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Men of Valor - Vietnam: Review

  XBOX 


Medal of Honor-Schöpfer 2015 bleibt sich treu und veröffentlicht mit Men of Valor: Vietnam einen weiteren Vertreter der Ego-Shooter die auf historischen Kriegen basieren. Diesmal dient allerdings nicht der Zweite Weltkrieg als Hintergrund, sondern die Gefechte um und in Südvietnam aus den 60er-Jahren. Wer jetzt meint das Thema Vietnam sei mittlerweile zu oft versoftet worden und damit ausgelutscht, der irrt. Wieso? Das erfahrt ihr in unserem Testbericht.



Singleplayer

Ihr schlüpft in die Rolle des schwarzen US-Soldaten Dean Sheppard und werdet mit eurer Einheit Anfang der 60er-Jahre in das Krisengebiet Südvietnam versetzt, das vom kommunistischen Nordvietnam bedroht wird. Künftig werdet ihr insgesamt zwölf gefährliche Missionen aus der Ego-Perspektive lösen müssen, die jeweils in mehrere kleinere Abschnitte unterteilt sind. Die Handlung ist eher rudimentär vorhanden. Die Story erzählt die militärische Karriere von Dean im Vietnamkrieg und wird primär anhand eines anstrengenden Briefverkehrs zwischen ihm und seinem Vater fortgeführt. Anstrengend deshalb, weil die Briefe automatisch in einer recht schnellen Geschwindigkeit runterscrollen und nur teilweise mit Sprachausgabe unterlegt wurden. Die Möglichkeit selbst zu scrollen fehlt, so dass langsame Leser sicher Schwierigkeiten haben werden, die Geschichte komplett zu verfolgen.

Die oben genannten Missionen beinhalten unter anderem Eskorten und die Rettung von festsitzenden Kameraden. Die häufigen In-Game-Zwischensequenzen sind stilistisch an Filme wie Full Metal Jacket und Platoon angelehnt und nicht selten von pechschwarzem Humor begleitet. Die Kameraden sind komplett deutsch und durchaus professionell synchronisiert worden, was bei so einem Spiel keineswegs eine Selbstverständlichkeit ist, und sie halten auch in hitzigen Gefechten nicht ihr Maul. So schreien sie häufig ein hasserfülltes "Fresst das ihr Bastarde!" den Feinden entgegen. Werden sie verletzt, ertönt ein schmerzhaftes "Es ging hier rein - und da wieder raus!". Leider ist das Sprücherepertoire begrenzt, so dass sich selbiges schnell wiederholt. Die Waffensounds hätten auch etwas herzhafter sein können. AK47, M16 und Co. klingen einfach nicht sehr authentisch, was aber durch die absolut exzellente Hintergrundmusik wieder ausgebügelt wird. So verwöhnen nicht nur spannende, melodische Klänge die Ohren, sondern auch echte Sixties-Musik von James Brown und The Mamas & The Papas. Ein nicht zu unterschätzender Atmosphärebonus also.

Was die grafische Umsetzung angeht, muss man 2015 ebenfalls loben. So sind die einzelnen Missionsabschnitte zwar alle recht kurz, jedoch optisch eine Augenweide. Vor allem die Dschungelgebiete sind mit ihrer dichten Vegetation, die sich teilweise sogar beim darüber laufen bewegt, sehr imposant geraten. Wenn ihr durch das grüne Dickicht schleicht und von einer Unheil versprechenden Ruhe begleitet werdet, und dann plötzlich ein Schwarm Vögel von der Seite wegfliegt, könnte ein Herzmedikament in Reichweite von Vorteil sein. Echte Gefahr droht aber natürlich von Seiten der Mitglieder der Vietcong, die nicht nur meistens treffsicher zielen, sondern auch Meister im Fallenbau sind. Ein übersehener Draht im Dschungel und *BOOM* - das war es mit der Soldatenlaufbahn. Dadurch ist es natürlich ratsam, besonders vorsichtig vorzugehen um Fallen frühzeitig erkennen und entschärfen zu können. Allerdings muss diese Grafik auch ihren Tribut auf er Xbox zahlen. So kommt es gelegentlich zu Aussetzern und das Spiel gerät ins Stocken, der FPS gehen in den Keller, besonders nervig ist dieses in Zwischensequenzen - selbst bei Videos tritt dieses Problem hin und wieder auf.

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Admin am 12 Mrz 2005 @ 15:08
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