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Cars 2: Review

  XBOX 360 

Das Prinzip des Blockbuster-Films ist allseits bekannt. Ein Film wird entsprechend vermarktet, wobei das passende Merchandise natürlich nicht fehlen darf. Bei teuren Produktionen gesellen sich zumeist dann auch noch Videospiele hinzu, womit die Taschen der Lizenzverwalter mehr und mehr mit Geld gefüllt werden. Sonderlich beliebt sind diese Umsetzungen jedoch nicht, was häufig an der geringen Qualität der Endprodukte liegt. Oft viel zu kurz, mit mieser Grafik ausgestattet und völlig ohne Herzblut werden diese Titel zum Teil auf den Markt gebracht. Dass es aber auch Ausnahmen gibt, haben in der Vergangenheit zum Beispiel Spiele wie Riddick gezeigt. Die Hoffnung auf gute Lizenzumsetzungen ist daher noch lange nicht gestorben. Kann Cars 2 diese Zuversicht erfüllen?


Wovon Cars 2 handelt, lässt sich wohl schnell am Namen erahnen. Der gleichnamige Film stammt aus dem Hause Pixar Animation, das gemeinsam mit Disney in den letzten Jahren viele Hochkaräter in die Lichtspielhäuser gebracht hat. Toy Story, Findet Nemo, Wall-E - allesamt grossartige Inszenierungen, die sowohl Gross als auch Klein angesprochen und begeistert haben. Daher wird Pixar auch als König der Animationsfilme gehandelt. Cars wurde von den Fans jedoch mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Die sprechenden Autos wollten bei vielen nicht den Charme versprühen, wie es schon die anderen Streifen vermochten. Erfolgreich war Cars trotzdem, weshalb nun auch ein Nachfolger in die Kinos kommt.

Cars 2 Bild

Schleppender Start

Dieses Mal treffen die aus dem Vorgänger bekannten Figuren auf einen Geheimagenten, der Hilfe von den Protagonisten benötigt. Dazu geht es in ein Rennen rund um den Globus. Viel von der eigentlichen Geschichte bekommt man im Videospiel aber ohnehin nicht mit, was sicherlich auch gut ist, um sich das filmische Vergnügen nicht zu verderben. Während der virtuelle Ableger des Vorgängers noch auf ein gänzlich anderes Spielprinzip setzte, wählt Cars 2 einen eher konventionellen Weg und präsentiert sich als reinrassiges Rennspiel. Zwar spielt man den Plot des Animationsstreifens nicht nach, aber dennoch trifft der Spieler auf sämtliche Figuren aus dem Universum und gelangt auch an bekannte Handlungsorte.

Bevor man sich jedoch ins Renngetümmel stürzen darf, steht ein recht zeitfressendes Tutorial an. Sämtliche Spielfunktionen werden im Detail erklärt. Bevor man sich aber selbst dabei versuchen kann, werden einem die Elemente zunächst von einem anderen Fahrzeug vorgemacht. Das zögert den eigentlichen Start ein wenig heraus und ist besonders für erfahrene Spieler frustrierend, da Cars 2 zunächst einfach nicht in die Gänge kommen will. Damit zeigt sich jedoch schnell, dass dieser Titel eher auf eine jüngere Zielgruppe zugeschnitten ist. Dieser anfängliche Verdacht soll sich aber auch im weiteren Verlauf bestätigen. Sobald der Einstieg überstanden ist, geht es endlich zu den normalen Rennen. Diese sind insgesamt recht einfach ausgefallen, was am fehlenden Anspruch liegt. Selbst wenn der Spieler mehrere fatale Fehler macht und sich am Ende des Teilnehmerfeldes befindet, hat er meist noch die Chance auf einen Sieg. Damit wird zwar verhindert, dass es zu Enttäuschungen kommt, eine wirkliche Herausforderung entsteht so allerdings nicht.

Cars 2
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Daniel Dyba

Daniel Dyba am 27 Jul 2011 @ 19:26
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