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FlatOut - Ultimate Carnage: Review

  XBOX 360 

Die finnischen Entwickler von Bugbear haben sich auf Rennspiele spezialisiert. Und lässt man das etwas merkwürdig anmutende Rennspiel Käfer total von anno 2000 aussen vor, so kann man jedes Werk der Finnen als Achtungserfolg bezeichnen. Glücklicherweise haben die Entwickler nach dem hervorragenden Rally Trophy schnell gemerkt, dass eine allzu ernste Simulation nicht das Nonplusultra sein kann. Drei Jahre danach erschien FlatOut und begeisterte alle Fans harter Offroad-Rennen mit derben Rempeleien und einer sensationell zerstörbaren Umgebung. Jetzt kommt mit FlatOut: Ultimate Carnage die lange überfällige Version für die nächste Konsolengeneration. Ob das ultimative Massaker mehr ist als ein mässig portiertes FlatOut 2, verraten wir euch im folgenden Crash-Test.

Sieht scharf aus!

Neuer Name, neues Spiel? Nun, nicht ganz. Es handelt sich bei FlatOut: Ultimate Carnage nämlich tatsächlich weitgehend um das Spiel, das alle PC-, Xbox- und PS2-Spieler im vergangenen Jahr bereits als FlatOut 2 serviert bekamen. Da das aber bei uns Spitzenwertungen absahnte, ist dieser Umstand nicht unbedingt als Minuspunkt anzusehen. Bereits nach dem brachialen Intro mit Szenen aus dem Spiel erblicken alle Fans der Serie ein neu gestaltetes Hauptmenü und dürfen dort bereits einen ersten Blick auf die noch einmal deutlich aufgebohrte Grafik des Spiels werfen.

Tatsächlich haben die Entwickler seit FlatOut 2 deutlich an der Grafikschraube gedreht, was für Optikfetischisten ein echtes Fest sein dürfte. Die Polygonanzahl der Vehikel wurde für die Xbox 360 beinahe vervierfacht, jedes einzelne umherfliegende Objekt hat seinen eigenen, in Echtzeit berechneten Schatten. Die Autos und Strecken wirken dank Normal Mapping weitaus plastischer, die Wassereffekte sind komplett überarbeitet worden und auch Features wie das überstrahlende High Dynamic Range-Lightning sieht die FlatOut-Serie zum ersten Mal. Reicht noch nicht? Gut, die Anzahl der zerstörbaren und umher fliegenden Objekte pro Strecke wurde von fünftausend auf achttausend aufgestockt. Es gibt überarbeitete Partikeleffekte und selbst der Funkenflug ist jetzt physikalisch korrekt. Das klingt nicht nur geil, das sieht auch so aus!

Alles schon gesehen!

Der GBase-Leser an sich ist jedoch ein Spieler der anspruchsvollen Natur. Der akzeptiert eine saubere, ordentliche Grafik mit einem wohlwollenden Nicken, lässt sich aber darüber hinaus in der Regel nicht von einer blank polierten Optik blenden. Kurzum: er will Substanz! Also sehen wir uns das Spiel einmal etwas genauer an. Und was stellen wir fest? Irgendwie ist es trotz der genialen Grafik scheinbar doch nur FlatOut 2. Die insgesamt sechsundvierzig Vehikel kennen wir allesamt ebenso aus dem Vorgänger wie die über drei Dutzend Rennkurse, die durch die Bank nur leichte optische Veränderungen erfahren haben. Die Hatz durch die Gewächshäuser, der Flugzeug-Friedhof in der Wüste oder die Jagd durch die Shopping Mall in der Innenstadt, das haben FlatOut 2-Spieler vor rund einem Jahr alles schon einmal gesehen.

Auch das grundlegende Spielprinzip ist noch immer dasselbe. Gib Gas, holze alles und jeden um, um Nitro-Boost zu bekommen und schau, dass du am Ende des Rennens als Erster über die Ziellinie gehst. Dabei fliegen in gewohnter FlatOut-Manier die Fetzen und immer wieder auch mal der eine oder andere Fahrer frontal durch die Windschutzscheibe. Fahrer? Herrje, nein. Dummies natürlich. Denn auch in FlatOut: Ultimate Carnage fliegen für den deutschen Markt statt echter und schreiender Fahrer Crash-Puppen durch die Gegend. Nicht schön, aber altbekannt. Die starke Havok-Physikengine sorgt einmal mehr dafür, dass alle zerstörbaren Objekte physikalisch korrekt über die Strecke purzeln und bis zum Ende des Rennens auch dort liegen bleiben. Wie schon in FlatOut 2 gibt es auch diesmal kleinere physikalische Aussetzer, so dass ab und an Objekte in der Luft hängen, obwohl sie eigentlich längst zu Boden fallen müssten. Wer sich daran aber stört, darf sich als pingelig beschimpfen lassen.

FlatOut - Ultimate Carnage
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Tobias Kuehnlein


FlatOut---Ultimate-Carnage


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Tobias Kuehnlein am 02 Aug 2007 @ 11:21
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