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Def Jam - Icon: Review

  XBOX 360 

Wenn sich krampfhaft coole Möchtegern-Musiker auf das Übelste verprügeln und durch die Gegend schubsen, gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten. Entweder entgleist gerade die aktuelle DSDS-Mottoshow oder ihr habt Electronic Arts' Def Jam Icon gerade in eure Xbox 360 geschoben. Im Folgenden gehen wir einfach mal optimistisch von Letzterem aus und klären, ob die Hip Hop-Prügelei in der dritten Runde mit den ach so populären Vorgängern mithalten kann oder ob das Def Jam-Musiklabel diesmal den Schonwaschgang eingelegt hat.

Na du Fau, hafft du noch Ffpucke?

War der erste Teil der Def Jam-Reihe noch eher ein Wrestlingtitel, hat sich das Spielprinzip spätestens mit dem jetzt erhältlichen dritten Teil vollends auf das eines klassischen Beat' em Ups eingeschossen. Gleichgeblieben ist das grundlegende Szenario. Als einer von vielen, naja, offensichtlich bekannten Hip Hop-Stars stellt ihr euch einem Gegner in einer von zahlreichen interaktiven Arenen und gebt euch solange was auf die Glocke, bis einer von beiden weder hipt, noch hoppt. Dabei prügelt ihr euch durch ein Fernsehstudio, eine Vorstadtsiedlung, über das Dach eines Wolkenkratzers, durch einen Hip Hop-Club, über eine Tankstelle oder quer durch ein nobles Penthouse. Die einzelnen Schauplätze haben die Entwickler dabei sehr ansprechend und realistisch gestaltet, mitunter grenzt die Grafik dabei an Fotorealismus - allerdings nur zu Beginn des Kampfes.

Je weiter ein Fight fortschreitet, desto lädierter werden nicht nur die beiden Kämpfer, nein, auch die Umgebung leidet massiv unter der heftigen Prügelei und, fast wie im wirklichen Leben, auch unter der laut wummernden Hip Hop-Musik. Tatsächlich sorgen die Beats und Bässe der vorher ausgewählten Songs für ordentlich Schaden im Gebälk. In unregelmässigen Abständen schlägt der Bass unerbittlich zu und zerlegt die Spielumgebung spektakulär ein Stück mehr. Diese Situationen könnt ihr dann mit etwas Timing nutzen und euren Gegenspieler kontrolliert in umherfliegende Trümmer laufen lassen. Irgendwann explodieren dann die Zapfsäulen der Tankstelle, das Penthouse fängt Feuer oder die Pyrotechnik und der Kamerakran im TV-Studio geraten völlig ausser Kontrolle. Eine herrliche Methode, die Action auf dem Bildschirm spektakulärer wirken zu lassen, als sie eigentlich ist. Etwas surreal anmuten lässt das ganze aber die Tatsache, dass auch der 2D-Hintergrund mit den Bässen zunehmend zerspringt und völlig unrealistische Bilder erzeugt. Das beisst sich massiv mit dem ansonsten so bemüht realistischen Grafikstil des Titels.

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Tobias Kuehnlein

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Tobias Kuehnlein am 16 Apr 2007 @ 10:56
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