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Arcana Heart 3: Review

  XBOX 360 

Andere Länder, andere Sitten. Genau diesen Spruch werden viele Menschen sicherlich schon als Kind von ihren Eltern eingetrichtert bekommen haben. Toleranz ist in der heutigen Gesellschaft ein nicht zu unterschätzendes Thema. Alles verstehen muss man jedoch sicherlich nicht. Man nehme zum Beispiel das Land der aufgehenden Sonne, das nur so vor Kuriositäten strotzt. Bunt, schrill und abgedreht - das sind Attribute, die das Japan der aktuellen Zeit gerne erfüllt. Diese Entwicklung hat vor der Videospieleindustrie natürlich keinesfalls Halt gemacht. Dadurch sind viele virtuelle Perlen entstanden, die wie erwähnt sicherlich nicht immer verstanden, aber dafür sehr häufig von der Spielerschaft geschätzt werden.

Schrill und skurril

Ein Thema ist in der japanischen Kultur seit vielen Jahren besonders fest verankert. Die Rede ist von den Animes, die sich auch in den europäischen Gefilden einer immer grösser werdenden Beliebtheit erfreuen. Inzwischen werden auch viele Videospiele mit diesem Stil ausgestattet. Einige dieser Titel haben nie einen Weg in die Regale der Händler ausserhalb von Japan gefunden. Das gilt grösstenteils auch für die Arcana Heart-Reihe, von der zahlreiche Spieler bisher sicherlich kaum etwas gehört haben. Jüngst ist der dritte Teil der Serie für die Konsole herausgekommen, und andere Gefilde wurden endlich ebenso mit einer entsprechenden Version bedacht.

Arcana Heart 3 Bild
Das spricht also durchaus dafür, dass Animes immer wichtiger werden. Abgesehen von diesem Stil bietet Arcana Heart 3 allerdings auch eine weitere Besonderheit, die das Spiel zu einem Nischendasein verdammt. Gemeint ist das Kader der Hauptfiguren, das insgesamt aus 23 Charakteren besteht. Zunächst nichts Ungewöhnliches zu erkennen, oder? Ein Blick in die Spielerauswahl genügt allerdings schon, um herauszufinden, dass lediglich weibliche Figuren vorhanden sind. 23 schrille Animeweibchen also, die in diesem Prügelspiel auf eine handfeste Auseinandersetzung warten. Dass sich der Titel trotzdem an eine eher männliche Zielgruppe richtet, wird genauso schnell klar. Typische Klischees bedienen japanische Spiele-Entwickler gerne, was sich bei Arcana Heart 3 nicht ändern soll. Von der Hexe über den blonden Engel bis zum ansehnlichen Mädchen in Schuluniform wird so ziemlich alles geboten, was das animeverwöhnte Herz begehrt. Charakteristische japanische Kicherattacken und verheissungsvolle Bilder in einer Galerie gibt es im Übrigen inklusive.

Im Mittelpunkt des Titels steht gewohntermassen der Storymodus. Viel erwarten sollte man hier allerdings nicht, denn der Plot präsentiert sich mehr als verwirrend und weist zwischen den Charakteren nicht sonderlich viele Unterschiede auf. Zudem hängt die Geschichte mit den Vorgängern zusammen, weshalb ohnehin nicht alles verstanden werden kann. Die Untertitel sind übrigens komplett in englischer Sprache gehalten. Abseits der Story gibt es die üblichen Modi zum Bewältigen. Zunächst empfiehlt es sich, einen Blick auf den Trainingspart zu werfen, um einen schnelleren Einstieg in das Spiel zu finden. Dieser ist aber ohnehin recht gelungen, da Arcana Heart 3 die Möglichkeit bereithält, bei einer Auseinandersetzung den so genannten Simple-Mode zu wählen. Dadurch werden die Kampfabfolgen um ein Vielfaches vereinfacht, sodass gerade zu Beginn weniger Frust entsteht.

Arcana Heart 3
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Daniel Dyba

Daniel Dyba am 23 Sep 2011 @ 16:16
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