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Jade Empire: Review

  XBOX 

Bioware, dieser Name zaubert vielen Rollenspiel-Freunden eine wohlige Gänsehaut herbei. Das Unternehmen mit Stammsitz in Edmonton, Kanada, hat in den vergangenen sieben Jahren mit einigen Spielen auf sich aufmerksam machen können. Angefangen mit der erfolgreichen Baldur´s Gate-Reihe, über die Neverwinter-Spiele bis hin zu den grandiosen Umsetzungen der Star Wars Spiele Knights of the Old Republic, etablierte sich das Unternehmen am Spielemarkt und konnte sich im RPG-Sektor einen hervorragenden Ruf bei den Spielern erarbeiten. Kein Wunder also, dass die Ankündigung von Jade Empire hierzulande für Furore sorgte. Und seien wir doch mal ehrlich: Ein Rollenspiel im altehrwürdigen China mit asiatischer Mythologie und Kampfkunst hätte mit Sicherheit für weniger Aufsehen gesorgt, wenn es von einer kleineren Spieleschmiede entwickelt worden wäre. Bioware sorgt nun einmal für Qualität. Oder kann das Spiel doch nicht an die grossen Erfolge anknüpfen?


Wir fühlten uns sofort heimisch. Kein Wunder, baut die Optik des Spiels doch auf dem Erscheinungsbild der KotOR-Reihe auf. Doch die fantastischen Welten des altertümlichen Chinas wirken dennoch gänzlich unterschiedlich, als die zumeist tristen und leblosen Umgebungen der Planeten des SW-Universums. Bioware hat für das Spiel eine neue Engine entwickelt, um die Umgebungen der wundervollen, farbenfrohen Welt im alten China möglichst detailgetreu und belebt präsentieren zu können. Und gleich zu Beginn fällt auf: Die Spielwelt sieht wahrhaft fantastisch aus. Zwar gibt es mittlerweile durchaus Rollenspiele auf dem Markt, welche die technischen Möglichkeiten der Xbox noch ein Stückchen besser zu nutzen wissen. Doch der eigentliche Grafikstil ist durchgängig wunderschön, die Landschaften und Umgebungen werden herrlich in Szene gesetzt in weichen Rot- und Goldtönen. Nur selten hatten wir den Eindruck, dass man die Schauplätze noch besser hätte darstellen können und die Spielatmosphäre aufgrund vergleichbar geringerer Details ein wenig gelitten hat.

Unerfreulich waren jedoch die zahlreichen Ruckler, die speziell in belebten Arealen störend auffielen. Ein aus den KotOR-Spielen bekanntes Phänomen wurde sogar noch verschlimmert: Die Kollisionsabfrage von aufeinander zulaufenden Personen ist grausig. Da prallen Personen in einer Stadt schon mal voneinander ab, als würden sie Gummirüstungen tragen. Sehr viel besser gelungen sind da die perfekten Animationen der Akteure bei den Kämpfen. Selten konnte man die asiatische Kunst des Kampfes mit oder ohne Waffen so wundervoll in einem Videospiel begutachten. Je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad verhalten sich eure Gegner behäbiger oder imposant leichtfüssig. Dabei könnt ihr mit unterschiedlichen Kampfstilen euren Recken wahre artistische Kampfmanöver entlocken. Kleines Beispiel gefällig? Unsere Heldin stoppte den stürmischen Angriff zweier Gegner zunächst mit einer raschen Hechtrolle. Den dritten Angreifer hielt sie mit einem Eiszauber kurzzeitig in Schach und zeigte den beiden geblockten Halunken nun mit einer wahren Serie von Faustschlägen, dass mit wütenden Frauen nicht zu spassen ist. Anschliessend elegant über den dritten Angreifer gesprungen und so seiner Angriffswut entgangen, konnten wir ihm in den Rücken fallen. Erneut wechselten wir den Kampfstil und rannten ihn kurzerhand um. Die Anwendung der verschiedenen Kampftechniken macht viel Freude, es ist aber nur selten wirklich erforderlich, seinen Lieblings-Kampfstil zu wechseln, da ein Gegner zum Beispiel immun gegen die Angriffe ist.

Jade Empire
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Markus Grunow

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Markus Grunow am 24 Apr 2005 @ 22:36
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