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Gears of War - Judgment: Review

  XBOX 360 

Es scheint schon eine Ewigkeit her zu sein seit den Ereignissen in Gears of War 3. In Wahrheit allerdings sind gerade mal eineinhalb Jahre seit seinem Erscheinen vergangen und nun steht bereits der nächste Ableger der beliebten Actionserie an. Gears of War: Judgment ist dabei aber kein direkter Nachfolger, sondern spielt 15 Jahre vor der globalen Invasion der Locust und somit noch vor der erfolgreichen Trilogie. Warum der Name Programm ist und ob sich Entwicklerbude People Can Fly, die 2007 von Epic Games geschluckt wurde, mit Ruhm respektive Locust-Blut bekleckern darf/muss, klären wir mit unserer Säuberungsaktion auf dem Planeten Sera.

Baird sitzt in der Scheisse

Wahrlich, der Einstieg von Gears of War: Judgment lässt sich nicht als konventionell bezeichnen, steht unser geschätzter Hauptdarsteller Lieutenant Damon Baird doch mitsamt dem Rest des Kilo-Squads vor Gericht und muss sich dort vor dem sichtlich entnervten Oberst Ezra Loomis für seine Taten rechtfertigen. Dazu zählen beispielsweise Befehlsverweigerung, die illegale Nutzung einer, nun ja, sagen wir mal "Einrichtung", und wohl auch das eine oder andere despektierliche und vorlaute Verhalten gegenüber Vorgesetzten.

Pikant: Während Loomis innerhalb des Gerichtsgebäudes versucht, Damon Baird und seinen Squad-Mitgliedern die Hölle heiss zu machen, tobt ausserhalb die eigentliche Hölle, deren Feuer ständig durch Locust-Horden entfacht wird und deren Auswucherungen schon mal die Gerichtsverhandlung zu stören vermögen. Noch pikanter: Ihr erlebt Gears of War: Judgment spielerisch in Rückblenden, wobei ihr immer denjenigen Charakter spielt, der gerade von Loomis verhört wird. Ihr seid also nicht nur mit Damon Baird, sondern auch mit einem weiteren vertrauten Charakter unterwegs: Augustus "The Cole Train" Cole. Dazu gesellen sich mit Sofia Hendrik eine Kadettin der Onyx-Wache und mit Garron Paduk ein ehemals der Union of Independend Republic (UIR) angehöriger Soldat, der nicht unbedingt gut auf die Führung der Coalition of Ordered Governments (COG) zu sprechen ist - dumm nur, dass das Kilo-Squad natürlich genau dieser Regierungsform unterstellt ist. Sticheleien sind da natürlich vorprogrammiert und lockern zusammen mit dem einen oder anderen gefälligen Macho-Spruch das Geschehen jeweils auf.



Story kontra Innovation

Es mag Zufall sein, dass praktisch zur selben Zeit zwei Spiele erscheinen, die sich einerseits auf die genau gleiche Weise abkürzen lassen - mit "GoW" nämlich - und andererseits auch noch versuchen, denselben Ansprüchen gerecht zu werden. Sowohl Gears of War: Judgment als auch God of War: Ascension aus dem Hause Sony Santa Monica erzählen als Prequel die Vorgeschichten ihrer jeweiligen Trilogie und versagen dabei auf ganzer Linie. Ja, auch die Handlung von Gears of War: Judgment reisst keine Bäume aus dem blutgetränkten Boden, doch verfolgt Entwickler People Can Fly einen geringfügig anderen Ansatz und versucht gar nicht erst, die Handlung direkt und ohne Blösse auf das hinauslaufen zu lassen, was man als Fan der Serie ohnehin schon weiss: Die Locust kommen, sie treten mächtig Ärsche und werden für Leid und Elend sorgen. Das ist unvermeidlich.

People Can Fly nutzt aber wie schon erwähnt einen einfachen und im Grunde recht vielversprechenden Kniff und erzählt die Geschichte in spielbaren Rückblenden, schöpft dabei das vorhandene Potential aber leider nicht mal annähernd aus. Zwar erzählen die Angeklagten zu Beginn einer jeden Mission ein paar Sätze zu den Geschehnissen und Erlebnissen, doch damit hat es sich dann und man verliert sich spielerisch wieder im gefechtsbezogenen Alltagstrott, der mit dem Declassified-Mission-System aber immerhin ein gewisses Mass an Variation mit sich bringt - und sich abgesehen davon natürlich nicht vor seinen direkten Nachfolgern zu verstecken braucht.

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Andy Wyss


Gears-of-War---Judgment


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Andy Wyss am 26 Mrz 2013 @ 12:32
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