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Ford Street Racing: Review

  XBOX 

"Er fuhr Ford und kam nie wieder.", dieser platte Spruch begrüsst euch zu unserem Xbox-Test des Arcade-Rennspiels Ford Street Racing. Empire Interactive hat bereits einige Ford Racing-Spiele auf uns losgelassen, war bislang aber wenig erfolgreich damit. Mit dem neuesten Teil will man endlich zeigen, dass die amerikanische Automarke auch einiges unter der Haube zu bieten hat.


Mittlerweile sind gut sieben Jahre seit dem ersten Ford Racing-Spiel vergangen. So langsam wird es also Zeit, dass sich die Rennserie etabliert und auch mal in höhere Wertungsregionen vorstösst. Durch die offizielle Lizenz des Herstellers konnten satte achtzehn Modelle ins Spiel integriert werden. Verteilt auf drei verschiedene Leistungsklassen, offenbart euch das Spiel einen Teil der Firmengeschichte, denn Klassiker wie der nach wie vor unverschämt aggressiv aussehende Ford Mustang oder der Ford Fiesta ST laden euch genauso zu Runden auf den Strassen von L.A. ein wie Tourenwagen. Ein paar Konzeptautos runden das insgesamt zufriedenstellende Angebot ab.

Geisterstadt Los Angeles!

Ihr seid auf den Strassen der Metropole Los Angeles unterwegs. Los Angeles ist nicht gerade für Regen berühmt, daher dürft ihr auch nur auf trockenen, sonnigen Strassen durch die Landschaften brettern. Sämtliche Rennstrecken sind den realen Schauplätzen nachempfunden und können teilweise sogar richtig gut überzeugen vom Verlauf her. Doch abseits der Strassen sieht dies leider gänzlich anders aus, denn hier herrscht Langeweile pur. Keine jubelnden Zuschauer, kaum ziviler Verkehr oder andere hübsche Details werden euch geboten, das Wort Geisterstadt kommt allzu häufig in den Sinn. Immerhin sehen die Wagen mehr als gut aus.

Erfreulicherweise wird euch sogar ein Schadensmodell geboten, so dass sich die teuren Karossen auch beschädigen lassen. Dies wirkt sich allerdings nur ein wenig hinsichtlich der optischen Schäden aus, da es weder berstende Scheiben oder zerbrochene Aussenspiegel gibt, noch herabfallende Stossfänger oder wegfliegende Motorhauben. Bei den Ansichten habt ihr die Wahl zwischen einer Stossstangenkamera und einer Ansicht hinter eurem Wagen. Nur zwei Perspektiven sind auch für ein günstigeres Rennspiel arg wenig, vor allem hätte man sich auch eine Cockpit-Perspektive gewünscht für mehr Rennfeeling.

Und doch wird der Lack rasch zerkratzt, denn die sehr aggressive KI eurer Kontrahenten lässt euch nur selten in Ruhe. Jeder Meter Fahrbahn wird heiss umkämpft und nicht selten kommt es vor, dass ihr mit aller Gewalt aus einer Kurve geschoben werdet. Unfair allerdings die Tatsache, dass ihr selbst eure Gegner so gut wie kaum von der Strecke schieben könnt. Als seien die Reifen mit einer Extra-Haftschicht versehen worden, kleben eure Gegner auf dem Asphalt, zu mehr als einem Kratzer am Wagen reichen selbst heftigere Rammversuche selten aus. Kommt ihr, auch aufgrund der leicht verzögerten Steuerung, dann doch mal von der Strasse ab und rast in Poller oder in eine Laterne hinein, behindert dies eure Fahrt kaum. Allerdings blinkt euer Wagen auf und ihr werdet ein wenig langsamer. Selbst für Arcade-Racing-Freunde eine eher ungewohnte Kollisionsabfrage.

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Markus Grunow

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Markus Grunow am 27 Mrz 2006 @ 15:43
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