GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Cabela's Dangerous Hunts 2011: Review

  XBOX 360 

Früher war alles anders. Diese Phrase kann man wohl kaum bestreiten, wenn man zum Beispiel an die Steinzeit denkt. "Jagen und sammeln" war da ein wichtiges Stichwort, um das eigene Überleben zu gewährleisten. Heute sind solche Gedanken in unseren Gefilden überflüssig. Wenn man Appetit auf einen Burger hat, geht es in den nächsten Fastfoodschuppen - ein Rind muss nicht mehr erlegt werden, damit das Stück Fleisch in das Brot wandert. Für viele ist das aber kein Grund, nicht doch den Jagdinstinkten zu frönen. Heutzutage als Jagdsport deklariert, erfreut sich diese Aktivität einer nicht zu unterschätzenden Beliebtheit.


Wesentlich unblutiger und tierschonender gestaltet sich im Gegenzug zur realen Jagd die virtuelle Variante. Als Videospieler ist man es inzwischen gewohnt, gegen menschliche Kontrahenten in den Kampf zu ziehen. Tierische Gegner sind abgesehen von unwirklichen Monstern so mancher Fantasiespiele eher selten anzutreffen. Diese Nische macht sich Cabela's Dangerous Hunts 2011 zunutze und richtet sich an Freunde des Jagdsports. Wer dies mit seinem eigenen Gewissen nicht vereinbaren kann, sollte dem Titel lieber gleich fernbleiben, denn auf Gefühle nimmt das Spiel keine wirkliche Rücksicht.

Auf zur Jagd!

In Cabela's Dangerous Hunts 2011 schlüpft man in den Körper von Cole Rainsford, der in einer Familie aufgewachsen ist, für die das Jagen von Tieren das Grösste ist. Vor allem sein Vater hat bereits viele Abenteuer erlebt und möchte natürlich, dass seine Kinder in seine Fussstapfen treten. Cole hat sich bislang wenig für diese Aktivität interessiert, doch nun ist es Zeit für seinen Initiationsritus, was in der Familie dazugehört, um erwachsen zu werden. Cole beweist dabei, dass er doch so einiges auf dem Kasten hat. Sein jüngerer Bruder, der ebenfalls mitgekommen ist, wird bei diesem Ausflug von einem wilden Tier getötet. Das Spiel setzt daraufhin zehn Jahre später ein. Cole und sein Vater hatten in dieser Zeit kaum Kontakt, und der Protagonist ist inzwischen selbst zu einem bekannten Grosswildjäger geworden. Nun soll er aber mit seinem Vater auf ein neues Abenteuer gehen, um Rache an dem ominösen Tier zu nehmen, das seinen Bruder ins Jenseits befördert hat.

Es ist nett, dass die Entwickler eine Geschichte implementiert haben. Bei einem Spiel dieser Gattung erwartet man nicht unbedingt einen Plot. Grund für Begeisterungsstürme gibt es jedoch nicht, denn die Geschichte ist leider nicht sonderlich spannend ausgefallen. Hier und da mit Zwischensequenzen weitergeführt, dient die Story lediglich als Ausrede, um einen Grund für das Jagen der Tiere zu bieten. Einzig die deutsche Synchronisation kann in diesem Bereich überzeugen. Die Stimmen haben eine äusserst hohe Qualität, was den motivierten Sprechern zu verdanken ist.

Schiess doch

Cabela's Dangerous Hunts 2011 führt einen durch zahlreiche Schauplätze. Verschneite Wälder, staubige Savannen und noch einige weitere Orte warten auf den Spieler. Was die Umgebungen angeht, wird durchaus auf Abwechslung gesetzt, wenngleich das leider nicht für das Gameplay selbst gilt. In den meisten Fällen läuft der Spieler von A nach B, sucht nach Spuren von Tieren oder anderen situationsabhängigen Dingen, und schiesst sich quer durch das Tierreich. Böse Zungen könnten behaupten, dass genau das ein solches Spiel ausmachen sollte - mit echter Jagd hat das allerdings kaum zu tun. Vielmehr fühlt man sich in einen mässigen Ego-Shooter hineinversetzt.

Cabela's Dangerous Hunts 2011
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?


Daniel Dyba

Cabelas-Dangerous-Hunts-2011


Cabelas-Dangerous-Hunts-2011


Cabelas-Dangerous-Hunts-2011


Cabelas-Dangerous-Hunts-2011


Daniel Dyba am 13 Jun 2011 @ 17:29
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen