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Ghost Recon 3 - Advanced Warfighter: Review

  XBOX 

Mexico City, wir schreiben das Jahr 2013. Captain Scott Mitchell und seine Ghosts-Einheit haben alle Hände voll zu tun, Kollege Ramirez aus einer fehlgeschlagenen Observation raus zu boxen, als über Funk dramatische Neuigkeiten zur Spezial-Einheit durchdringen. Mexikanische Rebellen haben ein Gipfeltreffen von Kanada, Mexiko und den USA in der Stadt gestürmt und den kanadischen Premier niedergestreckt. Von den Präsidenten Mexikos und der USA fehlt jedes Lebenszeichen. Da der einzige fähige Mann für so ein Szenario Jack Bauer heisst und sich lieber in einer TV-Serie mit derartigen Problemen herumschlägt, müssen die Ghosts sofort eingreifen. In Ghost Recon 3 ist also Schluss mit dem Guerilla-Kampf in der Pampa und dem laschen Dschungel- und Gebüsch-Gehopse aus den Vorgängern, jetzt werden die Waffen durchgeladen, das hochmoderne Advanced Warfighter-System gebootet und auf geht es in den urbanen Strassenkampf in Mexico City.


Holla, jetzt wird's anspruchsvoll

Die Zeit der Hobby-Rambos, die in den Vorgängern blindlings und mit dem Finger am Abzug durch die Level gehetzt sind, ist in Teil 3 endgültig vorbei. Taktisches und vorsichtiges Vorgehen ist hier oberstes Gebot, dank eines sehr knackigen Schwierigkeitsgrades - selbst auf den beiden leichten Stufen beisst Mitchell sonst enorm schnell ins Gras. Dabei ist Ghost Recon 3 erfreulich selten frustrierend. Zwar gibt es kein freies Speichern, dank meist recht fair gesetzter Checkpoints hat man aber in der Regel nicht allzu viel nachzuholen, wenn man die Mission neu startet. Wenn die Xbox allerdings abgeschaltet wird, sind die Checkpoints dahin. Dann muss die letzte Mission beim nächsten Spielstart wieder von vorne begonnen werden.

Herzstück von Advanced Warfighter ist das eingangs erwähnte namensgebende System, das Captain Mitchell mit sich herumträgt. Dieses moderne Kampfsystem versorgt Mitchell durch ein High-Tech-Monokel vor dem linken Auge mit allerlei nützlichen Informationen und Daten zur aktuellen Mission, dem Munitionsvorrat und der Gesundheit. Weiterhin erhält Mitchell permanent ein Live-Bild dessen, was der Teamkamerad hinter der nächsten Ecke gesichtet hat. Das, was der Teamleiter also vor das Auge bekommt, ist für den Spieler das HUD, das auf diesem Weg sehr clever ins Spiel integriert wurde. Um diese Integration noch deutlicher zu machen, verwackelt das HUD bei schnellen Bewegungen, Explosionen in unmittelbarer Nähe des Spielers können sogar kurzfristige Störungen verursachen.

Über das in das Advanced Warfighter-System integrierte Cross-Com kann Mitchell seinem Teamkollegen simple Anweisungen geben und, falls verfügbar, Unterstützung in Form eines Luftschlags oder einer Aufklärungsdrohne herbeirufen. Der Name Cross-Com lässt es bereits vermuten, diese hilfreiche Einrichtung lässt sich jederzeit über das Steuerkreuz bedienen. Meist wird sie im Spiel aber dazu verwendet, den Teamkameraden einen Befehl zum Vorrücken zu erteilen. Das funktioniert jetzt ähnlich wie bei Full Spectrum Warrior oder Brothers in Arms, ein Icon markiert dabei die neue Position des Kameraden. Befehligt der Spieler seinen Kollegen hinter ein parkendes Fahrzeug, einen Blumenkübel oder eine Gebäudeecke, geht der KI-Soldat automatisch in Deckung und macht sich so zu einem schwereren Ziel für die mexikanischen Rebellen. Generell verhält sich die KI vergleichsweise schlau und handelt stellenweise auch ohne Befehl, ab und zu setzen die Kollegen aber geistig aus und reagieren auf bestimmte Befehle nicht mehr.
Ein KI-Kamerad steht dem Spieler übrigens in den meisten Missionen zur Seite, nur selten muss Mitchell allein vorgehen. Auch wenn der Kollege ins Gras beisst, ist die Mission in der Regel nicht verloren. Da das Spiel aber durchgängig recht knackig ist, sollte man in solch einer Situation dennoch über einen Neustart nachdenken.

Häuserkampf in Mexiko

Das Szenario unterscheidet sich recht stark von dem der Vorgänger. Ging es in Ghost Recon 1 und 2 gerne mal in freier Wildbahn oder im dichten Dschungel zur Sache, müssen sich Fans im dritten Teil auf einen Häuserkampf in der verlassenen Innenstadt von Mexico City einstellen. Die Stadt wurde dabei recht trist und dreckig dargestellt, generell ist die Farbgebung im Spiel grau in grau, was aber der Atmosphäre sehr dienlich ist. Im Gegensatz zu Advanced Warfighter wirkten die Vorgänger regelrecht bunt. Schade ist die Leblosigkeit der Metropole. Auf den Strassen stehen zwar viele verlassene Fahrzeuge, Zivilisten bekommt man aber so gut wie nie zu Gesicht, was ein wenig den Eindruck eines abgesperrten Abenteuer-Spielplatzes für Profi-Soldaten aufkommen lässt.

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Tobias Kuehnlein

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Tobias Kuehnlein am 27 Mrz 2006 @ 21:57
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