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Aliens - Colonial Marines: Review

  XBOX 360 

Wenn es im Bereich der Videospiele um Lizenzumsetzungen geht, schrillen bei vielen Fans die Alarmglocken. Oft wird der geliebte Film lieblos in ein virtuelles Ambiente verfrachtet, was bereits viele Negativbeispiele bewiesen haben. Aliens: Colonial Marines machte den Fans jedoch Hoffnung, denn Entwickler Gearbox hat bereits einige gute Produktionen hervorgebracht. Der Ego-Shooter steht nun in den Läden und erzeugt jede Menge Horror - nur leider nicht immer im positiven Sinne.

Die Biester sind wieder da!

Die Filmstreifen, die sich rund um die Alien-Plage drehen, haben bereits vor langer Zeit Kultstatus erreicht und gelten als Meilenstein im Bereich der fiktionalen Gruselfilme. Insgesamt vier Hauptfilme und inzwischen auch ein mehr oder minder offizielles Prequel sind der Reihe entsprungen und sorgen damit auch heute noch für die nötige Mischung aus Unwohlsein und blutverschmierter Action. Eine Videospielumsetzung, die es versteht, sich mit der Vorlage zu messen, suchte man bislang allerdings vergebens. Das Entwicklerteam von Gearbox, das bereits mit der Borderlands-Serie einige Fans um sich scharen konnte, hat den ehrgeizigen Versuch mit Aliens: Colonial Marines unternommen.



Zeitlich handelt das Spiel einige Wochen nach dem zweiten Film. Während die wenigen verbliebenen Personen rund um Hauptperson Ripley von einem Alien-verseuchten Planeten fliehen konnten, bekamen die Marines einen Notruf von eben jener Crew. Die Soldaten machten sich daher auf den Weg, um die Überlebenden zu retten, und fanden sich schnell selbst im Schlamassel wieder. Der eigene Raumfrachter wurde von den Plagegeistern heimgesucht und zerstört. Es dauert daher nicht lange, bis auch der Spieler selbst mit seinen Kumpanen auf dem Kolonieplaneten strandet, der im zweiten Streifen den Hauptschauplatz dargeboten hat. Der Kampf um Leben und Tod beginnt also ein weiteres Mal. Doch während der Film mit abwechslungsreichen Charakteren und einer spannenden Handlung aufwartet, ist dies bei der virtuellen Umsetzung leider keineswegs der Fall.

An die deutschen Stimmen kann man sich zwar irgendwie noch gewöhnen, doch die Figuren haben selbst am Ende des Spiels so viel Tiefe wie ein Blatt Papier. Inhaltslose Sprüche und ein Verlauf, der keinerlei Überraschungen bietet, bleiben an der Tagesordnung. Viele Szenen wurden in ähnlicher Weise aus der Vorlage übernommen, können in Sachen Inszenierung allerdings kaum standhalten. Insgesamt wurde die Story viel zu plump und einfallslos eingestreut. Da kommt schnell das Gefühl auf, dass in diesem Rahmen doch eigentlich mehr dringewesen wäre. Nett sind dagegen überwiegend die Schauplätze, die man eben schon in den Filmen gesehen hat. Einige Anspielungen wie etwa das Dreirad, das das Kind zu Beginn des zweiten Streifens fährt, sind nett und lassen das Herz eines Fans höherschlagen. So begibt man sich im weiteren Verlauf durch düstere Gänge, dunkle Höhlen und sterile Laborräume. Wer Alien kennt, wird sich direkt heimisch fühlen.

Aliens - Colonial Marines
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Daniel Dyba


Aliens---Colonial-Marines


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Daniel Dyba am 17 Feb 2013 @ 14:23
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