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Lost Planet - Extreme Condition: Review

  XBOX 360 

Das Entwicklerstudio Capcom machte sich durch die Survival-Horror-Reihe Resident Evil einen Namen in der Spielergemeinde. Doch auch andere Spiele-Reihen entsprangen dem Studio wie zum Beispiel Devil May Cry, Onimusha und noch andere. Eines hatten alle Titel gemein: Brillante Optik, gut inszenierte Zwischensequenzen und bombastische Bosskämpfe. Nun erschien nach Dead Rising der zweite Exklusivtitel von Capcom für die Xbox 360 - Lost Planet. Eine gute Nachricht an alle deutschen Leser, den Titel kann man in Deutschland kaufen - Dead Rising wurde euch ja vorenthalten. Kleine Notiz am Rande: Wusstet ihr, dass der Titel ursprünglich auf der PlayStation 2 unter dem Namen Project Third Planet erscheinen sollte? Ob der Plattformwechsel und die Namensänderung dem eisigen Ambiente gut getan haben, erfahrt ihr in unserem Test.

Wer kennt dieses Gefühl nicht: Draussen peitscht ein eisiger Wind um die Bäume, die früher grünblühende Wiese musste einer weissen, eisigen Decke weichen und statt Sonnenschein gibt es nur Nebelschwaden. So gestaltet sich normalerweise der herkömmliche Winter. Doch dieses Jahr müsst ihr euch ja bekanntlich nicht in tropische Spiele zurückziehen, sondern könnt auch so das Schauspiel der Natur draussen verfolgen. Wenn ihr dennoch Lust auf ein eisiges Abenteuer habt, könnt ihr euch ja für Capcoms Lost Planet entscheiden. Jedoch wird euch hier auch nach kürzester Zeit auf eine andere Art sehr warm werden. Als Wayne - ein ganz toller Name, wie wir finden - kämpft ihr euch in diesem extravaganten Actionspiel über die Oberfläche des Eisplaneten EDN III, der nicht nur mit einem kleinen Kälteproblem zu kämpfen hat, sondern auch von blutrünstigen Insektenwesen, Akriden genannt, bevölkert wird. Wenn dann in einem heissen Kampf noch verfeindete Schneepiraten mit monströsen Mechs auf euch einstürmen, werdet ihr trotz klirrender Kälte ins Schwitzen kommen.

Ich heisse Wayne, wenn's interessiert!

Eines gleich vorweg, aus der Geschichte von Lost Planet hätten die Jungs von Capcom auf jeden Fall mehr rausholen können - bietet das Szenario ja genug Spielraum. Die Vorgeschichte des Spiels erlebt ihr im spielbaren Intro. Wayne verliert seinen Vater während des Kampfes gegen den mächtigen Wurm Green Eye und kann sich selbst gerade noch so retten. Jedoch bricht der mutige Kämpfer kurz darauf zusammen und verliert sein Gedächtnis. Nachdem er wieder zu sich kommt, befindet er sich in der Unterkunft von Luka, Yuri und Rick, die ebenfalls gegen die widerlichen Akriden ankämpfen. Wayne kann sich aber nur teilweise an den Tod seines Vaters und den für Wayne selber fast tödlich endenden Kampf erinnern. Euch bleibt also nichts anderes übrig, als euch dem Kleinen anzuschliessen und den Kampf gegen die Akriden aufzunehmen. Während der Reise kehren immer mehr Erinnerungen zurück und euch wird schnell klar, dass es nur ein Ziel gibt: Green Eye zu töten und damit den Tod eures Vaters zu rächen. Doch im Laufe dieser Säuberungsaktion, die euch durch verwegene Höhlensysteme und verlassene Stützpunkte führt, kommt ihr einem Komplott auf die Spur, in das auch eure neuen Freunde verwickelt zu sein scheinen.

Lost Planet beginnt wie ein herkömmliches B-Movie, mausert sich aber mit der Zeit zu einem aufwendigen Hollywoodstreifen. Denn die Story wirkt stellenweise zwar etwas banal, die Entwickler werfen euch jedoch in den wunderschön inszenierten Zwischensequenzen zunehmend Storyhappen zu. Erst im zunehmenden Spielverlauf werdet ihr merken, dass es hier noch um viel mehr als nur um Rache und den Kampf gegen die Akriden geht.

Gib mir Energie

Das Leben auf EDN III ist eine eisige Angelegenheit. Denn ohne ständigen Wärmenachschub friert ihr nach wenigen Sekunden ein und endet als Eiszapfen. Glücklicherweise habt ihr von eurem Vater einen Prototypen eines wärmespendenden Gerätes - den Harmonizer - in den Arm implantiert bekommen. Diese Wärmeenergie wird auch von den Akriden genutzt, um auf der klirrenden Oberfläche überleben zu können. Dieser Wärmevorrat ist auch gleichzeitig die Schwachstelle jedes Akriden. Wenn ihr sie besiegen wollt, müsst ihr einfach auf die leuchtenden Stellen feuern. Denn nur an diesen Stellen sind sie verwundbar, feuert ihr auf einen anderen Teil ihres steinharten Panzers, werden eure Geschosse lediglich abgewehrt und aus eurem Einsatz wird nichts. Wenn ihr die Viecher lange genug bearbeitet habt, verlieren sie ihre Thermalenergie und erstarren augenblicklich zu Eis. Die zurückgelassene Energie könnt ihr aufsammeln und speichern. Damit schützt ihr euch nicht nur vor dem sicheren Erfrierungstod, denn der Harmonizer heilt auch die Wunden, die ihr während eines Kampfes einstecken musstet. Dieser nette Nebeneffekt gilt jedoch nur, solange ihr Thermalenergie habt. Fällt die Anzeige gen Null, solltet ihr euch sputen und schnell neue finden. Ansonsten seht ihr den Game-Over-Bildschirm. Um an neue Energie zu gelangen, müsst ihr euch jedoch nicht nur an die widerlichen Kreaturen halten, sondern könnt euch auch das Terrain um euch zu Gute führen. Denn auch Tanks, Autos und anderes Mobiliar beinhalten Energietanks. Merkt euch einfach eines: Alles, was ihr in die Luft jagen könnt, hinterlässt auch Energie! Dieses Suchfeature klingt anfänglich nach einer Menge Stress, ist aber halb so schlimm: Während eurer Reise trefft ihr auf so viele Gegner, dass ihr zu jeder Zeit mächtig viel Energie besitzt.

Lost Planet - Extreme Condition
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Daniel Hanin

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Daniel Hanin am 15 Jan 2007 @ 23:59
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