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Assassin's Creed Liberation HD: Review

  XBOX 360 

Ein speziell für den Handheld produziertes Spiel, das im Nachhinein doch noch für andere Systeme umgesetzt wird? Dieses Vorgehen ist längst keine Seltenheit mehr und bietet jenen Spielern, die sich bisher vor kleinen Bildschirmen scheuen, die Möglichkeit, das eigentlich exklusive Erlebnis nachzuholen. Wer sich in der Welt des PlayStation-Vita-Titels Assassin's Creed Liberation also noch nicht austoben konnte, darf sich nun der aufpolierten HD-Variante widmen, die jüngst als Download für PC, PlayStation 3 und Xbox 360 zur Verfügung gestellt wurde. Wir haben uns ein weiteres Mal unter die Assassinen gemischt, um euch zu berichten, ob sich das Herunterladen lohnt.

Kampf für die Schwachen

Viele Anhänger der Assassinensaga werden wohl noch mit dem bereits vierten Hauptspiel beschäftigt sein und sich daher auf hoher See befinden, Goldmünzen sammeln und sich mit rumverseuchten Piraten auslassen. Genau das Richtige also, um dem kalten Winterfrost zu entfliehen. Zwar wurde offiziell noch kein Nachfolger zu Black Flag vorgestellt, doch mit Assassin's Creed Liberation HD steht immerhin schon Nachschub für die meuchelfreudige Spielerschaft bereit. Nett dabei ist die Tatsache, dass man die HD-Neuauflage des PlayStation-Vita-Titels für gerade einmal knapp 20 Euro herunterladen darf.

Die Handlung des Titels hat sich natürlich nicht verändert. Im Vordergrund steht daher nach wie vor der übergeordnete Zwist zwischen den Assassinen und dem fiesen Templerorden. Letzterer hat neben dem Ausschalten und Plündern seiner Feinde endlich einen lukrativen Verdienst gefunden. So wird die Animustechnik vom Abstergo-Konzern inzwischen zur Unterhaltung von zahlungsfreudigen Kunden genutzt. Interaktive Geschichten gilt es zu erleben, wobei der Spieler die Chance hat, in die Rolle der Assassinin Aveline zu schlüpfen. Vor dem Hintergrund der Amerikanischen Revolution muss sich der Spieler wie so oft einmischen, um die Geschichte in die richtige Richtung zu lenken.



Für Aveline ist dieses Unterfangen nicht ganz so einfach. Unter anderem sind ihre Wurzeln beim afrikanischen Volk zu finden. Doch während sie selbst im wohlbehüteten Hause aufgewachsen ist, fristen die meisten ihrer Volksangehörigen ein Dasein in der Sklaverei. Diese Ungerechtigkeit ist für sie allerdings kaum zu ertragen, und so dauert es nicht lange, bis Aveline sich den Schwachen widmet und gleichzeitig den Assassinen beitritt. Mit der Sklaverei wird ein heikles Thema angeschnitten, das allerdings nur mässig eingebettet wurde. Grund hierfür sind vor allem der dünne Plot selbst und die unzusammenhängende Erzählweise, die einen immer wieder mit zeitlichen Sprüngen malträtiert. Die Geschichte verkommt so zur Belanglosigkeit, was in Anbetracht des zugrundeliegenden Stoffes und der schönen Kulisse rund um New Orleans überaus schade ist.

Dafür aber ist immerhin die Synchronisation vollends gelungen und kann bis auf wenige Ausnahmen mit passenden Stimmen aufwarten. Ohnehin zeigt sich die technische Umsetzung eher positiv, und darauf kommt es bei einer HD-Umsetzung natürlich auch an. Im Vergleich zur Vita-Variante hat man vor allem die Bewegungsabläufe flüssiger dargestellt und Bildfehler dezimiert. Etwas merkwürdig sehen lediglich die Animationen des Flossfahrens aus. In optischer Hinsicht kommt der Titel damit insgesamt zwar immer noch nicht an den dritten oder gar vierten Teil heran, doch ordentlich wirkt Assassin's Creed Liberation HD in jedem Fall. Auffallend ist nur ein latentes Flimmern von Objekten im Hintergrund, das sich bei Bewegung offenbart.

Assassin's Creed Liberation HD
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Daniel Dyba

Daniel Dyba am 22 Jan 2014 @ 20:28
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