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Fable - The Journey: Review

  XBOX 360 

Schon bei der Ankündigung von Fable: The Journey waren Fans der beliebten Abenteuerreihe von Lionhead misstrauisch: Eine Art Fortsetzung, die ausschliesslich mit Kinect gespielt wird? Kann das gutgehen? Jetzt, wo der Ableger der zu Recht gelobten Serie erhältlich ist, wissen wir es besser: Ja, das funktioniert, aber von einem grossartigen Erlebnis kann nicht die Rede sein.


Ab ins Abenteuer

In Fable: The Journey geht es wieder in das magische Fantasy-Reich Albion. Dort schlüpft man in die Haut des Faulpelzes Gabriel, der mit seinem Pferd Seren durch das Land reist und Teil eines Nomadenvölkchens ist. Als dies ihn plötzlich vergisst, muss er alleine losziehen und seinen Weg bestreiten. Zum Glück ist er nicht ganz alleine, denn er trifft auf das Mädel Theresa, mit dem er fortan allerlei Gefahren meistern muss. Gleich zu Beginn stösst Gabriel unter anderem auf den fiesen Verschlinger, aus dessen Fängen er seine neue Kollegin befreit. Und das muss man dem Spiel in jedem Fall lassen: Die Geschichte wird wirklich schön erzählt, die zahlreichen Dialoge sind interessant genug, um stimmig zu unterhalten. Gerade die Notwendigkeit, mit der blinden Magierin zurechtzukommen, ist stellenweise amüsant, aber durchaus auch etwas dramatisch und spannend. Ohne Frage ist die Handlung die grösste Stärke des Spiels und dürfte Fans zufriedenstellen. Sie erfahren mehr über das von Lionhead gesponnene Universum und so manche Hintergründe. Alles in allem ist Fable: The Journey dennoch sehr gut ohne Vorkenntnisse verständlich - und vor allem für ein jüngeres Publikum geeignet. Übrigens: Das Werk ist 50 Jahre nach Fable 3 angesiedelt.

Ernüchterung

So schön die Rahmenhandlung auch ist, das Spielkonzept ist infantil. Der Kinect-Pflicht ist es zu verdanken, dass man fast ausschliesslich sozusagen auf Schienen fährt. Vorbei die Zeiten, in denen man sich in Fable frei durch die Gegend bewegen durfte, jetzt besucht man die hübschen Schauplätze auf fest vorgegebenen Pfaden. Mal geht's mit dem Pferd auf die Reise, ein anderes Mal mit der Kutsche. Zwar ist die Spielwelt wahrlich riesig, trotzdem wirkt das einengend, eben weil man nicht in aller Ruhe beliebige Orte aufsuchen kann. Nach einer kleinen Eingewöhnung klappt die Bewegungssteuerung immerhin gut - nur wenn man Hindernissen ausweicht und Abgründe übersteht, fühlt sich das ein wenig wie Temple Run auf dem iPad an. Gehaltvoller ist dies jedenfalls nicht.

So etwas wie Komplexität kommt durch andere Elemente ins Spiel. Zwischendurch bezwingt man Gegner, manchmal Endbosse, und selten gibt's simple Rätsel zu lösen. Und an Rastplätzen füttert man das Pferd mit Obst und Wasser. In der Tat wird zu keiner Zeit ein Controller verlangt, stattdessen werden Aufgaben ausschliesslich mit Kinect erledigt. Immerhin ist das relativ intuitiv und bereitet keine ernsthaften Schwierigkeiten, wenn die Bedingungen in der Wohnung optimal sind. Sprich halbwegs ordentliche Lichtverhältnisse, kein Tisch zwischen Fernseher und Couch, die richtige Entfernung zum Sensor. Stimmt etwas nicht, wird es ärgerlich. Typisch Kinect eben. Anstrengend ist Fable: The Journey, denn beim Kämpfen muss man fleissig die Arme bewegen - und das gerne auch mal länger als fünf Minuten am Stück. Wirklich taktisch sind höchstens die grösseren Gegner, sonst aber haut man Magiegeschosse um sich, was für Aussenstehende sicherlich ganz amüsant aussehen mag. Für Spieler selbst wird es ziemlich schnell eintönig.

Fable - The Journey
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Sven Wernicke


Fable---The-Journey


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Sven Wernicke am 17 Okt 2012 @ 17:07
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