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Murdered - Soul Suspect: Review

  Xbox one 

Publisher Square Enix zählt längst nicht mehr nur Rollenspiele oder ähnliche Vertreter zu seinem Portfolio. Mit dem jüngst veröffentlichten Murdered: Soul Suspect schickt der Hersteller nun allerdings eine gänzlich neue Marke ins Rennen. Die Prämisse klingt dabei durchaus interessant, immerhin soll man nach alter Ermittlermanier einen Mörder überführen. Ob die Macher allerdings auch mit einer gelungenen Umsetzung des Spielkonzepts glänzen können, haben wir im Test geklärt.

Ein wahrer Geistesblitz?

Die Welt der Verbrechen hat allerhand abenteuerliche Geschichten zu erzählen und erscheint damit auch für Aussenstehende ziemlich interessant. Zahllose Medien widmen sich daher sowohl den guten als auch den eher bösen Protagonisten. Ob man nun bei CSI oder ähnlichen Formaten den Tätern an der Mattscheibe auf die Spur kommt oder ob man sich doch lieber interaktiv mit einem Videospiel beschäftigt, hängt dabei ganz vom Nutzer selbst ab. Murdered: Soul Suspect gehört ohne jeden Zweifel zur zweitgenannten Variante und entführt einen daher in die virtuelle Welt der Verbrechensbekämpfung.

Als Hauptcharakter stellt sich gleich zu Beginn der Recke Ronan O'Conner vor, der selbst über eine bewegte Vergangenheit verfügt. Seine Familie ist nicht gerade als gesetzestreu bekannt, und so sollte auch er bereits in jungen Jahren mit der Justiz in Berührung kommen. Gefängnisaufenthalte sowie ein gestählter und tätowierter Körper zwängen Ronan in ein Korsett eines klischeebehafteten Schurken. Doch wie so oft im Leben ist es eine Frau, die alles ändern soll und den Hauptcharakter in die richtige Bahn lenkt. Überraschenderweise wird Ronan selbst zum Polizisten und steigt zudem relativ rasant auf.



Das Glück soll ihm allerdings nicht allzu lang hold sein, denn seine Frau wird Opfer eines Verbrechens und stirbt letztendlich. Ronan vergräbt sich in Arbeit und macht es sich zur Aufgabe, einige brisante Mordfälle zu untersuchen. Der Täter hinterlässt stets ein Glockensymbol und wird daher auch Glockenmörder genannt. Ronan kommt dem Schurken bereits zum Start des Videospiels gefährlich nahe. Bei einem Aufeinandertreffen wird der Protagonist kurzerhand aus dem Fenster geworfen und anschliessend erschossen. Wo so manche Geschichte enden würde, fängt sie bei Murdered: Soul Suspect allerdings erst jetzt richtig an. Ronan erwacht nämlich in der Geisterwelt und kann noch nicht ins Jenseits, da seine Aufgabe auf der Erde eben noch nicht erfüllt ist. So ermittelt er mithilfe eines jungen Mediums, die seinen Geisterkörper wahrnehmen kann, einfach weiter. Der Tod bringt natürlich einige Nachteile mit sich, da Ronan von den allermeisten Menschen nicht gesehen werden und er zudem Gegenstände nicht bewegen kann, doch freundet sich der Charakter ebenso schnell mit den Vorzügen seines Zustands an. So kann Ronan nun etwa durch eine Vielzahl von Wänden gehen, sich später sogar teleportieren und etwa in die Gedanken der Menschen eindringen, was im Laufe seiner Ermittlungen nicht ganz unwichtig sein wird.

In der Tat ist die Geschichte mitsamt der Inszenierung wohl der wichtigste Aspekt des Videospiels und daher auch der Hauptgrund, der einen überhaupt zum Spielen bewegt. Die Handlung ist nämlich ziemlich gelungen und sorgt bis zum Schluss für Spannung. Das liegt vor allem an cleveren Wendungen und interessanten Figuren, die zudem auch noch mit einer tollen deutschen Synchronisation glänzen können. Einzig etwas unsinnig erscheinen diverse Abschnitte, in denen man sich bei Gesprächen verschiedene Antwort- beziehungsweise Fragemöglichkeiten aussuchen kann. Letztlich müssen nämlich zumeist alle Varianten nacheinander ausgewählt werden, damit es überhaupt weitergeht. Somit wird hier lediglich der Gesprächsfluss gebremst. Ansonsten aber entsteht eine zum Teil bedrückende Atmosphäre, da man immer miträtselt, wer nun hinter dem geheimnisvollen Glockenmörder stecken könnte.

Murdered - Soul Suspect
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Daniel Dyba

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Daniel Dyba am 18 Jun 2014 @ 21:01
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