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King Kong : Review

  XBOX 360 

Ein neuer Film? Lizenzspiel dazu? Kann das gut gehen? Wie immer eine äusserst berechtigte Frage bei einer rentablen Filmumsetzung. Die Publisher versuchen in kürzester Zeit viel Geld zu verdienen, so dass zuwenig ins Game gesteckt wird und es schlussendlich am Spielspass mangelt. Doch der Name UbiSoft steht oft für gute Spiele. Und

King Kong

ist ja auch nicht irgendeine Lizenz. Doch was ist das Endresultat?

Die Insel des Schreckens

Eure Reise beginnt genau dort, wo auch der Film richtig beginnt. Ist auch kein Wunder, dürft ihr doch alle Schlüsselstellen erleben, sowie etliche Szenen, die es im Film gar nicht zu sehen gibt. Ihr startet also in New York und seid auf der Suche nach der sagenumwobenen Insel Skull Island. Doch bereits bei der Landung geht alles schief was ihr euch nur vorstellen könnt. Eure Mannschaft wird in alle Windrichtungen verteilt und ihr habt sogar schon den ersten Toten zu vermelden. Als dann auch noch eure Hauptdarstellerin Ann entführt wird, fängt das Chaos erst richtig an. Jetzt ist der Moment, wo ihr endlich ins Spiel kommt. Ihr verkörpert Jack und steuert ihn aus der Egoperspektive, wobei ihr lediglich die Hände sehen könnt. Auf ein HUD haben die Mannen von Ubisoft verzichtet, wollen sie doch ein authentisches Spielgefühl erzeugen. Wer damit nicht klar kommt, darf in den Optionen ein Fadenkreuz und die Munitionsleiste einblenden. Letzteres ist jedoch kaum nötig, da euer Recke bei jedem Magazinwechsel den Munitionsvorrat verlauten lässt. Ausserdem könnt ihr jederzeit via Tastendruck den aktuellen Vorrat abfragen.

Möge die Jagd beginnen

So steht ihr also total durchnässt am Anfang eurer harten und unglaublichen Reise. Viel Zeit bleibt euch nicht, nachdem eine Leuchtrakete abgefeuert wurde, macht sich Carl bereits in den Dschungel auf und ihr folgt ihm. Nach der anfänglichen Begeisterung über die Flora und Fauna, werdet ihr schnell Bekanntschaft mit den hiesigen Kreaturen machen. Grosse Tausendfüssler, prähistorische Fledermäuse und Dinosaurier erschweren euer Vorankommen. Damit ihr euer Leben verteidigen könnt, bleibt nur die rohe Waffengewalt als Lösung übrig. Hierbei stehen euch diverse Waffen zur Verfügung, welche aber andauernd an Munitionsknappheit leiden. Ihr werdet schnell feststellen, dass ihr euch jeden Schuss genau überlegen müsst und euch die Gegebenheiten des Dschungels zu Nutze machen solltet. Speere und Knochen eignen sich besonders gut zur Selbstverteidigung. Am einfachsten ist es, mit ihnen zuzustechen, mit etwas Übung werdet ihr sie aber auch über weite Distanzen werfen können und den einen oder anderen Flattermann damit herunterholen. Die grösseren Kaliber lässt euer Piksen jedoch völlig kalt, die fressen euch stattdessen lieber. Doch auch die sind nicht unbesiegbar und reagieren besonders auf Feuer allergisch. Findet ihr also eine Feuerstelle, könnt ihr euren Speer anzünden und den nahe liegenden Busch in Brand setzen. Das hält die Dinos meist relativ weit auf Distanz und ihr könnt in der Zwischenzeit flüchten. Ihr könnt die Viecher aber auch mit Fleischbrocken oder Maden ablenken und sie dann aus sicherer Entfernung attackieren.

Auch wenn sich Speere und Knochen völlig identisch spielen, gibt es doch erhebliche Unterschiede in der Anwendung. Denn ein Knochen verursacht beispielsweise nur den halben Schaden eines Speeres. Auf der anderen Seite sind die Knochen in unendlicher Anzahl verfügbar, wohingegen Speere nur in begrenzter Stückzahl vorhanden sind. Ihr könnt euch aber auch bei Mutter Natur bedienen. Denn die Nahrungskette wird euch öfters das Leben retten. Das System dahinter ist einfach: Der Stärkere frisst den Schwächeren! So locken kleine Maden die grossen Tausendfüssler an, diese hingegen locken kleinen Dinos an und diese bringen dann den gigantischen V-Rex ins Spiel. Ihr könnt die verschiedenen Widersacher auch ganz einfach ausser Gefecht setzen in dem ihr einen Köder legt. Wenn dieser anschlägt, das Gebüsch entzünden und so den Gegner brutzeln. Diese Technik stellt sich als sehr effektiv und munitionssparend heraus.

Da ihr euch in King Kong nur selten alleine durch den Dschungel schlagt, sind eure menschlichen Begleiter jeden Penny wert. Oft braucht ihr deren Hilfe um Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Ihr werdet schnell auf versperrte Tore treffen, die ihr nur zu zweit öffnen könnt, weil ihr zwei Hebel gleichzeitig drehen müsst oft müsst ihr die Hebel zuerst noch finden. Aber auch die heikle Sache mit dem Feuer ist nicht immer so einfach wie es klingt. Manchmal müsst ihr erst mehrere Feuer entzünden, da euch ein Wasserfall im Weg ist. So werft ihr einen Speer nach dem anderen zu den Stellen, hebt ihn dann am Ende wieder auf und entfacht ein weiteres Feuerchen. Ihr seht schon, die Aufgaben im Dschungel wiederholen sich ständig, wirken aber nie langweilig, da die Situationen immer wieder anders sind. Einmal müsst ihr vor einer Horde Echsen flüchten, das andere Mal müsst ihr einen gigantischen V-Rex davon abhalten die Crew zu fressen. Oder ihr reist auf einem Floss durch wilde Stromschnellen und müsst euch gegen massig prähistorisches Vieh wehren.

Der König der Affen

Die meiste Zeit steuert ihr Jack aus der Egoperspektive, ganz ohne Statusanzeigen. Trotzdem seid ihr nicht unsterblich, ganz im Gegenteil. Oft reicht ein Biss eines Sauriers und ihr seid einen Kopf kürzer. Darum ist die oberste Devise, schwere Verletzungen zu vermeiden. Denn seid ihr einmal angeschlagen, schränkt sich eure Beweglichkeit erheblich ein. Ausserdem verengt sich euer Blickfeld, das Bild verliert die Farbe und euer Herzschlag erhöht sich schlagartig. Bis ihr schlussendlich ausser der Hintergrundmusik nichts mehr hört. Dann ist es höchste Zeit den letzten Speicherstand aufzurufen und neu zu beginnen. Apropos Speicherpunkte, diese sind sehr angenehm dicht verteilt, so dass ihr kaum etwas vom Spielfortschritt verliert. Trotzdem dürft ihr jederzeit speichern und nach dem Laden startet ihr direkt an dieser Stelle wieder.

King Kong
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Daniel Amstutz

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Daniel Amstutz am 05 Dez 2005 @ 17:30
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