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Aeon Flux: Review

  XBOX 

Das Zeitgefühl eines Spieletesters kann zwischen Aliens, Paralleluniversen und spannenden Stealth-Shootern schon mal leiden. Da flattert doch tatsächlich das Testmuster zu Aeon Flux auf den Schreibtisch und man fragt sich unweigerlich, ob es dieses Spiel nicht schon seit über einem halben Jahr gibt. Und tatsächlich, zumindest in den USA dürfen sich die Spieler schon seit dem Kinostart des gleichnamigen Films mit Charlize Theron durch das Spiel prügeln. Aufgrund einer starken Konkurrenz zum Weihnachtsgeschäft ruhte der Titel aber im Giftschrank des Publishers und wird hierzulande erst jetzt, pünktlich zum DVD-Start des Streifens, in die Regale gestellt. Ob für eine Filmumsetzung dasselbe gilt wie für einen guten Wein, nämlich dass er mit der Zeit immer besser wird, klärt unser Test zum Sci-Fi-Adventure.

Lack, Leder und bekloppte Modenschauen

Aeon Flux basiert, wie sollte es anders sein, auf dem gleichnamigen Kinofilm, der wiederum auf einer schon etwas älteren Zeichentrickserie aus dem Hause MTV basiert. Das Spiel aus dem Hause Majesco übernimmt hierbei die ruhmreiche Aufgabe, die Vorgeschichte des Kinofilms zu erzählen. Titelheldin Aeon Flux ist eine recht undurchsichtige Undercover-Spionin in der fernen Zukunft und nutzt ihre Reize ebenso wie ihre harten Tritte, um ihre Aufträge in einer von Neonlicht grell erleuchteten technologischen Welt zu erfüllen. Sehr vage ausgedrückt, das mag sein. Aber wer die Serie nicht kennt und den Film nicht gesehen hat, erfährt durch das Spiel auch nicht mehr über die Hintergründe. Eine grobe Zusammenfassung der Hintergrundgeschichte der Heldin und ihrer Abenteuer oder eine kurze Einführung in die Welt von Aeon Flux vermisst man schmerzlich. Wer also ohne Vorwissen das Spiel spielen will, tappt weitestgehend im Dunkeln.

Zu Beginn des Spiels nimmt Aeon undercover als Modell an einer recht martialischen Modenschau teil, in der die Models über einen Parcours gejagt werden und sich diverser Gegner erwehren müssen. Für Aeon sind die Widersacher zwar bestenfalls Sparrings-Partner, der Spieler kann dieses erste Kapitel aber hervorragend nutzen, um sich mit der Bedienung des Action-Spiels anzufreunden. Zwischen den Runden der Modenschau nutzt Aeon ihre Pausen, um in der Forschungsanlage im Kellergeschoss ihren Erzrivalen Trevor Goodchild auszuspionieren. Allein im ersten Kapitel wechselt man also mehrmals zwischen der Modenschau und den Forschungskatakomben hin und her.

Auf und nieder, immer wieder

Gesteuert wird Aeon aus der Third-Person-Ansicht, wobei die Kamera relativ weit von der Protagonistin weg ist. Dies dient aber rein zum Zweck der Übersicht, da man sich in den zwar linearen, aber teils recht verwinkelten Leveln immer mal wieder verläuft. Schnell wird man feststellen, dass Aeon alles andere als ein steifes Modepüppchen ist. Die dunkelhaarige Spionin verfügt nicht nur über allerhand akrobatische Tricks zur Bewältigung diverser Hindernisse und Sprungpassagen, sondern kann sich auch durch den schwungvollen Einsatz von Händen und Füssen besser gegen ihre Gegner wehren als mit ihrer High-Tech-Waffe. Neben ihren Turnübungen, die selbst dem persischen Prinzen einen neidvollen Blick abgewinnen dürften, ist die Heldin also eine exzellente Nahkämpferin. Mit den wichtigsten Manövern ist der Spieler aber, wie bereits erwähnt, im ersten Kapitel ausreichend versorgt.

Überraschend ist dabei die Belegung des Controllers. Während mit der gern als Standard-Taste benutzten A-Taste in Aeon Flux recht sparsam umgegangen wird, kämpft sich Aeon grösstenteils durch Betätigung der Schultertasten sowie des X- und Y-Buttons durch die insgesamt sieben recht umfangreichen Levels. Selbst der schwarze Knopf wird augenscheinlich häufiger gedrückt als der hier so stiefmütterlich behandelte A-Button. In Verbindung mit der stellenweise arg störrischen Kamera bedarf es also durchaus einer gewissen Einarbeitungszeit, bis Aeon ähnlich flink wie in ihrem Film umherturnt.

Aeon Flux
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Tobias Kuehnlein

Aeon-Flux


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Tobias Kuehnlein am 17 Aug 2006 @ 17:28
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