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Driv3r (Driver 3): Review

  XBOX 


Fans von virtuellen Auto-Verfolgungsjagden ist die Driver-Serie, welche damals auf der Playstation für Furore sorgte, ein Begriff. Nun liefern uns die Entwickler von Reflections Interactive endlich einen Nachfolger für Xbox und PS2. Bei den beliebten Vorgängern ist es kein Wunder, dass die Erwartungen an

Driv3r

entsprechend hoch sind. Ob diese Erwartungen erfüllt werden, erfahrt ihr in unserem Test.



Die Story

Die Story von Driv3r ist schnell erzählt, da sie nicht allzu komplex ausfällt. Eine grosse Allianz von Autodieben, welche über mehrere Kontinente hinweg tätig ist, soll vom altbekannten Undercover-Cop Tanner zur Strecke gebracht werden. Indem man als Tanner erst das Vertrauen dieser Gang gewinnt, arbeitet man bald schon für diese und erledigt diverse Aufträge. Natürlich muss auch unser Undercover-Cop hie und da gegen das Gesetz verstossen, um in seiner Tätigkeit nicht aufzufallen. Die Storyline führt Tanner erst nach Miami, welches ja schon im ersten Teil der Driver-Serie vorhanden war, danach geht es nach Nizza und schlussendlich nach Istanbul. Immer wieder gilt es in Hollywoodstreifen-Manier Autos zu klauen, oder Konkurrenten der Gang auszuschalten.

Atmosphärische, leblose Städte

Die Städte haben allesamt eine gelungene Atmosphäre und man fährt durchaus gerne durch die einzelnen Stadtteile, welche teilweise recht schön gestaltet sind. Die Städte sind zwar keine 1:1 Nachbildungen ihrer Originale, aber trotzdem recht weitläufig geraten.

Leider sind die Städte allzu leblos für dieses Genre. Während auf den Strassen von Vice City viel mehr geschieht, sind diese bei

Driv3r

zu leer geraten. Auch wäre es schön gewesen, wenn die Entwickler etwas mehr Liebe zum Detail hätten walten lassen. Eine benutzbare Strassenbahn, oder ähnliches, wie man es schon aus Konkurrenztiteln à la Mafia gewohnt ist wären hier durchaus erwünscht gewesen, um dem Titel etwas mehr Leben einzuhauchen. So hat man im Spiel leider nie wirklich das Gefühl, sich in einer realistischen und authentisch simulierten Stadt zu bewegen. Schade eigentlich, da die Ansätze doch recht gut wären, und durchaus über Potenzial verfügen.

Gameplay mit Reifenpannen

Im Gegensatz zu den Konkurrenzprodukten GTA und The Getaway, welche beide versuchen eine möglichst grosse und lebendige Welt zu bieten, welche der Spieler dann frei begehen und befahren kann, will sich

Driv3r

viel stärker auf typische Hollywood-Verfolgungsjagden konzentrieren. Das Verfolgen und verfolgt werden stehen im Mittelpunkt des Spielgeschehens. Ausserdem solltet ihr im Gegensatz zur GTA-Serie, strengstens auf die Verkehrsregeln achten, da ihr sonst schnell mal die städtischen Ordnungshüter auf dem Hals habt.

Die Fahrzeuge in

Driv3r

steuern sich problemlos, und es entstehen teilweise recht spektakuläre Verfolgungen im Auto, auf dem Motorrad oder auch per Motorboot. Oft verfolgen einen mehrere Gegner auf einmal, und nicht selten wird man auch aus den gegnerischen Polizei- oder Gangsterwagen unter Beschuss genommen. Dabei zersplittern schon mal Autoscheiben und Wagenteile fliegen durch die Luft. Die Schadensmodelle, das war schon immer eine Stärke von Entwicklerstudio Reflections, sind sehr detailliert ausgefallen, und so sehen Zusammenstösse und sonstige Unfälle auch dementsprechend spektakulär aus.
Doch nicht nur mit Fahrzeugen dürft ihr die Städte bei Tag und Nacht und bei Wind und Wetter unsicher machen. Ihr dürft à la GTA: Vice City auch zu Fuss loslegen und sowohl Gegnern, wie auch gewöhnlichen Fussgängern, mit rauer Waffengewalt zusetzen. Diverse Pistolen, Maschinenpistolen und Gewehre bilden euer Waffenarsenal. Doch hier liegt ein weiterer riesiger Schwachpunkt von

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. So gut diese "zu Fuss-Szenen" gemeint sind, so schrecklich ist deren Umsetzung gelungen. Die Steuerung zu Fuss ist ganz einfach nur grottenschlecht. Die hakelige Bedienung macht es nahezu unmöglich mehrere Gegner auf einmal zu überleben. So enden die meisten Schiesserein in einem Versteckspiel hinter einer Ecke. Ihr guckt kurz hinter der Ecke oder einem Auto hervor und feuert eine Salve, nur um gleich darauf wieder ins sichere Versteck abtauchen zu müssen. So sind diese Third-Person Abschnitte absolut undynamisch und unspektakulär, was sich wiederum stark hemmend auf den gesamt-Spielfluss auswirkt. Auch die Innenräume sind leider sehr monoton ausgestaltet. Sie zeugen nicht gerade von geistreichem Leveldesign.

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Admin am 12 Mrz 2005 @ 16:47
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