GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Halo 4: Review

  XBOX 360 

Als Dr. Halsey im Jahre 2517 den damals sechsjährigen John beim vergnüglichen Spielen einer kindlichen König des Hügels-Variante beobachtete, ahnte sie wohl schon, dass John etwas ganz Besonderes sein musste. Sie sollte Recht behalten. In einem moralisch denkwürdigen wie verwerflichen Akt der Entführung wurde John, und mit ihm weitere 74 Kinder, der Hand der elterlichen Obhut entrissen und ins SPARTAN II-Projekt gesteckt - mit dem Ziel, aus ihm den Supersoldaten schlechthin zu formen. In drei epochalen Schlachten respektive Spielen hat John mit der Kennnummer 117, den meisten besser bekannt als Master Chief, die Welt, die menschliche Zivilisation und schliesslich seine KI-Begleiterin Cortana vor den Klauen der Allianz errettet. Nun ist er, nach fast fünfjähriger Abstinenz, wieder da.

Nun denn. Wach auf, John.

Eine neue Trilogie

Die Geschichte von Halo 4 beginnt exakt dort, wo Halo 3 aufgehört hat. Nun, wir wollen euch weder das Ende des dritten Teils noch den Start in die neue Reclaimer-Saga, so will die neue Trilogie genannt werden, vorwegnehmen. Nur so viel sei gesagt: Sanft wird John-117 aus seinem Kyroschlaf geweckt. Cortana, die KI mit nur allzu menschlichen Zügen, hat während der vergangenen Jahre gut über ihren Schützling gewacht. Doch die Ruhe währt nicht lange, denn Bewegungssensoren haben Eindringlinge auf dem Schiff entdeckt. Eine Sache, der der Master Chief natürlich nachgehen sollte. Im Überwachungsraum der Forward Unto Dawn - so heisst der angeschlagene Weltraumkreuzer, in dem unser Lieblingsspartaner jahrelang im All trieb - angekommen, muss er allerdings erst mal schwer schlucken. Denn das, was sich vor seinen Augen abspielt, kann nichts Gutes bedeuten. Umzingelt von Kriegsschiffen und einem gigantischen planetoiden Gebilde sieht sich der Chief gezwungen, mal kurz den Zustand seines Gewehrs zu überprüfen und anschliessend eine kurze, aber knackige Ladebewegung auszuführen. Halo 4 beginnt.

Ein schweres Erbe

Bei so manchem Fan der Serie dürfte der Tränenfluss noch nicht versiegt sein. Bungie, die Schöpfer der Science-Fiction-Reihe, lieferten mit Halo Reach ihr letztes Halo-Spiel ab und übergaben die Verantwortung über ihr Baby an 343 Industries. Doch seid versichert, dass der Serie womöglich nichts Besseres hätte passieren können. Nach dem Durchspielen der Kampagne, ausgiebigen Mehrspieler-Matches und der Durchsicht der neuen Spartan Ops lässt sich nur eines sagen: Halo ist beim in Kirkland, Washington, ansässigen Entwickler verdammt gut aufgehoben. Was 343 Industries bezüglich Präsentation und Technik aus dem Halo-Universum und vor allem auch aus der betagten Xbox 360 herauszuholen vermochte, beeindruckt. Prächtige Panoramen, in jeder Hinsicht toll gestaltete Innen- wie Aussenareale, eine mitreissende Soundkulisse, durchpoliert von A bis Z. So und wohl nicht anders lässt sich die technische Seite von Halo 4 umschreiben. Im Vergleich dazu sieht der direkte Vorgänger, Halo 3, aus wie ein Spiel aus der letzten Konsolengeneration.



Fans wird ausserdem freuen: Von der ersten Sekunde an fühlt es sich so an, als wäre er nie weggewesen, der Master Chief. Trotz des Gewichts seiner Mjolnir-Kampfpanzerung, die uns nicht-modifizierten Menschen wohl ohne Weiteres erdrücken würde, stapft er agil wie eh und je durch die Spielwelt, springt wie ein junges Reh über Absperrungen und hat dabei auch seine Stimmbänder neu entdeckt. Galt er in vergangenen Episoden eher als redearm, bringt er nun den einen oder anderen Spruch über die übrigens toll vertonten Lippen. Und wo wir gerade davon sprechen: Die in unserer Testversion dargebotenen englischen Sprecher machen ihre Arbeit verdammt gut - und nun stellt euch das im Einklang mit den tollen cineastischen Zwischensequenzen vor. Mass Effect kann da stellenweise einpacken.

Halo 4
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?


Andy Wyss


Halo-4


Halo-4


Halo-4


Halo-4


Andy Wyss am 03 Nov 2012 @ 18:06
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen