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Silent Hill - Homecoming: Preview

XBOX 360 
Hersteller: The Collective
Publisher: Konami
Genre: Action: Adventure
Kommen TV- oder Spiele-Serien in die Jahre, sind meist Veränderungen zu erwarten. Charaktere und Handlung entwickeln sich weiter, das Gerüst rund um den Kern wird komplexer. Aber nicht immer. Silent Hill stellt im fünften Teil etwas dar, was die Lindenstrasse fürs Fernsehen ist. Allerdings ist der Schauer dabei ein angenehmer.

Mit der Ankündigung der Entwicklung des fünften Teils von Silent Hill, Homecoming, gab es zeitgleich einen Aufschrei unter Fans des vorbildhaften Survival-Horrors. Denn von einem "Homecoming", einer Rückkehr, kann eigentlich keine Rede sein: Erstmals werkelt nämlich nicht Team Silent an der Fortsetzung, sondern die in diesem Feld neuen Teams von Foundation 9 und Double Helix. Ob Konami mit der Verlegung der Zuständigkeiten einen guten Deal gemacht hat?

Gruseln auf Probe

Fans von gepflegten Schockeffekten können beruhigt sein. Ein erstes Probespielen der fast fertigen Beta-Version von Homecoming sorgte für Erleichterung. Der fünfte Teil (oder der sechste, wenn die PSP-Ausgabe berücksichtigt wird) der Serie passt nahtlos in die Reihe. Double Helix hat gar nicht erst versucht, etwas Eigenständiges auf die Beine zu stellen. Im Gegenteil: Gekonnt rollt Homecoming altbewährte Muster neu auf. Mit einer Rahmenhandlung, die in sich abgeschlossen als eigenständiger Teil funktioniert und mittels Einführung neuer Charaktere. Aber schon unter Zuhilfenahme bekannter Gesichter aus dem Silent-Hill-Universum. Wenn man angesichts der hässlichen Fratzen der Silent-Hill-Kreaturen überhaupt von Gesichtern sprechen sollte.

Im dichten Nebel von Shepherd's Glen muss sich der Kriegsveteran Alex Shepherd kräftig zur Wehr setzen, um beispielsweise nicht von blutrünstigen, untoten Hunden oder gehirnlosen Krankenschwestern zerlegt zu werden. Natürlich ist das nicht etwa eine reine Samariter-Aktion von Alex, um Shepherd's Glen von dieser übernatürlichen Plage zu befreien. Eher eine familieninterne Angelegenheit. Alex' kleiner Bruder Josh ist spurlos innerhalb dieser düsteren Alptraumwelt ausgebüchst. Die Mutter kauert längst als psychisches Wrack in einem der heruntergekommenen Gebäude der Stadt. Andere Einwohner sind entweder spurlos verschwunden oder von den bizarren Wesen zerlegt worden. Also: Hier kommt Alex!

So richtig neu an Homecoming sind weder die musikalische Untermalung, die glücklicherweise wieder aus der Feder von Akira Yamaoka stammt, noch die grafische Darstellung des Spiels. Die macht lediglich kleine Schritte nach vorn und ist damit keineswegs das Vorzeigemodell von dem, was heutzutage machbar ist. Eher zweckmässig schlicht und in triste Dunkelheit getränkt. Neu aber sind die Kampftechniken des Hauptdarstellers. Alex weicht auf Knopfdruck aus, kullert zum Schutz auf dem Boden herum und hofft darauf, dass der Spieler die richtigen Tastenkombinationen beherrscht. Von denen gibt's nämlich jetzt ein paar mehr als sonst. Wenn Alex beispielsweise mit einem Metallrohr, einer Axt oder dem Messer zuschlägt, dann hat er ein paar Tricks mehr auf Lager als seine Vorgänger in älteren Silent Hill-Spielen. Was andererseits nicht unbedingt gut ist: Wo einst die Gegner noch durch simples Button-Mashing in die Knie zu zwingen waren, müssen jetzt im neuen, kampflastigen Survival-Horror ganz andere Geschütze aufgefahren werden. Dazu zählen übrigens auch Schusswaffen, wie Schrotflinten oder Pistolen. Ein reines Actionspiel ist Homecoming aber deshalb glücklicherweise noch längst nicht.

Silent Hill - Homecoming
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Thomas Richter




Silent-Hill---Homecoming


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Thomas Richter am 19 Feb 2009 @ 07:28
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