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Destroy All Humans - Path of Furon: Review

  XBOX 360 

Der nach einem einzelligen Parasiten benannte Ausserirdische Crypto besuchte unseren Planeten zum ersten Mal in den 50er-Jahren. Dank seiner vorlauten aber doch witzigen Art liessen wir unsere Konsolen (PS2, Xbox) gerne von ihm infizieren. Auch seine wilden Hippie-Abenteuer zu Zeiten der Swinging Sixties liessen wir wehrlos über uns ergehen. Während seiner dritten und hoffentlich letzten Invasion sollten wir uns ihm allerdings nur noch mit Schutzbrille, Gummihandschuhen und einem Eimer voll antibakteriellem Putzmittel nähern.

Der Pfad des Schwachsinns

Nachdem Pläneschmieder Orthopox und sein Handlanger Crypto auf der Wii einen mittelmässigen Abstecher wagten, liefert THQ uns nun ihren Einstand auf der technisch fortgeschrittensten Konsolengeneration. Am Grundrezept der Vorgänger hat sich erstaunlich wenig geändert: Die furonische Rasse kann sich aufgrund fehlender Genitalien nur durch Klonen fortpflanzen und degeneriert mit jeder weiteren Generation. Um den Fortbestand ihrer Spezies zu sichern, wurde unser ungleiches Duo damals zur Erde geschickt, um menschliche Gehirne zu sammeln, in denen sich Reste ursprünglicher Furon-DNA befinden.

Ihr steckt wieder in der Haut von Cryptosporidium 137, einem rotzfrechen, exzentrischen und dauergeilen Alien-Klon. Zu seinen Hobbys gehören: Sich am Leiden der Menschen ergötzen, diese bei jeder Gelegenheit vaporisieren und nebenbei Strandmiezen anbaggern, immer mit einem infantilen Spruch auf der Lippe. Seit der letzten Mission sind inzwischen rund zehn Jahre vergangen und Crypto geniesst in den 70ern die Vorzüge eines sesshaften und luxuriösen Lebens als Boss eines Kasinos in Los Paradiso, dem Pendant zu Las Vegas. Es ist die Zeit des Funk und Disco, was euch von Beginn an mit unaufhörlicher Musikbeschallung, ausgelutschten Filmanspielungen und grell glühenden Lavalampen überdeutlich eingebläut wird.

Um Cryptos Zerstörungs- und DNA-Sammelwut wieder zu entfachen, wird euch ein durchweg geistloser und schwer nachvollziehbarer Verschwörungsplot vorgesetzt. Dieser beginnt damit, dass ihr zuerst um die Vorherrschaft in Las Paradiso kämpfen müsst, Nexo-Cyborgs aus der Heimatwelt euren Ruhestand vereiteln und ihr die Stadt schliesslich mit eurer übermächtigen Untertasse dem Erdboden gleichmacht. Die Running Gags, Anzüglichkeiten und rassistischen Stereotypen, die ihr während der Geschichte über euch ergehen lassen müsst, entbehren jeglicher Beschreibung. Die zahllosen Dialoge möchten krampfhaft lustig sein, sind es aber nicht im Geringsten. Wenn ihr zur Hälfte des Spiels eurem neuen Mentor und Kung-Fu-Meister begegnet, kommt die Geschichte rund um Cryptos Weg zur Erleuchtung endlich in Gang. Leider bleibt die Qualität aber bis zum Finale in dunkelster Finsternis.

Destroy All Humans - Path of Furon
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Benjamin Bill


Destroy-All-Humans---Path-of-Furon


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Benjamin Bill am 05 Jul 2009 @ 01:21
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