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FIFA Street 2: Review

  XBOX 

Im vergangenen Jahr hat FIFA Street unsere Redaktion gespalten. Von totaler Begeisterung bis grundsätzlicher Ablehnung war die gesamte Palette der Emotionen vorhanden. Die Strassenkick-Simulation mit einem Hang zu extrem unrealistischen Akrobatik-Einlagen verkaufte sich aber wohl gar nicht so schlecht, denn der Entschluss von Electronic Arts zu einem Nachfolger war rasch gefasst. FIFA Street 2 schickt uns erneut auf die Bolzplätze dieser Welt. Kann das Spiel diesmal durchweg begeistern oder holen wir uns im Test eher schmerzende Schürfwunden ab?


In der Champions League zählen die Auftritte von Ronaldinho an der Aussenlinie stets zu den Höhepunkten der Spiele. Atemberaubende Ballkontrolle gepaart mit blitzschnellen Körpertäuschungen sorgen für herrliche Zweikämpfe und so mancher Verteidiger sah schon alt aus gegen den brasilianischen Wunderstürmer. In FIFA Street 2 seid ihr selbst ein Ronaldinho und habt übernatürliche Ballkontrolle und Schussmöglichkeiten vom Fussballgott erhalten.

Gamebreaker? Game-Beender wäre passender!

So stellt ihr eure Gegner, spielt den Ball zwischen ihren Beinen hindurch, hebt ihn über sie hinweg, dreht euch mit dem Ball am Fuss wie Zidane oder nutzt die Bande, um an ihnen letztlich vorbeizuhuschen. Das sieht wunderbar aus und ist mit der Steuerung per rechtem Analogstick oder entsprechender Buttonkombination problemlos durchführbar. Pässe spielt ihr häufig hoch auf eure Mitspieler, um mit sehenswerten Kombinationen und Abschlüssen die aus dem Vorgänger bekannte Gamebreaker-Anzeige zu füllen. Ist die Leiste voll, aktiviert ihr einen Stern in der Mitte des Platzes. Dribbelt ihr mit eurem Spieler auf diese Fläche, wechselt das Spiel in eine verlangsamte Darstellung. Der ballführende Spieler kann nun entweder gleich mit der B-Taste einen mächtigen Schuss abgeben oder aber er dribbelt zuerst einige Gegenspieler aus, wodurch sich die Wirkung des Gamebreakers verstärkt. Bei zwei ausgespielten Gegenspielern vor der Torerzielung werden dem erfolgreichen Spieler zwei Tore hinzugefügt und dem Gegner sogar ein Tor abgezogen. Wer aufs Ganze gehen möchte, dribbelt schliesslich gleich alle drei Feldspieler des anderen Teams aus und schiesst dann das spielentscheidende Tor. Da ihr diese Schüsse nur selten blocken, bzw. verhindern könnt, kann das Spiel dann sehr rasch zu Ende sein.

Das träge Gameplay des Vorgängers hat sich nur unwesentlich verändert. Nach wie vor bewegen sich die Kicker wie alte Rentner über den Platz, nur um im nächsten Augenblick eine spektakuläre Aktion wie eine Blutgrätsche oder einen Seitfallzieher zu zeigen. Dynamisches Spiel kommt nur auf, wenn der Ball rasch bewegt wird. Viele unschöne Fouls verderben dabei den Spielfluss immer wieder. Da es auch diesmal keinen Schiedsrichter gibt, bleiben diese brutalen Aktionen unbestraft. Einerseits sicherlich richtig, denn wo ist schon ein Referee auf einem Bolzplatz zu sehen? Andererseits sorgen normalerweise die Teams untereinander dafür, dass das Fairplay gewahrt bleibt. Und das ist hier beileibe nicht der Fall.

FIFA Street 2
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Markus Grunow

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Markus Grunow am 12 Mrz 2006 @ 21:00
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