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Crash Twinsanity: Review

  XBOX 


Als 1996 Crash Bandicoot für die Playstation auf den Markt kam, waren Fans von Hüpfspielen aus dem Häuschen: Der seltsame tasmanische Teufel im Cartoon-Format hatte Witz und Charme, eine Menge Tricks auf Lager, und war auf jeden Fall "cooler" als Super Mario selbst. Das preisgekrönte Spiel lockte mit aufwändigen Level-Designs an den Schirm und war auch optisch in seinem Sektor ein Leckerbissen. Crash selbst mag lieber Äpfel, als sich schöne Grafiken anschauen. Und wer die alle haben wollte, musste nicht nur springen und laufen können wie ein arabischer Hengst, sondern zudem ein echter Joypad-Akrobat für feinmotorische Handarbeit sein. Nach und nach stellten sich immer mehr Gegner ihm in den Weg; vor allem Dr. Neo Cortex hatte es schon immer auf den kleinen Tasmanen abgesehen. Auch dieses Mal ist er wieder mit von der Partie, wenn auch in einer anderen Rolle: in Crash Twinsanity.



Wie du mir, so ich dir


Eigentlich sind sie sich spinnefeind, Crash und Dr. Cortex. In der Geschichte des Spiels hätten sie sich lieber gegenseitig unter die Erde gebracht, als auch nur einen Gedanken daran zu vergeuden, sich gegenseitig zu helfen. In Crash Twinsanity geht`s aber leider nicht anders. Fremde Mächte (putzige Ausserirdische mit einem Faible für Schokolade) rauben Dr. Cortex nicht nur sein Hirn, sondern planen sogar die gesamte Heimat unserer beiden Super-Protagonisten zu plätten. Also wird kurzerhand das Kriegsbeil begraben. Und obwohl Cortex ohne Gehirn da steht, überzieht er die Zwischensequenzen immer noch mit einer deutschsprachigen Audiospur. Gesprochen wird also auf Deutsch. Das kommt vor allem den jüngeren Spielern zugute. Crash Twinsanity hat eine Altersfreigabe von 6 Jahren. Früh übt sich.

Dabei geht es - wie sollte es anders sein - mit jeder Menge Humor zur Sache. Der ist zwar nicht unbedingt jedermanns Sache, weil er streckenweise doch etwas flach ausfällt oder durch schlechte Übersetzung und/oder mangelhaftes Synchronsprechen kränkelt, dafür erheitern die lustigen Comic-Grafken umso mehr. Aufgelockert wird das Spiel mit Zwischensequenzen, die entweder mit der Spiel-Grafik präsentiert werden, oder als vorgerenderte Videosequenzen das Auge erfreuen. Insgesamt gesehen ist die Grafik nicht gerade das Nonplusultra. Technisch wäre auf der Xbox deutlich mehr drin gewesen. Zwar sind Bildruckler selten und die Ladezeiten halten sich in Grenzen, doch heutzutage reicht dies nicht mehr aus, wenn man die Jump`n Run-Krone erwerben will. Doch wo eben nicht übermässig viel geboten wird, müssen auch keine Abstriche im Gamedesign gemacht werden. Denn darauf kommt es schliesslich in diesem Fall viel mehr an. Dafür ist der Sound im Spiel gut gelungen. Mit schrecklich skurillen Tönen passt die Hintergrundmusik stets zum Titel und schafft eine lustige Atmosphäre.

Crash macht also das, was er am besten kann: Äpfel fressen, Kisten zerdeppern, mit TNT Wege frei sprengen, Monster plätten und über Abgründe springen. Die Wege, die ihn von A nach B bringen, sind meistens sehr linear gehalten. Dem Spieler tun sich keine grossen Rätsel darüber auf, was er als nächstes zu tun hat. 100 gesammelte Äpfel ergeben ein Extraleben, gespeichert wird optional automatisch auf der Memory Card in bestimmten Spielabschnitten, erreichte Checkpoints erlauben den Wiedereintritt an speziellen Stellen nach dem Verlust eines Lebens. Kleinere Monster sind entweder mit einer Wirbel- oder Rutschattacke schnell beseitigt, oder per Stampfsprung in Grund und Boden gerammt.

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Admin am 12 Mrz 2005 @ 16:59
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