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Fight Night Round 3: Review

  XBOX 

Wenn es um die Sportart Boxen geht bei Videospielen, gibt es oftmals eine kleine Rangelei in der Redaktion. Letztlich setzt sich bei den Xbox-Versionen aber doch immer das Schwergewicht der Schreiberlinge durch. Und da der Hüne sich bereits von Kindesbeinen an mit dem einst nur für Männer reservierten Sport beschäftigt, schwingt er seine Testerfaust entsprechend bedrohlich in Richtung seiner Konkurrenten. Ehrfürchtig ziehen sie von dannen und lassen den altehrwürdigen Fighter an sein Werk gehen.

So, genug geschwafelt. Ab mit der DVD ins Laufwerk des schwarzen Ungetüms und hinein ins Kampfgetümmel. Ganz bewusst hat sich der Verfasser dieser Zeilen die 360-Version noch nicht angesehen und geht gänzlich unbeeindruckt von optischen und sonstigen Eindrücken der neuen Konsole an diesen Test. Wer also hier einen Vergleichtest zwischen den Xbox-Versionen sucht, wird enttäuscht werden. Die zweite Version der Fight Night-Reihe glänzte vor allem mit den Verbesserungen bei der Beweglichkeit der Sportler und dem zur Verfügung stehenden Schlagrepertoire. Allerdings konnten KI und spielerische Tiefe uns nicht durchweg überzeugen. Gespannt griffen wir zum Gamepad, um mit der neuen Version wieder als Boxer in den Ring zu steigen.

Die erste kleine Enttäuschung offenbart sich euch bei der Präsentation. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich wenig getan, lediglich die Beleuchtungseffekte wirken glaubwürdiger und das Geschehen wird euch insgesamt wesentlich näher präsentiert. Kämpfer und Schauplätze gleichen Fight Night Round 2 jedoch sehr. Zeitanzeigen werden euch nun nur noch gelegentlich offenbart, wodurch die Kämpfe zum Teil sehr lang wirken. Altbekannte Grafikfehler und Unschönheiten, wie die zu Boden gehenden Kämpfer beim Niederschlag oder vereinzelte Clippingfehler in den Wiederholungen, wurden erneut übernommen. Doch Altes muss nicht immer schlecht sein, denn die exzellente Steuerungsoption der Total Punch Control wurde kaum verändert. Die Neuerungen der Box-Steuerung sind zunächst kaum auszumachen. Doch nach ein paar Spielminuten wird schon deutlich, dass sich die Entwickler Mühe gegeben haben, das Spielerlebnis weiter zu optimieren.

Die ultimative Faust!

So lässt sich die KI nicht mehr nur durch dumpfen Haymaker-Einsatz überrumpeln und angesichts der längeren Vorbereitungszeit für diese Haudrauf-Attacken seid ihr jetzt auch erheblich anfälliger für fixe Konterschläge eures Gegenübers. Zwei gänzlich neue Schläge bringen euch in völlig andere Perspektiven: Mit dem so genannten Flash K.O. führt ihr einen sehr aufwendigen Schlag durch, für den ihr einiges an Vorbereitungszeit benötigt. Landet dieser Kracher aber im Ziel, raubt er eurem Gegner die Kraft aus dem Körper. Ein weiterer Schlag schickt euren Kontrahenten ohne Umschweife auf die Matte. Entsprechend schwer ist dieser neue Superschlag aber auch auszuführen und eine gute Deckung verhindert diese ultimative Faust ohnehin.

Die zweite Neuerung stellt der Stun Punch dar, bei dem ihr euren Widersacher kurzzeitig betäubt und ihn nun mit einer Schlagserie eindecken könnt. Dabei wechselt die Perspektive ungewohnt auf die Ansicht eures Gegners, ihr seht also euch selbst mit den Augen eures Kontrahenten! Genauso wechselt das Spiel aber auch in die Ego-Perspektive, wenn ihr euch selbst mal verteidigen müsst. Ein spassiges und forderndes Minispiel, welches einen gelungenen Fight noch zusätzlich bereichern kann.

Fight Night Round 3
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Markus Grunow

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Markus Grunow am 16 Mrz 2006 @ 18:13
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