GTA-Serie wichtige Objekte markiert. Im Motel holt man sich neue Aufträge ab, welche die Geschichte vorantreiben oder vergnügt sich mit vielen kleineren Nebenmissionen, die aber nicht immer völlig ernst zu nehmen sind. Als Beispiel kann hier das Kokosnuss-Minispiel genannt werden. Hier helft ihr einem Verkäufer dabei, an die Nüsse zu kommen, indem ihr wie wild auf Palmen einprügelt. Und das kann lustige Konsequenzen nach sich ziehen.

Schon nach einer kurzen Anspielzeit im ansprechenden Hard Rock-Ambiente wurde klar: No More Heroes wird nicht nur hartgesottene Videospielefans, sondern auch den so genannten Casual Gamer ansprechen. Die Gründe dafür sind schnell gefunden: die Hardcore-Zocker werden den überaus ansprechenden visuellen Stil, die abgefahrenen Kampfszenen sowie den rabenschwarzen Galgenhumor mögen. Der Casual Gamer wird mit einer einfachen, aber trotzdem ansprechenden Steuerung konfrontiert, die man innerhalb von Minuten verinnerlicht hat. Ausserdem dürfte gewöhnlichen Zockern die offene Spielwelt deutlich besser zusagen als die stark eingeschränkte Bewegungsfreiheit aus Killer7.

No More Heroes
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Andy Wyss am 25 Jan 2008 @ 07:50
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