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Enchanted Arms: Review

  XBOX 360 

Da ist es nun also, das erste Japan-Rollenspiel für die Xbox 360. Doch auch wenn man sich nicht mit westlichen RPGs wie Oblivion oder MMORPGs wie Final Fantasy XI anfreunden kann, stellt sich die Frage, ob man einfach bedenkenlos zugreifen kann. Sollte man sich Enchanted Arms, den RPG-Pionier der neuen Generation, nur mangels Alternativen zulegen, oder sollte man besser auf Hoffnungsträger wie Blue Dragon oder Lost Odyssey warten?

Im Osten nichts Neues

Ein unscheinbarer Held mit einer ganz speziellen Fähigkeit, eine Welt, die gerettet werden muss, und jede Menge belanglose Dialoge dazwischen. Das wäre die Story von Enchanted Arms aufs Nötigste gekürzt. Denn auch in diesem japanischen RPG hat man sich nicht gerade die Finger wund geschrieben an der Story. Also seid ihr auch in diesem Spiel dazu verdammt, die Welt vor dem Untergang zu retten. Diese Dinge allein sollen nun aber noch nicht heissen, dass die Story schlecht ist. Vorhersehbarkeit und übermässige Platzierungen von Klischees sorgen dafür, der wirklich übertypischen Story den Rest zu geben. Wenige Twists können überraschen, doch wenigstens solche, die es schaffen, sind glücklicherweise gelungen. Weitere Kritik gebührt der Charaktergestaltung. Auch wenn Geschmäcker sich unterscheiden, sind die Charakterdesigns von Enchanted Arms einfach langweilig und fantasielos ausgefallen. Vor allem die Vorzeigetunte Makoto, welche auch authentisch gesprochen wird, konnte mich das eine oder andere Mal wirklich auf die Palme bringen. Trotz all der negativen Punkte schafft es die Story am Schluss aber doch, sich zu einem durchdachten Puzzle zusammenzufügen.

Detailliert hört sich das Ganze etwa so an: Atsuma, ein hitzköpfiger Junge, welcher das Herzstück dieser Geschichte darstellt, nimmt in einem Netz von Manipulation, Intrigen und Vergangenheitserinnerungen eine immer grösser werdende Rolle ein. Zusammen mit seinen beiden Freunden Toya und Makoto besucht der Hauptprotagonist die Enchanter-Schule, an welcher sie die Kunst der niederen Magie erlernen, um das Leben der Menschen im Umgang mit verzauberten Maschinen zu erleichtern. Die daraus resultierende hohe Magie ist jedoch strengstens verboten, da sie seit dem verheerenden Golem-Krieg vor tausend Jahren völlig ausser Kontrolle geraten ist.

Wie schon früh vermutet werden kann, wird im Geheimen allerdings wieder mit dieser hohen Magie experimentiert und Atsuma ist, ohne es zu wissen, mitten in eines dieser Experimente involviert. Da Atsuma über einen besonderen künstlichen Arm verfügt, welcher sehr spezielle Fähigkeiten besitzt, ist er natürlich ein gefundenes Fressen für die ruchlosen Gesetzesbrecher der hohen Magie.

Es kommt, wie es kommen muss, und die Experimente geraten ausser Kontrolle. Atsumas Arm macht sich selbständig und setzt die seit tausend Jahren eingesperrte Eiskönigin frei, welche sogleich seine Heimatstadt zerstört und Toya, Atsumas Freund, entführt. Doch kurz über lang findet ihr euren eingefrorenen Freund wieder, welcher ebenfalls eine grosse Rolle spielt im anstehenden Machtkampf der Elemente. Während des bevorstehenden Abenteuers schliessen sich euch noch weitere Protagonisten an, welche euch in eurem Kampf beistehen. Doch falls ihr euch lieber auf die Hilfe euer selbstkreierten Roboterkämpfer verlassen wollt, könnt ihr das selbstverständlich auch tun.

Sammelfieber

Ein sehr gut implementiertes Feature von Enchanted Arms sind die Golems. Diese roboterähnlichen Kampfmaschinen könnt ihr nämlich selbst nach Lust und Laune zusammenstellen. Dafür braucht ihr nur einen Golemkern und einen magischen Edelstein. Diese zwei Einzelteile lassen sich dann an bestimmten Terminals zu einem waschechten Kampfgolem zusammenfügen. Diese sind zwar nicht storyrelevant, jedoch können sie euch in einem kniffligen Kampf sehr gut aus der Patsche helfen. Mit cleveren Kombinationen und gut ausgewählten Fähigkeiten und Spezialangriffen können eure Golems gar eure Hauptprotagonisten in der Kampfstärke überragen. Die leblosen Kampfmaschinen lassen sich sogar aufleveln, und die gewonnen Erfahrungspunkte lassen sich nach eigenem Ermessen auf verschiedene Kampfattribute verteilen. Leider lassen sich aber weder ihre Waffen noch ihre Spezialangriffe aufrüsten. Doch ansonsten bilden eure Golems vollwertige Teammitglieder

Das Golem-Feature hat ausserdem einen motivierenden Nebeneffekt, denn das Zusammenbauen eurer eigenen Roboter macht Spass und verführt euch in einen Sammelwahn. Es sind nämlich über hundert verschiedene Golem-Modelle im Spiel versteckt und die gilt es alle zu finden. Freut euch also auf ein Sammelfieber à la Pokémon.

Enchanted Arms
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Marwan Abdalla

Enchanted-Arms


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Marwan Abdalla am 07 Okt 2006 @ 20:40
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